Borsum und Machtsum holen Big Points, Einum ist endgültig gerettet – Ergebnisse Bezirksliga

Am vergangenen Wochenende stand der 27. Spieltag der Bezirksliga Hannover 4 auf dem Programm. Unter anderem kam es zum absoluten Topspiel der Liga, welches die Meisterschaft endgültig entschieden hat, und zu direkten Duellen im Abstiegskampf.

Bereits am Samstag war der 1. FC Sarstedt zu Gast bei der Reserve des SV Bavenstedt. Beide Teams können in den verbleibenden Spielen keine großen Sprünge mehr in der Tabelle machen. Trotzdem konnte man aufgrund der bisherigen Leistungen der Mannschaften mit einem Spiel auf einem hohen Niveau rechnen.
Bereits nach vier gespielten Minuten brachte Kubilay Arslan die Gäste in Führung und belohnte damit die Dominanz, die Sarstedt durch sicheren Ballbesitzfußball über die ganze Halbzeit hinweg ausstrahlte. Bavenstedt kam in der ersten halben Stunde überhaupt nicht ins Spiel, verteidigte aber immerhin kompakt. Erst eine Viertelstunde vor dem Pausenpfiff zeigten die Spieler von Dirk Kleinherr eine bessere Leistung, ohne sich dabei Chancen zu erspielen. So ging es mit einem 0:1 in die Halbzeit.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts zeigten die Gastgeber dann ein ganz anderes Gesicht. Sie störten Sarstedt früh und aggressiv und provozierten so viele Ballverluste. Klare Torchancen sprangen dabei zwar nicht heraus, aber Bavenstedt war nun klar tonangebend. Und dann passierte es doch: Florian Kreth nutzte die einzige echte Torchance der Hausherren im ganzen Spiel zum 1:1 Ausgleich (64.). Allerdings hielt die Freude nicht lange an, weil Dominik Rössig nur zwei Minuten später zum 2:1 für Sarstedt traf.
Die restliche Spielzeit passierte nicht mehr viel. Beide Teams taten nicht viel für ein gutes Fußballspiel und der Ball befand sich fast ausschließlich zwischen den beiden Strafräumen. Die Gäste kontrollierte das Spiel aber bis zum Ende und können drei Punkte mitnehmen. Bavenstedt bleibt trotz der Niederlage Dritter, Sarstedt belegt weiterhin den sechsten Platz.

Die Meisterschaft war vor dem Spieltag bereits so gut wie sicher vergeben. Nach dem deutlichen 4:0 Erfolgs des FC Eldagsen über den Zweitplatzierten vom SV Newroz Hildesheim ist der Aufstieg für die Hildesheimer fast unmöglich. Die beiden Teams trennen drei Spieltage vor Saisonende nun neun Punkte, allerdings hat Eldagsen das deutlich bessere Torverhältnis, sodass die Chancen des SVN nur noch theoretischer Natur sind.
Newroz ging mit gerade einmal elf Spielern in die Begegnung. Trotzdem waren die Mannen von Trainer Omar Fahmy gut im Spiel und hielten mit den starken Eldagsenern mit. In der 33. Spielminute war es dann der Top-Torschütze der Liga, Lauri Schwitalla, der per Handelfmeter zum 1:0 traf. Der SVN hatte vor dem Pausenpfiff dann noch zwei große Torchancen, die allerdings ungenutzt blieben. So ging es mit einem knappen Ergebnis in die Pause.
Quasi mit Wiederanpfiff war es erneut Schwitalla, der nach einem individuellen Fehler in der Hildesheimer Hintermannschaft zum 2:0 traf (46.). Im direkten Gegenzug ließen die Gäste dann eine Möglichkeit liegen und auch weitere Chancen durch Mahdi Biso und Louis Diedrich blieben ungenutzt. Als Newroz dann etwas aufmachte, um doch noch zum Anschlusstreffer zu kommen, wurde man eiskalt bestraft. Eldagsen konterte zweimal und schraubte das Ergebnis durch Andre Gehrke (79.) und Lucas Brünig (90.)auf 4:0 in die Höhe. Am Ende ein verdienter Sieg für den “So gut wie Meister”, der allerdings ein bis zwei Tore zu hoch ausfiel.

