“Ablösewahnsinn” im Raum Hildesheim? Ein Kommentar von Sportnews Hildesheim

Die Vorbereitungen der Fußballmannschaften auf die kommen Saison 2019/20 laufen auf Hochtouren. Viele Vereine und Trainer waren in der Sommerpause damit beschäftigt, einen guten Kader zusammenzustellen. Dementsprechend gab es viele Vereinswechsel im Raum Hildesheim. Doch nun bleibt das Thema der Ablösesummen, damit die Spieler in der kommenden Saison sofort für ihren neuen Verein spielen dürfen. Öffentlich gab es Vereine, die sich über die hohen Ablösesummen beschwert haben. Ein kurzer Kommentar von Sportnews Hildesheim.

Folgendes Szenario (Beispiel!!!):

Spieler X (19 Jahre alt) spielte seine ganze Jugend bei seinem Heimatverein Y. Nach seinem ersten Herrenjahr in der Kreisliga Hildesheim konnte er durch gute Leistungen überzeugen und weckte das Interesse von einem Verein Z in der Landesliga. Er teilt seinem Verein Y mit, dass er in der kommenden Saison für Verein Z spielen wird. Verein Y ermittelt nun mit dem Transferrechner vom NfV die Ablösesumme. Es ist ein Richtwert. Nach den Eingaben (aufnehmende Verein hat eine A-,B- oder C-Junioren- Mannschaft) entsteht eine Ablösesumme von 2.250 Euro. Sollte der aufnehmende Verein keine A-,B- oder C-Junioren Mannschaft besitzen, liegt die Ablösesumme bei 3.000 Euro. Ist die Ablösesumme gerechtfertigt? 

Natürlich ist es für einen Kreisligisten schmerzhaft, wenn ein eigener, ausgebildeter Jugendspieler den Verein nach so vielen Jahren verlässt. Dennoch ist es auch eine Art Wertschätzung, wenn ein Verein, der zwei Liegen höher spielt, an der Tür klopft und Interesse an einem Spieler zeigt. Dass der Verein Y viel Geld und Zeit in die Ausbildung des Spielers X investiert hat, sollte außerdem klar sein! Deswegen hat der Verein Y auch das Recht, für Spieler X Geld zu verlangen. Wir möchten hiermit aber auch nochmal betonen, dass der Transferrechner vom NfV lediglich ein Richtwert ist! 

Von vielen Vereinen kriegen wir mit, dass sich bei einem Transfer die beiden Vereine nicht einigen können. Doch was passiert dann?

Sollten sich zwei Vereine nicht über einen Wechsel einigen können, ist der Spieler der Leidtragende, denn dieser wird für 6 Monate gesperrt. Aus unserer Sicht eine Katastrophe, denn jeder Spieler sollte das Recht haben seinem Hobby nachzugehen und sonntags auf dem Platz zu stehen. 

Unser Appell an die Vereine:

Einigt Euch gefälligst! In den meisten Fällen hat der Spieler bei seinem alten Verein immer 100% gegeben. Solche Spieler sollte der Verein nicht bestrafen. Doch auch der Verein, der einen Spieler haben möchte sollte wertschätzen, dass der andere Verein ein Recht auf eine Geldsumme hat. Also findet einen Kompromiss und erzielt eine Einigung. 

Sportdirektor Gerhard Celnik drohte offiziell, einige Neuzugänge zu Vertragsamateuren zu machen, sollte keine Einigung mit den Vereinen erzielt werden. So würde der Verein keinen Cent bekommen. 

Für uns der falsche Weg!