Söhrer fahren mit Rumpfkader zum Final-Four nach Bremen

Die Sportfreunde Söhre könnten am Samstag Geschichte schreiben. Sie kämpfen um den Gewinn des HVN-Pokals 2018, doch die Hälfte der Mannschaft kann nicht mitwirken.
Am Samstag (22.12) findet ab 15.00 Uhr in der Hinni-Schwenker-Halle in Bremen Habenhausen das Final-Four um den HVN-Pokal statt, mit dabei die Sportfreunde Söhre. Um 15 Uhr treffen im ersten Halbfinale die HF Helmstedt-Büddenstedt auf den ATSV Habenhausen. Anschließend spielen die Söhrer um 16.30 Uhr gegen den OHV Aurich. Die beiden Sieger ermitteln um 18.30 Uhr im Finale den Pokalsieger.

Weil die Söhrer aber anscheinend nicht damit rechneten, dass sie im Pokal soweit kommen, hatten einige Spieler für das kommende Wochenende einen Trip nach London zur Darts-WM und zum Premier-League-Fußball gebucht. Darunter Kapitän Maximilian Kolditz, die beiden Shooter Niklas und Yannik Ihmann oder Torwart Eric Prützel. Insgesamt fehlen Trainer Sven Lakenmacher sieben Spieler aufgrnd der bereits genannten Reise, zur ohnehin schon angespannten Personaldecke. Lediglich neun Feldspieler und zwei Torhüter stehen dem Coach zur Verfügung. Darunter Spieler wie Daniel Hoppe und Florian Breitmeyer die reaktiviert wurden. Womöglich wird der Coach selbs sogar zum Einsatz kommen.
So sieht Lakenmachers Einschätzung zum Wochenende aus:

Die Jungs haben die Reise frühzeitig gebucht, dass wir im Pokal soweit kommen und das Final-Four nun an diesem Wochenende ist, dass hat da keiner auf dem Schirm gehabt.
Wir haben uns dahin gekämpft, dass können wir nicht einfach absagen.

Schade ist es allemal, denn mit einem Sieg würde man in der kommenden Saison an de Erstrundenturnieren im DHB-Pokal teilnehmen. Die Aufgabe wäre schon mit voller Kapelle wahrscheinlich schwer genug geworden, ist der OHV Aurich doch aktueller Tabellenführer der Oberliga Nordsee. In 13 Partien ist die Mannschaft noch ungeschlagen und hat bereits Erfahrung in der zweiten oder dritten Liga gesammelt. Dennoch will sich der Söhrer Coach ordentlich präsentieren:

Natürlich wird es schwer. Diese Truppe ist sehr stark, die trainieren fast unter Profibedingungen. Aber man weiß ja nie, vielleicht wachsen unsere Jungs über sich hinaus.
Letztlich wollen wir uns ordentlich verkaufen, 100% geben und dann können wir egal wie das Spiel ausgeht erhobenen Hauptes nach Hause kommen.
Es ist schade, denn ich hätte gerne mein Team im Vergleich zu einer solchen Top-Mannschaft gesehen.