Die TuSpo Schliekum hat im Heimspiel gegen eine der stärksten Mannschaften der Rückrunde, dem SC Harsum, die dritte Niederlage in Folge hinnehmen müssen. In der Anfangsphase neutralisierten sich die Teams weitestgehend und es gab keine größeren Torchancen. Erst nach rund 25 Minuten war es Tim Beuermann, der mit seinem Lattentreffer Leben in das Spiel brachte. Der SCH war danach bis zur Pause überlegen, scheiterte in seinen Angriffen aber immer wieder am letzten Pass.
Nach dem Seitenwechsel machten die Gäste dann mehr Druck und wurden durch einen Distanzschuss von Robin Westphal (50.) belohnt – 0:1. Danach kombinierten sich die Harsumer zu weiteren Treffern. Dreimal war Niklas Schröder (65., 77., 90.) und einmal Tim Beuermann (90.) erfolgreich. Schliekum blieb das ganze Spiel ohne echte Torchance und muss eine 0:5 Niederlage hinnehmen. Zu bedauern ist auf Seiten der Gäste die Verletzung von Keeper Daniel Stolte, der nach einem Zusammenprall mit Ben Nana Wilson mit einem Cut an der Schläfe ins Krankenhaus eingeliefert worden ist.
Schliekum belegt mit 34 Punkten aktuell den elften Tabellenplatz und kann theoretisch noch in den Abstiegskampf verwickelt werden. Der SC Harsum ist dank einem überragenden Jahr 2019 (7 Siege, ein Unentschieden) inzwischen auf Platz 4 vorgerückt.

Im Abstiegskampf tat sich derweil einiges.

Der SV Einum sicherte durch einen 5:0 Kantersieg in Neuhof den Klassenerhalt. In den ersten 20 Minuten des Spiels waren die Gastgeber klar besser und nutzten zwei hundertprozentige Torchancen nicht. So waren es dann die Einumer, die durch Kevin Fricke sehr glücklich in Führung gingen. Danach waren die Gäste auch besser im Spiel, ließen aber vor der Halbzeit noch einige Chancen liegen, sodass es mit einem 0:1 in die Pause ging.
Im zweiten Spielabschnitt schoss der SV Einum dann “Tore in den entscheidenden Momenten”, wie es Trainer Marcel Hartmann ausdrückte. Dabei zeigten seine Spieler eine sehr gute Leistung, sodass der Sieg am Ende verdient, aufgrund der ersten Hälfte aber etwas zu hoch ist. Erfolgreich für Einum waren Lars-Michel Riebesell (50., 70.), Hendrik Eike (63.) und Alexander Pohl (81.), der ausnahmsweise als Feldspieler zum Einsatz kam.

Im direkten Duell um den Abstieg empfing die Spvgg. Hüddessum/Machtsum den FC Stadtoldendorf. Die Machtsumer waren das ganze Spiel über klar überlegen. In der ersten Hälfte spielte man allerdings die Angriffe nicht gut aus und kam so kaum zu Torchancen. Stadtoldendorf zeigte sich sehr ungefährlich, sodass es mit einem 0:0 in die Pause ging.
In der zweiten Halbzeit dasselbe Bild. Machtsum war klar spielbestimmend, aber blieb ohne echte Chance. In der 70. Minute setzte sich dann Sebastian Willke auf der rechten Seite durch und zog mit viel Tempo in den Strafraum, wo er von einem gegnerischen Verteidiger deutlich gefoult wurde. Den fälligen Strafstoß konnte Leon Owo mit etwas Glück im Tor unterbringen. Nur fünf Minuten später wurde Owo im Strafraum von seinem Gegenspieler umgerissen und es gab erneut Strafstoß. Dieses Mal trat Jan-Hendrik Vohland an, welcher sicher zum 2:0 verwandelte. Mit dem schönsten Spielzug der Begegnung erhöhten die Machtsumer auf 3:0. Nach einem schönen Pass in die Tiefe legte Felix Vollmer den Ball zurück auf Patrick Wedekind, der gekonnt einschob.
Am Ende ein hoch verdienter Sieg für Machtsum, das erst beim Stand von 3:0 eine echte Torchance für die Gäste zuließ. Mit 29 Punkten steht man aktuell auf einem Nichtabstiegsplatz, der nächste Woche in Ambergau gefestigt werden soll. Stadtoldendorf hingegen ist wieder auf einen direkten Abstiegsplatz abgerutscht und hat mit Hämelerwald, Neuhof und Bavenstedt ein schweres Restprogramm.

