Am kommenden Wochenende steht für zwei der drei Hildesheimer Landesligisten der 22. Spieltag an. Bavenstedt hat den nächsten schweren Gegner vor der Brust und Ochtersum empfängt zu Hause den TSV Mühlenfeld.

1.FC Wunstorf – SV Bavenstedt (Sa., 07.03., 16 Uhr)

Nach zwei deutlichen Niederlagen zum Start in die Rückrunde steht der SV Bavenstedt in der Fußball-Landesliga am kommenden Spieltag vor einer anspruchsvollen Auswärtsaufgabe. Die Mannschaft von Trainer Michael Jarzombek reist zum Tabellendritten 1. FC Wunstorf.
Die Ausgangslage vor der Partie ist klar verteilt. Der SV Bavenstedt rangiert aktuell mit 30 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz und befindet sich damit im gesicherten Tabellenmittelfeld. Gastgeber Wunstorf spielt hingegen im oberen Tabellendrittel mit und belegt mit 37 Punkten Rang drei.

Das Hinspiel zwischen beiden Teams verlief bereits äußerst spannend. In einer umkämpften Partie schien Bavenstedt lange auf dem Weg zu einem Sieg zu sein, ehe Wunstorf in der Schlussphase noch zum 2:2-Ausgleich traf.
Die aktuelle Form spricht allerdings eher für die Gastgeber. Während Wunstorf mit einem souveränen 5:0-Erfolg gegen den VfR Germania Ochtersum in die Rückrunde gestartet war, musste sich der Tabellen­dritte zuletzt überraschend mit 0:1 bei Arminia Hannover geschlagen geben.

Für den SV Bavenstedt verlief der Start ins neue Pflichtspieljahr hingegen alles andere als nach Plan. Zunächst setzte es eine deutliche 0:5-Niederlage beim Tabellenführer SC Hemmingen-Westerfeld. Am vergangenen Spieltag folgte dann eine klare 1:6-Heimniederlage gegen den STK Eilvese. Trainer Michael Jarzombek sieht die Ursachen dafür vor allem in individuellen Fehlern zu Beginn der Partien. „Wir können nicht wirklich von verschlafen reden, sondern haben uns selbst geschlagen in den ersten Minuten mit individuellen Fehlern. Die uns einfach gegen diese Gegner es schwer machen, mehr zurückzukommen ins Spiel“, erklärt der Bavenstedter Coach.

Dennoch hebt Jarzombek auch die positiven Aspekte der Leistung hervor. „Man muss die Mannschaft aber auch loben und das Positive nicht nur sehen, sondern auch erwähnen. Nach dem 0:2 waren wir eigentlich bis zum Ende die deutlich aktivere Mannschaft. Wir hätten es verdient gehabt, das 1:2 oder 2:2 zu schießen gegen Eilvese und haben uns dann leider selbst geschlagen kurz vor und nach der Pause.“

Entsprechend richtet der Trainer den Fokus klar nach vorne. „Es gibt zu viele positive Dinge, die die Mannschaft macht, um in den Rückspiegel zu schauen. Wir richten den Blick nach vorne und es gehört auch zur Entwicklung der jungen Mannschaft dazu, Fehler zu machen. Jetzt muss der Lerneffekt kommen.“

Die Trainingswoche stimmt den Coach dabei optimistisch. „Die Jungs ziehen hervorragend mit in unserer ersten richtigen Trainingswoche auf dem Platz. Sie geben Gas, kreieren gute Momente und wir sind dabei, wieder in die Feinheiten unseres Spiels zu gelangen.“
Für Jarzombek ist klar, dass die Entwicklung Zeit braucht, gleichzeitig fordert er von seinem Team aber auch Konstanz. „Die jungen Spieler brauchen Zeit, um die Konstanz zu haben, eine absolute Top-Mannschaft in der Landesliga zu werden. Die bekommen sie. Sie sind aber auch gefordert, jetzt wieder beständig über 90 Minuten das abzuliefern.“

VfR Germania Ochtersum – TSV Mühlenfeld (So., 08.03., 15 Uhr)

Für den VfR Germania Ochtersum steht am Sonntag, dem 8. März, um 15 Uhr das nächste wichtige Spiel in der Fußball-Landesliga an. Auf heimischem Platz empfängt der Aufsteiger den TSV Mühlenfeld und will dabei dringend benötigte Punkte im Abstiegskampf sammeln.
Die Ausgangslage in der Tabelle ist für die Gastgeber weiterhin schwierig. Mit aktuell fünf Punkten steht Ochtersum abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt bereits zwölf Punkte. Umso wichtiger ist es für die Germanen, in den verbleibenden Spielen möglichst viele Zähler einzufahren, besonders vor heimischer Kulisse.

Die Gäste aus Mühlenfeld reisen hingegen mit einer deutlich komfortableren Situation an. Mit 21 Punkten belegt der TSV derzeit den zehnten Tabellenplatz und hat damit sechs Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den aktuell die SSG Halvestorf-Herkendorf innehat. Für den TSV Mühlenfeld wird die Partie in Ochtersum zugleich das erste Pflichtspiel des Jahres. Während andere Teams bereits in die Rückrunde gestartet sind, steigen die Gäste nun erstmals wieder in den Ligaalltag ein.

Der VfR Germania Ochtersum hat hingegen bereits wieder Spielpraxis gesammelt. Vor zwei Wochen musste sich die Mannschaft allerdings deutlich mit 0:5 beim 1. FC Wunstorf geschlagen geben. Am vergangenen Wochenende konnte das Team jedoch ein kleines Erfolgserlebnis feiern: In einem Testspiel besiegten die Germanen den Bezirksligisten MTV Almstedt mit 1:0 und sammelten damit etwas Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben. Auch das Hinspiel verlief aus Sicht der Ochtersumer nicht erfolgreich. In Mühlenfeld musste sich der Aufsteiger mit 0:3 geschlagen geben.
Dennoch wird der VfR alles daransetzen, den Gästen am Sonntag Paroli zu bieten. Für die Mannschaft geht es darum, jeden möglichen Punkt mitzunehmen, unabhängig vom Gegner. Besonders in den Heimspielen wollen die Germanen zeigen, dass sie weiterhin an ihre Chance glauben und den Gegnern das Leben so schwer wie möglich machen können.

VfR Germania Ochtersum Trainer Stefan Staar:

Ob wir Sonntag spielen können wird sich erst noch zeigen. Unser A-Platz ist noch immer enorm tief. Das Hinspiel hat Mühlenfeld mit zwei Eckentoren gegen uns gewonnen, dazu kam, dass wir ein paar sehr gute Chancen haben liegen lassen. Auf Grund dieser Tatsachen schätze ich unsere Chancen durchaus gut ein. Die Stimmung in der Mannschaft ist gut, außerdem konnten wir jetzt endlich mal wieder auf dem Platz trainieren. Das macht jedem mehr Spaß als die Alternativprogramme.