Gegen Northeim muss ein Ruck durch die Mannschaft gehen

Am kommenden Sonntag wird mit FC Eintracht Northeim der Spitzenreiter der Oberliga Niedersachsen im Friedrich-Ebert-Stadion gastieren. Nach der schwachen Vorstellung des VfV Borussia 06 Hildesheim vom letzten Wochenende (0:2 gegen Bersenbrück) ist Wiedergutmachung angesagt – nur wie soll diese aussehen?

Die doch etwas durchwachsenen Vorbereitungsphase hatte nicht vermuten lassen, dass die Domstaftelf mit einem Feuerwerk aus der Winterpause startet. Mit einer derart ideenlosen Leistung gegen den TuS Bersebrück hatte man aber auch nicht rechnen können. In der Offensive fehlte es an Durchschlagskraft – nur in den aller seltensten Fällen wurde es vor dem gegnerischen Strafraum mal gefährlich. Zudem sah man wieder haarsträubende Fehler im Defensivverhalten, die zu den Gegentreffern führten. Jedoch sollte man sich auf den ersten Punkt, die Vorwärtsbewegung, konzentrieren. Mit 24 Gegentreffern weist der VfV06 neben mit Spitzenreiter aus Northeim nämlich die bisher wenigsten Gegentreffer der Liga auf – die teils schwachen Auftritte können also keines Wegs rein auf Unsicherheiten in der Abwehr geschoben werden. Viel mehr fehlt es an der Erarbeitung von Torchancen und wie sollte es anders sein, an selber geschossenen Toren. Nur 22 erzielte Tore sind nämlich der zweitschlechteste Wert, lediglich die auf einem Abstiegsplatz liegenden Wunstorfer haben mit 18 Toren weniger Erfolgserlebnisse zu verbuchen.

Man kann gespannt darauf sein, mit welcher Taktik Trainer Thomas Siegel versuchen wird, die Gastmannschaft aus dem Konzept zu bringen. Sich einzumauern und bloß kein Tor zu kassieren wäre wohl der falsche Ansatz, impliziert doch “Wiedergutmachung”, dass man Tore schießt und attraktiven Fußball zeigt. Außer Yannick Schulze und Metin Erbek werden alle Akteure zur Verfügung stehen. Anpfiff am Sonntag ist um 15:00 Uhr im F-E-S.