Acht Gegentore in zwei Spielen und selbst keines geschossen. Der VfV verspielt aktuell seine gute Ausgangslage in der Fußball-Oberliga. Am Sonntag setzte es eine 0:5-Niederlage in Heeslingen.

Sie hatten sich so viel vorgenommen, die Oberliga-Fußballer des VfV 06 Hildesheim, aber auch das zweite Spitzenspiel gegen bei einem Topteam der Liga ging deutlich verloren. Nachdem die VfVer sich durch eine Serie von drei Siegen in Folge eine gute Ausgangsposition erspielt hatten, gaben die Hildesheimer nun innerhalb von sechs Tagen die komfortable Lage wieder aus der Hand. Zunächst unterlag das Team von Trainer Ridha Kitar am Ostermontag mit 0:3 bei Tabellenführer Atlas Delmenhorst, nun vergeigten die Hildesheimer das nächsten Spitzenspiel mit 0:5 beim Heeslinger SC. „Acht Gegentore in zwei Spielen sind einfach zu viel. Wir müssen die Niederlagen aufarbeiten und uns auf die wichtigen Tugenden konzentrieren“, sagte Omar Fahmy, der Vorstand Sport am Sonntagabend nach der Pleite in Heeslingen. Beim HSC fand sein Team nie ins Spiel. Die besseren Chancen hatten von Anfang an die Hausherren. Beim 1:0 von Erik Köhler passte das Defensivverhalten beim VfV überhaupt nicht (25.). „Wir hatten danach ein, zwei Chancen, aber wir haben defensiv einfach nicht gut gearbeitet“, sagte Fahmy. Zur Halbzeitpause hatten die VfVer beim 0:1-Rückstand noch alle Möglichkeiten. Das sollte sich im zweiten Abschnitt schnell erledigt haben. Direkt nach Wiederanpfiff traf Jarno Böntgen zum 2:0 für die Hausherren. Danach versuchte Trainer Kitar es mit frischen Kräften und brachte die offensiven Mahdi Biso und Cenay Üzümcü (58.). Die Hildesheimer kamen aber nicht mehr ins Spiel zurück. Ganz im Gegenteil, es folgten neun ganz schlimme Minuten. Maxi Köhnken traf zunächst zum 3:0 (65.), zwei Minuten später unterlief VfV-Innenverteidiger Klaas Gatermann ein Eigentor zum 0:4 und in der 74. Minute traf Joel Schallschmidt noch zum 5:0-Endstand. Entsprechend bedient war Fahmy nach dem Abpfiff. „So dürfen wir uns einfach nicht präsentieren. Wir haben schlecht verteidigt und in der Offensive kaum stattgefunden“, sagte Fahmy, der aktuell den Blick auf die Tabelle vermeidet. „Wir müssen uns jetzt einfach auf die wesentlichen Dinge konzentrieren. Die Tabelle interessiert mich momentan nicht. Wir müssen jetzt erst einmal wieder vernünftige Leistungen bringen.“ Die Fans werden sowohl auf die Tabelle blicken und was sie da sehen, dürfte sie nicht erfreuen. Mit 37 Punkten stehen die VfVer auf Platz sieben. Zehn Zähler beträgt der Rückstand auf den Zweitplatzierten Heeslingen. Allerdings hat der VfV drei Spiele weniger absolviert, die müssen die Hildesheimer aber auch erst noch gewinnen. Dazu bedarf es einer deutlichen Leistungssteigerung.