Können die Börde-Handballer noch das Ruder herumreißen?

Der Stachel saß tief am vergangenen Samstag gegen kurz nach 21 Uhr. Die SG Börde Handball hatte das Relegationsspiel gegen die SG HC Bremen / Hastedt deutlich verloren. Immerhin gab es am Mittwoch eine positive Nachricht für die Zukunft.
Morgen geht es nach Bremen zum Rückspiel, neun Tore müssen die Handballer aus dem Ostkreis aufholen. Es würde einem Wunder gleich kommen.

26:35 lautet das Endergebnis aus dem Hinspiel. Es war auch gleichzeitig das Heimspiel der SG Börde. In Bremen müssen morgen also neun Tore aufgeholt werden. Der Modus ist ähnlich wie im Fußball. Die Börde-Handballer müssen entweder mit zehn Toren Unterschied gewinnen oder bei einem Neun-Tore-Abstand mindestens 36 Tore werfen um dank der mehr erzielten Treffer auswärts weiter zu kommen. Bei 26:35 würde es eine Verlängerung geben. Rechtsaußen Niklas Mosch ist entschlossen und hat noch längst nicht aufgegeben:

Wir haben uns noch nicht abgeschrieben! Und genau mit dieser Einstellung werden wir nach Bremen fahren. Jeder von uns hat sich das Hinspiel vor heimischer Kulisse anders vorgestellt, das ist klar! Klar ist aber auch, dass die Relegation aus zwei Spielen besteht und wir alles daran setzen werden den sichergeglaubten Sieger nochmal ins Wanken zu bringen – Es wird ein ganz anderes Spiel als noch vor einer Woche in Schellerten.

Mosch war erst in der Winterpause aus Himmelsthür zur SG gewechselt. Er verrät was im Kopf vor diesem Spiel vorgeht und wie wichtig er sein wird:

Der Kopf wird im Rückspiel eine große Rolle spielen! Wir müssen es schaffen eine solide Abwehr zu stellen und vorne die Fehlerquote zu minimieren, die war im Hinspiel definitiv zu hoch und hat Bremen zu einfachen Toren verholfen – Da heißt es diesmal einen kühlen Kopf bewahren und lieber den Ball einmal mehr runterzunehmen und den Angriff neu aufzubauen.
Ich denke der Druck liegt bei Bremen – Wir können nur noch gewinnen und der Gegner kann so viel bereits gewonnen geglaubtes verlieren – Genau das macht vielleicht auch die Brisanz des Rückspiels aus!
Sollten wir am kommenden Samstag unser volles Potenzial im Angriff sowie in der Abwehr auf die Platte bekommen, kann sich während des Spielverlaufs die Situation ergeben das plötzlich wieder alles offen ist – dann werden wir da sein!
Diese Chance wollen wir unbedingt erzwingen.

Immerhin gab es unter der Woche eine positive Nachricht zu vermelden. Georgi Nikolov übernimmt zur neuen Saison die Leitung der 1.Herrenmannschaft der SG. Er wird damit Nachfolger des Interims-Trainerteams Jan Kolja Strube, Markus Wächter und Jirka Strube. Die drei hatten vergangenen Woche nach der Trennung von Michael Nechanitzky übernommen.