Am 8. Spieltag der Landesliga stehen für die beiden Hildesheimer Vertreter unterschiedliche Aufgaben an. Der SV BW Neuhof empfängt am Sonntag die SG v. 1874 Hannover zum Duell der Aufsteiger. Zeitgleich gastiert der SV Bavenstedt beim Tabellenzweiten SSG Halvestorf-Herkendorf.

SV BW Neuhof – SG v. 1874 Hannover

Für die Kirschen geht es am Sonntag um wichtige Punkte im Tabellenkeller. Die Mannschaft von Trainer Thomas Siegel ist weiterhin Vorletzter und wartet noch auf den ersten Saisonsieg. Am vergangenen Wochenende hatte Neuhof spielfrei. Die SG v. 1874 Hannover hat dagegen bereits einen Sieg auf dem Konto, verlor allerdings fünf ihrer bisherigen Spiele und steht damit auf dem drittletzten Tabellenplatz.

Damit treffen zwei Aufsteiger aufeinander, die beide dringend weitere Punkte benötigen. Für Neuhof bietet sich dabei die Gelegenheit, erstmals in dieser Saison dreifach zu punkten. Es ist zugleich das erste Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften.

„Es ist ein Aufsteigerduell. Ich glaube letztendlich, dass die Mannschaften auf Augenhöhe sind. Da wird sicherlich auch ein bisschen die Tagesform entscheiden“, erklärte Siegel. Der Neuhof-Trainer hatte die SG zuletzt genauer unter die Lupe genommen und sieht keinen deutlichen Qualitätsunterschied zwischen den beiden Teams.

Das spielfreie Wochenende nutzte Neuhof unter anderem, um etwas durchzuatmen. „Es war natürlich auch so ein bisschen Wunden lecken. Wir haben jetzt doch schon den einen oder anderen Langzeitausfall zu verkraften“, berichtete Siegel. Gleichzeitig veranstaltete die Mannschaft ein gemeinsames Padel-Turnier und verbrachte anschließend noch Zeit zusammen.

Mit Blick auf das Duell erwartet Siegel eine enge Partie. „Beide Mannschaften brauchen natürlich dringend Punkte, wenn sie in der Liga bleiben wollen“, sagte der Trainer. Dabei wolle man mit Selbstvertrauen, aber auch mit der nötigen Demut auftreten. „Das Ziel ist erstmal, wenn es irgendwie geht, etwas mitzunehmen. Ein Punkt wäre schon etwas, womit ich nicht unzufrieden wäre. Wenn es dann drei werden, wäre es natürlich mega.“

SSG Halvestorf-Herkendorf – SV Bavenstedt

Ein deutliches anderes Kaliber wartet auf den SV Bavenstedt. Die Mannschaft von Michael Jarzombek tritt beim Tabellenzweiten SSG Halvestorf-Herkendorf an. Die Gastgeber haben zuletzt fünf Spiele in Folge gewonnen und befinden sich damit in starker Form. Bavenstedt ist allerdings ebenfalls seit fünf Spielen ungeschlagen und reist entsprechend mit Rückenwind zum Topspiel.

In der vergangenen Saison konnte Bavenstedt beide Duelle gegen Halvestorf-Herkendorf für sich entscheiden. Einfach dürfte die Aufgabe diesmal allerdings nicht werden. „Wir treffen nicht nur im Momentum auf einen Top-Gegner“, erklärte Jarzombek und verwies auf die Verstärkungen der Gastgeber. Bereits vor der Saison habe er Halvestorf als Mannschaft aus dem erweiterten Kreis der oberen Plätze eingeschätzt.

Besonders hob der Bavenstedter Trainer die Offensivspieler Rodi Celik, Robin Tegtmeyer und Alexander Manka hervor, die aus seiner Sicht individuell zur Spitze der Landesliga gehören. Zudem verfüge Halvestorf über einen weiteren erfahrenen Angreifer in Julian Maass sowie eine eingespielte und kompakte Defensive.

Jarzombek kennt den Gegner zudem aus eigener Erfahrung. Nach seiner Zeit beim Verein verbindet ihn weiterhin einiges mit Halvestorf. „Ich treffe da viele Leute an, denen ich jetzt noch wohlgesonnen bin, beiderseitig. Ich werde da immer herzlich empfangen und freue mich auch darauf, die Menschen wiederzusehen“, sagte er.

Sportlich erwartet er jedoch eine anspruchsvolle Aufgabe. Halvestorf könne sowohl aus einem tiefen Block heraus verteidigen als auch früh anlaufen. Bavenstedt müsse deshalb „sehr, sehr stabil gegen den Ball“, gleichzeitig aber auch kreativ und handlungsschnell agieren.

Zusätzlich erschwert wird die Vorbereitung durch mehrere angeschlagene beziehungsweise verletzte Spieler. Nach dem vergangenen Spiel hatten sich laut Jarzombek vier bis fünf Akteure verletzt gemeldet, die zuletzt in guter Form gewesen und teilweise in der Startelf gestanden hatten. Dadurch könnten andere Spieler nun ihre Chance bekommen.

Trotz der schwierigen Voraussetzungen fährt Bavenstedt mit Selbstvertrauen nach Halvestorf. „Wir fahren mit einem guten Gefühl nach Halvestorf, um dort bestmöglich zu punkten“, so Jarzombek. Sein Ziel ist dabei klar: „Bestmöglichst heißt halt auch, drei Punkte mitzunehmen.“