Das kam zumindest für den SV Wehrstedt 65 völlig überraschend. Anfang März hat die Fußballsparte des SV Eintracht Bad Salzdetfurth dem SV Wehrstedt mitgeteilt, dass sie ab der kommenden Saison nicht mehr gemeinsam mit ihnen spielen möchte.

Die seit 2007 bestehende Spielgemeinschaft umfasst die erste und zweite Herrenmannschaft sowie ein Ü40-Team. Eintracht hat darüber hinaus noch eine Ü32/Alte Herren in Eigenregie am Start.

„Das hat uns kalt erwischt und stellt unsere Planung für die neue Saison vor einige Herausforderungen“, kommentiert Wehrstedts Fußballspartenleiter Lars Löschmann die kurzfristige Nachricht. Auch unter dem Aspekt, dass man sich noch Anfang des Jahres im gemeinsamen Spielausschuss über die Weiterführung der Spielgemeinschaft einig war.

Maren Siedlaczek-Ahrenhold, 1. Vorsitzende der Eintracht-Fußballabteilung, teilt in einer Info an ihre Mitglieder mit, dass man auf Grund der Wünsche der bei ihnen spielenden Mannschaften im Abteilungsvorstand zu diesem Schluss gekommen sei. Man möchte nun die Energie zu 100% dazu verwenden, den Fußball im Ernst-Hopf-Stadion weiter nach vorne zu bringen, heißt es weiter.

Die Vorsitzenden der Vereine erfuhren ebenfalls erst Anfang März von dieser Kehrtwende. Eintracht-Hauptvorstand Sören Siedlaczek und Wehrstedt-Vorstand Helge Sandvoß hatten sich Ende Februar noch ausgetauscht, dass sie sich über eine Fortsetzung der Spielgemeinschaft freuen würden.

Erstaunt zeigt sich auch der NFV-Kreisvorsitzende Andreas Wiese von diesem Schritt: „In Zeiten wo der demografischen Wandel zu einem Anstieg der Anzahl von Spielgemeinschaften führt, ist dies ein ungewöhnliches Vorgehen.“ Nach den geltenden Statuten sei dies aber legitim und zum Start einer neuen Spielzeit möglich.