Ein weiteres direktes Abstiegsduell fand im Borsumer Wald statt, wo der VfL auf den FC Ambergau/Volkersheim traf. Die Teams gingen jeweils ohne ihre besten Torjäger ins Spiel. Maxi Wolfinger nahm zunächst auf der Bank platz, Kevin Köhler war bereits vor dem Spiel fraglich und merkte während des Aufwärmens, dass er keinesfalls zum Einsatz kommen kann.
Die erste Halbzeit plätscherte so vor sich hin. Beiden Teams fehlte der echte Zug zum Tor. Ambergau konnte dabei trotzdem immer wieder bessere Nadelstiche nach Vorne setzen. Vor allem die langen Bälle auf die Außenpositionen und die Standards sorgten regelmäßig für etwas Torgefahr. Der VfL setzte währenddessen auf Konter, die aber allesamt ungefährlich blieben. So ging es mit einem 0:0 und leichten Vorteilen für die Gäste in die Pause.
Der zweite Spielabschnitt war von vielen Fouls im Mittelfeld geprägt. Ambergau kam nun besser ins Spiel und erarbeitete sich einige sehr gute Chancen. Allerdings scheiterten die Spieler von Jens Schmücking ein ums andere Mal am eigenen Unvermögen oder an Borsums Torwart Jannik Vogel. Weiterhin blieben vor allem die Freistöße aus dem Halbfeld und die Ecken enorm gefährlich. Borsum versuchte derweil, über den Kampf in das Spiel zu finden und setzte vereinzelt gute Akzente im Spiel. Der bereits in der ersten Hälfte für den verletzten Lukas Ache eingewechselte Maxi Wolfinger ging mehrfach ins Eins-gegen-Eins mit seinem Gegenspieler, scheiterte aber spätestens am gut aufgelegten Julian Grube. Es ging nun hin und her, man merkte beiden Teams die Verunsicherung der letzten Spiele an.
Die Borsumer hatten dann in der 73. Minute das Glück, welches die letzten Wochen fehlte: Erneut war es Wolfinger, der sich gegen einen Gegenspieler durchsetzte und Grube anschoss. Von diesem aus sprang der Ball ans Bein von Christian Harms und von ihm aus ins Tor. Nach diesem Flipper-Tor war die Freude groß. Der VfL verteidigte die Führung danach sehr gut und konnte durch Konter für Entlastung sorgen. Kurz vor Schluss hätte Ambergau nach einem Zweikampf im Strafraum noch einen Elfmeter bekommen können oder sogar müssen, doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm. Im Gegenzug konterte Borsum dann noch einmal und am Ende traf Wolfinger nach Zuspiel von Alexander Karthaus zum umjubelten 2:0. Nach dem Spiel sah Philipp Scholz, der Kapitän der Gäste, noch die gelb-rote Karte, weil er sich beim Schiedsrichter über dessen Leistung beschwerte.
Schlussendlich ein etwas schmeichelhafter Sieg für die Borsumer, die nun punktgleich mit Ambergau auf dem Relegationsplatz stehen. In der nächsten Woche ist dann der FC Eldagsen zu Gast im Wald und Ambergau trifft zu Hause auf die Spvgg. Hüddessum/Machtsum.

Die nächste Niederlage musste der TSV Lenne im Heimspiel gegen den SV Alfeld hinnehmen. Die Lenner Spieler machten zu keinem Zeitpunkt des Spiels den Eindruck, dass man unbedingt drei Punkte holen muss, um im dem sicheren Ufer wieder etwas näher zu kommen. Alfeld wartete erst einmal ab, wie der Gegner ins Spiel kommen würde und entwickelte nach und nach mehr Druck. Bis zur Halbzeit kam es auf beiden Seiten aber zu keinen Torchancen mehr.
Fünf Minuten nach Beginn der zweiten Halbzeit hatte Markus Funke dann die erste richtig gute Chance der Partie. Sein Lupfer ging an die Latte, doch Fabian Carduck stand da, wo ein Torjäger zu stehen hat und staubte zum 0:1 ab. Wiederum fünf Minuten später kam der Ball nach einem Einwurf zu Lukas Petrasch, dessen Flanke Jonas Schmedt fand, welche per Kopf auf 0:2 erhöhte. Wie aus dem Nichts konnte Lenne dann doch noch verkürzen. Nach einer Ecke war die Alfelder Abwehr im Tiefschlaf und Florian Beineke konnte das 1:2 erzielen (70.). Danach hatten die Gäste noch zahlreiche gute Chancen, um das Ergebnis deutlicher zu gestalten, trafen aber das Tor nicht mehr. Die einzige Lenner Torchance konnte Maximilian Titz glänzend parieren, sodass der SVA drei Punkte mit nach Hause nahm.
Lenne steckt mit 25 Punkten nun ganz unten drin und hat mit Einum, Sarstedt und Salzhemmendorf ein schwieriges Programm vor sich. Alfeld ist durch den Sieg mit 38 Punkten jetzt auch offiziell raus aus dem Abstiegskampf und belegt zur Zeit den siebten Platz.