Am 16. Spieltag der 1. Kreisklasse A kam es lediglch zu drei Spielen, da die restlichen Spiele ausfielen. Nichtsdestotrotz hatten es die drei Spiele in sich. Hotteln erkämpft sich einen Punkt im Derby bei Ruthe, Nettlingen gewinnt durch zwei direkte Eckentore und Holle-Grasdorf siegt souverän.

TUS GW Himmelsthür II – VFL Giften AUSFALL

VfR Germ. Ochtersum II – SSV Förste AUSFALL

SG Giesen/Ahrbergen – SC Harsum II AUSFALL

SV Bavenstedt II – SG Schellerten/Oedelum/Ottbergen AUSFALL

FC Ruthe – TV DE Hotteln 0:0 (0:0).

Schon in den Anfangsminuten zeichnete sich der Matchplan beider Mannschaften ab. Ruthe wollte das Spiel machen und sich durch den Ballbesitz Chancen erarbeiten. Hotteln setzte auf kompakte Defensivarbeit und machte das Spiel eng.
Erste hochkarätige Torchancen ließen sich nach rund 20 Spielminuten verzeichnen, ehe Serhat Yilmaz nach eindrucksvoller Ballbehauptung von der linken Seite in die Mitte zog und mit seinem Abschluss aus rund 20 Metern das Lattenkreuz traf. Ruthe konnte sich im weiteren Spielverlauf weitere Chancen erarbeiten, die jedoch meist durch den gut aufgestellten Hottelner Schlussmann verhindert werden konnten. Die nächste hochkarätige Chance der Ruther hatte Yusuf Kal zu verzeichnen, als er nach einem Volley aus rund 16 Metern, das Tor nur um wenige Zentimeter verfehlte. Der weitere Verlauf des Spiels war hauptsächlich von Zweikämpfen im Mittelfeld oder langen Bällen geprägt, die meist von der jeweiligen Hintermannschaft entschärft werden konnten. Hotteln war vor allem nach Standards, getreten von Julien Schwarz, immer wieder gefährlich und hatte zudem einige Abschlüsse aus der Distanz, die jedoch nicht zwingend genug waren. Eine strittige Szene gab es jedoch noch, als die Hottelner kurz vor der Pause einen Elfmeter forderten, als Jonathan Grimme im Ruther Strafraum zu Fall gebracht wurde. Der Schiedsrichter ließ allerdings weiterlaufen.

Nach dem Seitenwechsel wurde deutlich, dass sich Ruthe nochmals vorgenommen hat, das Spiel auf ihre Seite zu ziehen. Man versuchte vor allem seine Vordermänner um Aiman Hoballah in Szene zu setzten, meist mit dem Versuch langer Bälle und Schnittpässen. Auf dem schwer bespielbaren Untergrund war es beiden Mannschaften nur schwer möglich ein Kurzpassspiel aufzuziehen, sodass viele Bälle versprungen. Auch die Zweikämpfe wurden in der zweiten Hälfte noch ein Mal intensiver, sodass sich vor allem ein Spiel des Kampfes entwickelte. Auf Ruther Seiten hatte man einige Standards, die gefährlich wurden, aber vor allem zum Ende hin einige gute Chancen im Hottelner Strafraum. Alan Gangir kam aus wenigen Metern nicht am Hottelner Torwart vorbei und Aiman Hoballah sollte an diesem Nachmittag auch wenig gelingen.
Strittige Szenen waren so im Verlauf immer häufiger vorzufinden, wie zum Beispiel als Aiman Hoballah von links in den Strafraum reinzog und vom Hottelner Verteidiger zu Fall gebracht wurde. Die Partie wurde aufgrund der Schiedsrichterentscheidungen zudem angeregt, sodass sich nun auch echte Derby-Atmosphäre verbreitete.
In den letzten Minuten der Partie machte Ruthe hinten auf und wollte unbedingt den Sieg einfahren. Dies nutzten die Hottelner jedoch aus und konterten die Gastgeber aus. In der Nachspielzeit dann die beste Chance für die Gäste, als Torben Fuhrmann und Robin Fuhrmann im 2-gegen-2 auf das Ruther Tor liefen. Man spielte es gut aus und kam dann durch Robin Fuhrmann zum Abschluss, der den Ball aus gut 15 Metern nur knapp am linken Pfosten vorbei schob.
So stand zum Abpfiff das 0:0 im Derby. Den Punkt nahmen die Gäste gerne mit, auf Ruther Seite überwog jedoch die Enttäuschung. Ruthe-Trainer Hakan Kocak:

Wir haben das Spiel gemacht und Hotteln hat versucht so lange wie möglich die 0 zu halten, was sie auch ganz gut gemacht haben. In der ersten Halbzeit hatten wir zwei Lattentreffer und eine Chance durch Aiman, die der Torwart hält. In der zweiten Halbzeit war es das gleiche Spiel. Wir sind angelaufen aber haben es heute nicht hinbekommen zu treffen. Am Ende habe ich hinten alles aufgelöst, sodass wir teilweise 1 gegen 1 gespielt haben, was dazu geführt hat ,dass Hotteln Konter-Möglichkeiten hatte. Offensiv einfach zu wenig und nicht zwingend genug.

