Die SG Börde hat das höchstklassige Frauenderby der Region in der Handball-Oberliga klar für sich entschieden. In einer proppenvollen Sporthalle in Söhlde setzte sich der Aufsteiger vor rund 400 Zuschauern deutlich mit 38:26 (19:12) gegen Eintracht Hildesheim durch und nahm damit erfolgreich Revanche für die knappe Hinspielniederlage.

Titelbild: Glückliche Gesichter der SG Börde nach dem deutliche Derbysieg. Fotograf: Adrian Spieler

Für beste Derby-Atmosphäre sorgte unter anderem Hallensprecher Thomas Rohjan, der sonst beim Drittligisten Sportfreunde Söhre im Einsatz ist. Auf dem Feld ließ die SG Börde von Beginn an keine Zweifel aufkommen, wer an diesem Abend das Spiel kontrollieren würde.

Eintracht Hildesheim musste stark ersatzgeschwächt antreten. Leistungsträgerin Antonia Westland stand lediglich als Betreuerin auf der Bank, weitere personelle Ausfälle erschwerten die Aufgabe zusätzlich. Börde nutzte das konsequent aus, spielte von der ersten Minute an konzentriert und ließ den Gästen kaum Entfaltungsmöglichkeiten.

Die Gastgeberinnen gingen früh deutlich in Führung, das erste Gegentor kassierte Börde erst in der siebten Minute. Maßgeblichen Anteil daran hatte Torhüterin Franziska Mewes, die überragend hielt und Eintracht immer wieder zur Verzweiflung brachte. Im Angriff zeigten sich Marisa Gutsche und Saskia Hellberg treffsicher, sodass Börde den Vorsprung bis zur Pause souverän auf sieben Tore ausbaute.

Nach dem Seitenwechsel leistete sich die SG Börde eine kurze Schwächephase. Eintracht nutzte diese mit einem 4:0-Lauf und verkürzte zwischenzeitlich auf drei Tore. Doch echte Spannung kam nicht mehr auf. Börde fing sich schnell, stabilisierte die Abwehr und hatte weiterhin eine sehr starke Franziska Mewes im Tor, die unter anderem zwei von zwei Siebenmeter entschärfte.

In der Schlussphase baute der Aufsteiger den Vorsprung kontinuierlich aus und feierte am Ende einen auch in dieser Höhe verdienten Derby-Erfolg. Marisa Gutsche und Saskia Hellberg erzielten jeweils neun Tore. Bei Eintracht Hildesheim stemmte sich Fenya Bergmann mit acht Feldtoren gegen die deutliche Niederlage.

SG-Trainerin Laura Naß nach dem Spiel:

Der größte Faktor war definitiv die mannschaftliche Geschlossenheit und der Wille dieses Spiel zu gewinnen. Bereits früh war klar, dass wir Eintracht keine Chance lassen werden, dass Spiel zu gewinnen. Jeder im Team wollte vor der tollen Kulisse das Spiel gewinnen. Entsprechend dominant sind wir von Anfang an aufgetreten.
Der Derbysieg heute zeigt, welche positive Entwicklung die Mannschaft genommen hat. Es ist einfach toll bewiesen zu haben, dass es sich lohnt, für den Damenhandball der SG Börde in die Halle zu kommen. Der Sieg heute zeigt zurecht, dass unsere Mannschaft aktuell das Top-Team der Handballregion ist.

Durch den Sieg festigt die SG Börde als Aufsteiger ihren Platz in den Top 5 der Oberliga, auch wenn das Mittelfeld weiterhin sehr eng beieinanderliegt. Eintracht Hildesheim steht nur noch einen Platz vor den Abstiegsrängen und benötigt dringend Punkte.