Der 18. Spieltag der Kreisliga Hildesheim steht vor der Tür, wobei wieder Mals spannende Begegnungen warten. Die abstiegsgefährdeten TSV Föhrste und SSV Elze müssen liefern, aber auch im Rennen um die Aufstiegsplätze bleibt es spannend. Bleibt Ahrbergen ungeschlagen?

SC Drispenstedt – TSV Föhrste (So., 08.03., 14:00 Uhr)
Während sich die Drispenstedter vor dem Spieltag auf einem souveränen sechsten Tabellenplatz befinden und acht Punkte aus den letzten fünf Pflichtspielen sammeln konnten, steht der TSV Föhrste auf dem letzten Platz und ist stark abstiegsgefährdet. Föhrstes Co-Trainer David Paasche respektiert den kommenden Gegner und betont trotz kniffliger Tabellensituation, man müsse über 90 Minuten Konzentration, Einsatzbereitschaft und Effektivität zeigen, da man über weite Strecken gute Spiele gemacht habe, diese aber nicht konsequent zu Ende gespielt habe. Ihr Ziel ist es dennoch gegen den Favoriten gegen zu halten.
Drispenstedt-Trainer Mahmoud Siala blickt auf die kommende Partie gegen Föhrste:

Auch wenn Föhrste aktuell Letzter ist, wissen wir, dass sie vielen Mannschaften alles abverlangt haben. Wir wollen wieder 3 Punkte einfahren und dafür müssen wir wieder 100% geben.

Der SC weist in seinen Heimspielen die beste Defensive mit nur sieben Heimgegentoren auf, wohingegen den Föhrstern auswärts bislang wenig gelingen wollte. Die Drispenstedter können auf ihre Offensivkräfte zählen. Vor allem Mahmoud Siala (9 Saisontore) und Mahdy Kawar (10 Saisontore) haben großen Anteil an der Torausbeute des SCs. Die Föhrster Defensive sollte also jetzt schon gewarnt sein. Das letzte Pflichtspiel konnte man erfolgreich gestalten und siegte auswärts mit 0:1 bei PSV Hildesheim. Siala gibt Eindrücke vom vergangenen Spieltag:

Gegen PSV war es ein Kampfspiel. Bei den Platzverhältnissen war ein normales Passspiel nicht möglich. Wir haben den Kampf aber angenommen und hätten definitiv 2-3 Tore mehr machen müssen.

FC Concordia Hildesheim – PSV GW Hildesheim (So., 08.03., 14:00 Uhr)
Für viele vor der Saison als großer Aufstiegsfavorit gehalten, halten sie die Erwartungen, welche man an sie stellte größtenteils ein. Der FC Concordia Hildesheim trifft auf heimischem Boden auf den PSV GW Hildesheim. Concordia-Kapitän Danino Laubinger blickt auf das Spiel:

Wir werden PSV nicht unterschätzen, die haben am vergangenen Wochenende nur knapp verloren und vor allem ist es ein Nachbarschaftsderby, dass bekanntlich seine eigenen Gesetze hat.

Concordia stellt die zweitbeste Offensive der Liga, wobei sie ebenfalls das zweitbeste Torverhältnis (48:22) verweisen. Anders bei PSV, die die zweitschwächste Defensive der Liga haben. Trotz der tabellarischen Situation zeigt sich der PSV-Trainer Frank Leitermann zuversichtlich:

„Natürlich hat Concordia gedanklich schon die drei Punkte gegen uns eingeplant. Wenn wir aber so spielen, wie letzte Woche, mit etwas mehr Durchschlagskraft nach vorne, sind wir auch gegen Concordia nicht chancenlos. Ich bin davon überzeugt, dass wir gegen jeden Gegner unsere Chancen bekommen werden. Wir müssen auf dem Platz nur selbstbewusst genug agieren und an diese Chance auch glauben. Auch Concordia hat Schwächen, diese wollen wir Sonntag ausnutzen.“

Einen großen Anteil an der offensiven Durchschlagskraft Concordias haben Marlon Laubinger, der bisher zwölf Saisontore erzielen konnte und Roberto Cid-Valdes, dem bislang zehn Tore zu Buche stehen. PSV kassierte zuletzt vier Niederlagen am Stück und hat zusammen mit dem TSV Föhrste die meisten Niederlagen auf dem Konto. PSV-Trainer Frank Leitermann über seine bisherige Amtszeit:

Ich weiß und da bin ich Realist genug, geht es auch in unserer Liga nur um die nackten Zahlen und um Punkte. Da steht nach 4 Spielen unter mir noch eine 0. Trotzdem waren wir in allen 4 Spielen, darunter 3 Spitzenteams der Liga, immer nah dran und es fehlte nicht viel, um erfolgreicher zu sein. Am Ende waren es Nuancen, die das Spiel entschieden haben.