Der Hottelner-Spieler wird von Ruthes Jan Luca Gutsmann (rechts) verfolgt. Fotos: Celine Schrader
Umkämpfte Duelle. Hier Nettlingens Marvin Ruhe (links) und Emmerke-Spieler Louis Taubert. Foto: Lian Wirries.

SV Emmerke – TuS Nettlingen 1:3 (1:3).

Das erste Pflichtspiel des neuen Jahres stand auf dem Plan und hatte es direkt in sich. Das Verfolgerduell zwischen dem SV Emmerke und dem TuS Nettlingen versprach schon vor Spielbeginn Brisanz, da beide Mannschaften nur zwei Punkte trennten und der Sieger wichtige Punkte im Abstiegskampf sammeln konnte.

Die Gastgeber erwischten einen optimalen Start in die Partie, ehe man in der fünften Spielminute durch Dennis Waldeck mit 1:0 in Führung ging. Aus zu schwacher Defensivarbeit der Gäste resultierte der frühe Rückstand.
Danach sind die Gäste allerdings besser ins Spiel gekommen und haben die Kontrolle übernommen. In der 17. Spielminute kam dann der Auftritt von Spieler-Trainer Michael Henze. Der Innenverteidiger Nettlingens konnte sehenswert eine Ecke direkt verwandeln und egalisierte somit zum 1:1. Bereits drei Minuten später schlenzte Fabian Kohrs den Ball aus knapp 25 Metern mit seinem schwächeren Fuß oben links in den Winkel. Die Gäste drehten die Partie binnen kürzester Zeit. Kurz vor dem Halbzeitpfiff der erneute Auftritt des Spieler-Trainers Michael Henze. Nach der ersten direkt verwandelten Ecke folgte die Zweite. Zwei direkt verwandelte Ecken sorgen für die komfortable 1:3-Führung der Gäste zur Halbzeit.

In der zweiten Halbzeit ein erneuter Rückschlag für die Hausherren. Vedat Yilmaz sah nach einer Tätlichkeit die rote Karte. Trotz der Unterzahl versuchte Emmerke nochmal alles nach vorne zu werfen. Die Nettlinger Defensive stand jedoch stabil und konnte alles wegverteidigen. Nettlingen kam, aufgrund der Lücken in der Emmerker Defensive, immer wieder zu Kontersituationen, die man aber nicht zu Ende spielen konnte. So blieb es beim 1:3-Auswärtserfolg für den TuS Nettlingen. Nettlingens Michael Brumm nimmt Stellung zum Spiel:

Alles in allem ein verdienter Sieg!

TuS Holle-Grasdorf – TUS Hohenegelsen 4:0 (3:0).

Die Rollen schienen vor der Partie klar, als der Tabellenneunte auf den Tabellen-13. traf. Nach der längeren Winterpause war es jedoch spannend, wer schneller wieder in den Wettkampfmodus schalten kann.

Holle-Grasdorf geling dies deutlich besser, sodass man einen souveränen 4:0 (3:0) Heimsieg gegen die Abstiegsbedrohten Gäste einfahren konnte.
Bereits in der dritten Spielminute hatten die Gäste ihre beste Gelegenheit, als der Abschluss am Pfosten landete. Danach übernahm jedoch die Heimmannschaft das Spielgeschehen und die Kontrolle. In der sechsten Spieminute fiel dann die Führung: Nach sehenswerter Vorarbeit von Leon Enge schob Jilian Inniss den Ball souverän über die Linie.
Auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit blieb Holle spielbestimmend, ehe man in der 27. Spielminute durch Mika Roßner auf 2:0 erhöhen konnte. Kurz vor der Pause baute Spieler-Trainer Zuke Isufi dann die Führung erneut aus, als er einen langen Ball von Gabrijeö Kusic verwertete und zum 3:0 einschob.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein ähnliches Bild wie in der ersten Hälfte. Auf seiten der Heimmannschaft konnte man sich einige Chancen herausspielen, wobei man viele Möglichkeiten jedoch ungenutzt ließ. Erst in der 87. Spielminute fiel der letzte Treffer der Partie: Nach der Vorarbeit von Christopher Rentsch setzte sich Jilian Inniss durch und schob den Ball am Torwart zum 4:0-Endstand vorbei. Spieler-Trainer Zuke Isufi:

Mit einem überzeugenden 4:0-Erfolg gegen Hoheneggelsen ist unserer Mannschaft ein gelungener Start in die Rückrunde gelungen. Trotz einiger Ausfälle auf beiden Seiten entwickelte sich über die gesamte Spielzeit ein klar überlegen geführtes Spiel unserer Elf.