Wichtiger Sieg für Eintracht

1547 Zuschauer sahen in der Hildesheimer Volksbank-Arena einen ganz wichtigen 27:25 Sieg der Eintracht Handballer gegen den TSV Altenholz. An den Sieg im Hinspiel und dem Sieg letzte Woche gegen Rostock konnten die Kieler dabei nicht anknüpfen. Gerade in den ersten Minuten verloren sie dank eines überragenden Jakub Lefans an Land und kamen trotz Aufholjagd nicht mehr an die Eintracht heran.

Über 4 Minuten mussten die Zuschauer auf das erste Tor des Spiels warten. Aus Hildesheimer Sicht lohnte sich das Warten allerdings durchaus. Denn auf das 1:0 durch Lukas Schieb aufbauend zogen die Hildesheimer Tor um Tor weg. Der Grund dafür stand im Hildesheimer Tor: Jakub Lefan hielt jeden Ball, der auf sein Tor kam. Die von Beginn an aggressive Abwehr der Kieler bekam den Rückraum der Eintracht noch nicht ganz in den Griff während hinten weiterhin Abwehr und Torwart aus den Fehlern vom letzten Spiel gelernt haben und atemberaubend verteidigten. Doch dann machten die Hildesheimer einen kleinen entscheidenden Fehler. Julius Heil nahm auf der Bank Platz und Eintrachts Angriff wirkte direkt ungefährlicher als zuvor. Es wirkte fast so als wolle man nach 15 Minuten schon die Zeit herunterspielen. Dies wurde dann direkt mit dem ersten Feldtor des TSV Altenholz durch einen Gegenstoß zum 7:2 bestraft. Bis dahin hielt Jakub Lefan jeden Ball bis auf einen 7-Meter, der auf sein Tor kam und selbst bei den zwei Toren war er dran. Nach der folgenden Auszeit kam Julius Heil wieder in’s Spiel, was die Offensive wieder deutlich belebte. Die Kieler hatten bei den Distanzwürfen immer wieder Probleme mit der Kommunikation zwischen Torwart und Abwehr. Doch während die Abwehr des TSV immer stabiler wurde und sich auf die Shooter einstellte, riss die Eintracht-Abwehr immer weiter Lücken. Gerade über den Kreis wurde sie immer anfälliger. In der 29. Minute wurde die aggressive Abwehr der Altenholzer dann mit einer roten Karte nach einem Foul gegen Radek Dolozel, der schon für den gefoulten Maurice Lungela im Spiel war, bestraft. Etwas überraschend, aber durchaus verdient ging es dank der starken Anfangsphase mit 12:7 in die Halbzeitpause.

In der zweiten Hälfte musste dann um Lukas Schieb, der schon zwei 2-Minuten-Strafen erhalten hatte zu schützen und nicht zwei Mal wechseln zu müssen, Niko Tzoufras auch in der Abwehr ran. Das Spiel wurde immer offener, der Abstand betrug durchgehend zwischen drei und fünf Toren Vorsprung für die Eintracht. Für Verwirrung sorgten aber immer öfter die Schiedsrichter, die zwar ihrer kleinlichen Linie treu blieben, dennoch Foulspiele sehr unterschiedlich auslegten. So war es für Spieler und Zuschauer nach jedem Gegenrkontakt egal auf welcher Seite spannend, ob dies für ein Foulspiel reichte oder der angreifende Spieler wegen zu vielen Schritten den Ball verlor. Wichtig in dieser Phase des Spiels waren auch immer wieder die perfekt verwandelten 7-Meter von Rene Gruszka, der mit 9 Toren (davon sieben 7-Meter) bester Eintracht-Schütze wurde, um den Vorsprung zu halten. Nach Toren kamen die Hildesheimer allerdings wieder einmal oft zu spät, sodass die Kieler immer wieder mit Tempo und schnellen Mitten zum sofortigen Gegentor kamen. So blieb das Spiel trotz der nahezu perfekten Anfangsphase noch lange offen. Als in der 57. Minute Rene Gruszka zum 26:21 traf, war das Spiel erst entschieden und selbst danach wurde es fast noch einmal eng, da die Eintracht mit der aufkommenden Manndeckung des TSV kaum zurecht kam und sich sehr verunsichern ließ. Am Ende hieß es dennoch 27:25 für die Hildesheimer.

Der Sieg war für das Aufstiegsrennen ganz wichtig und schickt ein deutliches Ausrufezeichen nach Rostock. Gerade die ersten Minuten zeigten wie stark die Hildesheimer aufspielen können. Bei aller Euphorie warten auf die Eintracht in den nächsten Wochen allerdings noch ein paar harte Brocken bei denen die Mannschaft zeigen muss, ob sie konstant genug für die Tabellenführung ist.