Am letzten Spieltag traf Concordia auf die Reservemannschaft des SV Alfeld, wo man sich mit einem Remis zufrieden geben musste (1:1). Auf die Frage was es im kommenden Spiel gegen PSV zu verbessern gilt, gab Danino Laubinger die Antwort:

Nichtsdestotrotz werden wir versuchen, wie bereits in Alfeld, die Spielkontrolle zu übernehmen. Wir müssen jedoch die Chancenverwertung deutlich verbessern und am Sonntag konzentrierter im Abschluss sein. Selbstverständlich wollen wir das 1. Heimspiel erfolgreich gestalten.

TuS Lühnde – SV Alfeld II (So., 08.03., 14:00 Uhr)
Den durchaus positiven Trend von zehn Punkten aus den letzten fünf Pflichtspielen will man in Lühnde gerne ausbauen. Die Elf von Trainer Tim Drewke trifft am kommenden Spieltag auf den drittplatzierten, die Reserve des SV Alfeld.

Die zweite Mannschaft des SV Alfeld steht mit einem beachtlichen Torverhältnis von 46:26 auf dem dritten Tabellenlatz, wobei sie bereits zwei Spiele mehr an der Zahl haben als die meisten ihrer direkten Konkurrenten. Die Lühnder sammeln in der bisherigen Saison mehr Punkte in der fremde als zu Hause, wobei sie die meisten ihrer Spiele knapp gewinnen, wie zum Beispiel gegen Vfv Hildesheim II (1:2) und den FC Concordia Hildesheim (0:1), im Gegenzug aber auch meistens knapp verlieren. Im Hinspiel gewann die Zweitvertretung des SV Alfeld souverän mit 4:1 auf heimischem Boden.

SV Teutonia Sorsum – VfV Borussia 06 Hildesheim II (So., 08.03., 14:00 Uhr)
Letzte Woche verlor man das Heimspiel gegen den TuS Lühnde, in dem man zahlreiche Unterstützung aus dem Regionalligakader der U19-Manschaft erhielt. Nun soll es für die Zweitvertretung von VfV Hildesheim erfolgreicher zugehen. Man trifft auswärts auf den SV Teutonia Sorsum, die souverän im Tabellenmittelfeld stehen. Tabellenplatz neun trifft auf Platz 13.

Beide Mannschaften trennen sechs Punkte, sodass man von Seiten VfVs durchaus von einem richtungsweisenden Aufeinandertreffen sprechen kann. Beide Mannschaften gehören zu den Offensivschwachen und erzielten jeweils nur 20 Tore. Der Schlussmann des VfV musste lediglich zwölf Mal öfter hinter sich greifen.
Sorsum-Spielertrainer Louis Diederich erwartet ein enges Spiel:

VfV wird vermutlich wieder mit dem ein oder anderen jungen Spieler aufstocken, die natürlich nochmal viel individuelle Qualität mitbringen. Die letzten Spiele waren alle sehr eng. Daher wird es vermutlich ein enges Spiel, mit hoffentlich positiven Ausgang für uns.

Die Reservemannschaft VfV Hildesheims konnte im bisherigen Saisonverlauf nur einen Auswärtssieg bei PSV (0:1) markieren und erzielte magere fünf Tore in der Fremde. Des Weiteren ist man seit vier Spielen ohne Punktgewinn und rutscht weiter nach unten. VfV-Trainer Jane Zlatkow war mit der jüngsten Vorstellung seiner Mannschaft gegen Lühnde durchaus zufrieden. Man habe es spielerisch sehr gut gelöst. Er ergänzt jedoch:

Am Ende muss man akzeptieren, dass der Gegner, der maximal fünfmal in unsere Hälfte gedrungen ist , wohlgemerkt in 90 Minuten, das Spiel am Ende gewinnt .

Die Sorsumer konnten drei ihrer letzten fünf Pflichtspiele gewinnen und man verlor lediglich gegen Mannschaften des oberen Sektors (1:4 gegen Concordia und 3:0 in Sarstedt). In Sarstedt habe man sich nach den ersten sechs Minuten, in den man zwei Gegentore kassierte, gefangen. Da es für die Sorsumer die erste volle Trainingswoche war und man so erst richtig starten konnte, fehlte die Zeit auf dem Platz, um Abläufe etc. einzubinden. Trotz dessen herrsche eine positive Grundstimmung innerhalb der Mannschaft.
Zlatkows Elf hingegen müsse etwas konsequenter Spielen. Folglich werde es auch wieder Erfolgserlebnisse geben, so der VfV-Trainer.

