Eintracht-Team beschenkt Gerald Oberbeck mit einem Heimsieg

Es sollte keinen großen Abschied geben, der Fokus sollte voll auf dem Heimspiel gegen die Füchse Berlin II liegen, weil das Eintracht-Team bei einem Rostocker Ausrutscher noch alle Chancen auf den Titel wahren will. Rostock hatte am Vortag knapp gegen Braunschweig gewonnen, die Hildesheimer mussten also unbedingt nachziehen. Und auch wenn sich die Mannschaft schwer tat, Eintracht gewann am Ende 30:29 gegen den Berliner Nachwuchs und so wurde am Ende spontan noch derjenige gefeiert, der Eintracht Hildesheim in den letzten 40 Jahren geprägt hat: Gerald Oberbeck. Der Hildesheimer Coach saß das letzte Mal als Cheftrainer bei einem Heimspiel auf der Bank. Die Fans in der Volksbank-Arena feierten ihren Coach noch eine Weile. Auch die Hoffnung auf ein weiteres Heimspiel in der Relegation ist weiterhin da.

Jeder wusste um die Besonderheit des Spiels, aber eben auch um die Chancen und die damit verbundene Wichtigkeit der Partie. Also sollte alles laufen wie immer. Doch die starke Berliner Mannschaft war ein starker Gegner an diesem Abend in der Arena und ließ sich auch bei einer Drei-Tore-Führung der Hildesheimer nie abschütteln. Das Eintracht-Team präsentierte sich dabei auch nicht immer konsequent genug und machte Fehler. So gingen beide Teams mit einem 14:14-Unentschieden in die Pause.

Das Bild änderte sich dann auch nach dem Wechsel nicht. Allerdings gab es jetzt in einzelnen Bereichen eine klare Leistungssteigerung. Wichtig waren die verwandelten Strafwürfe von Lothar von Hermanni, der seine vier Versuche sicher verwandeln konnte. Aber auch die Moral stimmte: Nach zwei Treffern in Folge führte Berlin auf einmal mit 25:26, sechs Minuten waren noch zu spielen. Doch Eintracht glich aus und Jakub Lefan hielt einen Siebenmeter. Nachdem er ein weiteres Mal gegen einen freistehenden Berliner parierte, markierten Lukas Schieb und Lothar von Hermanni die Führung zum 29:27. In der letzten Spielminute machte Matteo Ehlers dann mit einem sehenswerten Heber zum 30:28 alles klar.