Spvg. Hüdd.-Machtsum – 1. FC Sarstedt (So., 08.03., 14:00 Uhr)
Der hochkarätige Kader des 1. FC Sarstedts geht mit breiter Brust in das Aufeinandertreffen mit der Spvg. Hüdd.-Machtsum, dessen Manager Alex Aue den kommenden Gegner aus Sarstedt lobt:

So stark hätte ich den 1. FC in dieser Saison, nach dem Abstieg und dem damit verbundenen großen Umbruch , nicht erwartet. Aber sie habe das beste, ausgeglichene Verhältnis zwischen Offensive und Defensive in der bisherigen Saison erzielt.

Die Gäste stellen die beste Offensive der Liga mit 53 Toren und verfügen zu dem über das stärkste Torverhältnis (53:24). Besonders im Fokus steht Torjäger Adris Jankir, der mit 16 Treffern die Torjägerliste anführt und eine Partie jederzeit entscheiden kann. Aue dazu:

Wenn wir in der Defensive gewohnt gut verteidigen und Jankir und Gangir in den Griff bekommen, sowie nach vorne effektiv sind, können wir den Viertplatzierten sicherlich ärgern.

HüMax bewegt sich aktuell im gesicherten Mittelfeld, musste zuletzt jedoch einen kleinen Dämpfer hinnehmen: Nur ein Sieg aus den letzten fünf Pflichtspielen, was nicht für absolute Konstanz steht. Auf heimischem Platz allerdings präsentiert sich die Mannschaft defensiv stabil: Erst sieben Gegentore kassierte man vor eigenem Publikum.

Sarstedt reist mit Rückenwind an, drei Siege in Serie sprechen für eine aufsteigende Formkurve. Sarstedt-Trainer Felix Scharschuch beantwortet die Frage, wie groß ihr Selbstvertrauen nach dem Auftaktsieg ist, dass er nicht von großem Selbstvertrauen sprechen wolle und sie hauptsächlich froh seien, dass man den Auftakt nach so langer Pause positiv gestalten konnte. Das Leistungsmaximum sei jedoch noch nicht erreicht: Darauf will die Mannschaft aber Woche für Woche hin arbeiten.

Dennoch bleibt die Auswärtsschwäche ein Problem: Lediglich zwei Siege in der Fremde gelangen bislang. Nach dem starken Lauf wollen die Gäste nun beweisen, dass sie auch bei HüMax bestehen können. Die Voraussetzungen deuten auf eine intensive Partie hin, wobei Scharschuch auch betont, dass HüMax eine extrem schwer zu bespielende Mannschaft sei, die physisch sehr stark sind und eine über Jahre hinweg eingespielte Mannschaft sei.

FSV Algermissen – SV RW Ahrbergen (So., 08.03., 14:00 Uhr)
Tabellenführer SV RW Ahrbergen steht in Algermissen vor einer anspruchsvollen Aufgabe. Die Gäste sind weiterhin ungeschlagen, stellen die beste Defensive der Liga und haben sich ein Sieben-Punkte-Polster auf einen Nichtaufstiegsplatz aufgebaut, auch wenn der Tabellendritte zwei Spiele mehr absolviert hat.

Algermissen rangiert auf Platz fünf und zeigte sich in dieser Saison bislang wechselhaft. Auffällig: Während man auswärts häufig überzeugt, tut sich das Team zu Hause schwerer. Gerade gegen defensivstarke Mannschaften fehlte es an Durchschlagskraft. Das jüngste Pflichtspiel verlor man auswärts in Deinsen mit 3:2. FSV-Trainer Michael Lang:

Die Niederlage gegen Deinsen vom Wochenende ist noch nicht vergessen. Einen Punkt hätten wir mindestens verdient gehabt, gerade weil wir nach der Führung das Spiel in der zweiten Halbzeit gut im Griff hatten und kaum Torchancen zugelassen haben. Umso ärgerlicher waren die zwei Traumtore gegen uns, die uns am Ende ohne etwas Zählbares dastehen ließen.

Ahrbergen reist mit beeindruckender Serie an, Sechs Siege in Folge unterstreichen die Ambitionen eines Spitzenreiters. Auf die Frage, wie sich die Mannschaft von Ahrbergen-Trainer Kevin Horst auf das kommende Spiel vorbereitet, antwortet er:

Wir haben die letzten 2 Wochen genutzt um den Hallenboden aus den Beinen und Köpfen zu kriegen und uns wieder an den Rasen zu gewöhnen. Im Idealfall bestreiten wir zum Abschluss der Trainingswoche noch ein kleines Testspiel und dann sind wir für Sonntag bereit!

Das Hinspiel endete 1:1, was die Ausgeglichenheit der Begegnung andeuten könnte. Lang nimmt das Hinspiel als Erkenntnis für das Rückspiel:

Im Hinspiel hatten wir zu viel Respekt vor Ahrbergen, weshalb wir nicht ins Spiel gekommen sind. Ein Gewitter hat uns dann wachgerüttelt und nach der Unterbrechung waren wir auf Augenhöhe, was am Ende schließlich mit einem Punkt belohnt wurde.

VFL Nordstemmen – TSV Deinsen (So., 08.03., 14:00 Uhr)
Ein Duell mit klar verteilten Rollen? Tabellenplatz 14 gegen Platz sieben. 15 Punkte trennen beide Mannschaften. Der VfL steckt im Tabellenkeller und wartet dringend auf Erfolgserlebnisse. Nur zwei Saisonsiege stehen bislang zu Buche, aus den letzten fünf Spielen holte man lediglich einen Punkt. Für die Elf von Trainer Christian Knöbl ist es das erste Pflichtspiel nach der längeren Winterpause. Knöbl gibt Einblicke über die Stimmung innerhalb der Mannschaft und auf die Vorfreude auf das erste Pflichtspiel nach der Unterbrechung:

Die Vorfreude war auch am vergangenen Sonntag schon sehr groß, doch leider mussten wir uns aufgrund der Platzverhältnisse in Föhrste noch eine Woche länger gedulden. Natürlich brennen wir alle auf den Start, auch wenn jetzt mit dem TSV Deinsen gleich eine schwierige Aufgabe auf uns zukommen wird.

Anders die Situation beim TSV Deinsen: Fünf Siege in Serie katapultierten die Mannschaft ins obere Tabellenmittelfeld, die Formkurve zeig deutlich nach oben. Auf die Tabelle wolle man sich dennoch nicht konzentrieren. TSV-Trainer Dennis Martin verdeutlicht die Wichtigkeit des Auftaktsieges gegen Algermissen:

Ein erfolgreicher Rückrundenstart ist immer gut, denn dann kann man davon ausgehen, dass die Woche darauf alle heiß sind auf ein weiteres Erfolgserlebnis.

Christian Knöbl über den kommenden Gegner:

Deinsen ist nicht nur aufgrund des Sieges am letzten Wochenende Favorit. Aber wir werden alles reinwerfen, um gegen diese spielstarke Mannschaft zu bestehen und vielleicht sogar zu punkten.

Für Nordstemmen könnte genau das die Chance sein. Mit Kampfgeist und Heimvorteil will man dem Favoriten Gegenwehr leisten und wichtige Punkte sammeln. Martin geht nicht von einem Selbstläufer aus und sieht in der gegnerischen Mannschaft durchaus Gefahr:

Mit VFL Nordstemmen erwartet uns eine sehr junge dynamische Mannschaft, die in der Saison bewiesen hat, dass sie sehr stark sein können.

SSV Elze – RSV Achtum (So., 08.03., 14:30 Uhr)
Abstiegskampf pur: Der Tabellenfünfzehnte SSV Elze empfängt den Tabellenelften RSV Achtum. Elze steht nur einen Punkt vor dem Tabellenletzten und stellt die schwächste Offensive der Liga.

Trainer Sven Pohl formuliert wie folgt das Ziel der Rückrunde:

Ziel für die Rückrunde ist natürlich konstanter zu punkten, wie in der Hinrunde! Damit wollen wir natürlich gleich am Sonntag im Heimspiel gegen Achtum beginnen.

Einen kleinen Hoffnungsschimmer macht die Heimbilanz: Beide Saisonsiege gelangen auf eigenem Platz. Achtum präsentiert sich auswärts etwas anfälliger als zu Hause und gewann nur eines ihrer letzten fünf Spiele. Die Achtumer hatten letztlich mit der Kaderdichte zu kämpfen und vermissten einige Spieler. Trainer Patrick Fricke dazu:

Der Kader wird etwas voller. Einige Spieler kommen wieder dazu, allerdings fehlen andere. Wir werden aber eine schlagkräftige Truppe haben und versuchen den ersten Sieg der Rückrunde einzufahren.

Elze gelang zuletzt ein wichtiger Befreiungsschlag mit dem 3:1 Sieg gegen den direkten Konkurrenten aus Föhrste. Somit konnte man sich zuletzt etwas Luft verschaffen. Daran will man anknüpfen:

Achtum spielt eine gute Serie, dementsprechend müssen wir am Sonntag alles reinwerfen, um zu punkten!

Für Elze geht es nun um enorm wichtige Zähler im Tabellenkeller, während Achtum mit einem Auswärtssieg ihre tabellarische Situation festigen und den Abstand nach unten weiter ausbauen können. Frickes Erwartungen für das kommende Spiel:

Es wird sicherlich ein ausgeglichenes Spiel werden, wo Kleinigkeiten den Ausschlag geben werden.

Das Hinspiel zwischen beiden Mannschaften endete 1:1. Es verspricht sich also eine enge Begegnung.