GRIZZLYS verlieren erneut – zu viele Fehler prägen das Giesener Spiel

Am Samstag stand für die Helios GRIZZLYS Giesen das nächste Heimspiel der Saison an. Nachdem man sich gegen die Spitzenteams der Liga gut verkaufen und sogar einen Punkt holen konnte, kam nun mit den Netzhoppers SolWo Königspark KW ein Gegner in die Volksbank-Arena, welcher auf Augenhöhe mit den Grizzlys spielt. Deshalb hatte man sich in den Giesener Kreisen auch Hoffnungen gemacht, die nächsten Punkte zu sammeln.

Auch Mittelblocker Magloire Mayaula und Außenangreifer Jerome Clere, die vor der Begegenung wegen Blessuren fraglich waren, konnten eingesetzt werden, sodass die GRIZZLYS mit einem starken Kader ins Spiel gehen konnten.
Dieser wurde überraschend durch einen Last – Minute – Transfer der Giesener kompletiert: Mit dem Finnen Antti Poikela konnte man einen erfahrenen Spieler für die Annahme und die Angriffe über außen gewinnen. Der Neuzugang fügte sich sofort sehr gut ein und kam am Ende auf beachtliche sieben Punkterfolge.

Im ersten Satz startete das Team von Trainer Itamar Stein sehr unkonstant. Zu viele einfache Fehler, wie zahlreiche Fehlaufschläge und neun missglückte Annahmen (Netzhoppers nur vier), führten dazu, dass die Gäste konstant mit drei bis vier Punkten in Führung lagen. Doch die GRIZZLYS zeigten Kampfgeist und konnten auf 21:22 verkürzen. Doch genau im entscheidenden Moment passierten erneut die angesprochenen einfachen Fehler, sodass die Netzhoppers sich mit 21:25 durchsetzen konnten.
Der zweite Satz war eine Kopie des ersten. Wieder machte das Team um die Achse Clere – Krisko zu viele Fehler. Als es dann erneut 21:22 stand, landete Cleres Aufschlag im aus und die Gäste machten den Sack zu. Am Ende hieß es 23:25.
Über 1.000 Zuschauer erlebten daraufhin einen guten dritten Satz der GRIZZLYS. Vor allem die besagte Achse funktonierte nun. Giesen konnte sich schnell absetzen und sich mit einem recht deutlichen 25:20 durchsetzen, wodurch die Zuschauer und alle Verantwortlichen der GRIZZLYS neuen Mut sammelten.
Leider gelang es den Giesenern nicht, dieses positive Gefühl mit in den vierten Satz zu nehmen. Beide Mannschaften machten in diesem Satz enorm viele Fehler, aber die GRIZZLYS immer noch einen mehr als die Netzhoppers. Beim Stand von 9:14 glaubte wohl niemand in der Halle mehr an den ersten Sieg der Saison. Doch nur wenige Minuten später stand auf einmal ein 16:15 auf der Anzeigetafel. Durch eine großartige Moral kämpften sich die Spieler von Itamar Stein zurück ins Spiel. Dann gab es einige merkwürdige Entscheidungen der Schiedsrichter – die Volksbank-Arena tobte. Die GRIZZLYS konnten die tolle Unterstützung allerdings nicht in gut Aktionen auf dem Feld ummünzen. Dementsprechend verlor man den Satz mit 21:25 und das Spiel mit 1:3.

Danach sah man allen Beteiligten die große Enttäuschung an. Itamar Stein wurde aber sehr deutlich und sprach von der „schlechtesten Saisonleistung“. Im fehlte die „Aggressivität im Aufschlag“ und die Konstanz in der Annahme. Jerome Clere durfte sich wieder einmal MVP nennen, was aber ein schwacher Trost war. Gästertrainer Mirco Culic fand aber trotz der schwachen Giesener Leistung lobende Worte für die GRIZZLYS. Er sei überzeugt davon, dass diese in der weiteren Saison mit solch guten Leistungen und der Kulisse noch viele Punkte holen würden. Er zeigte sich erleichtert, dass sein Team um MVP Luke Herr die Punkte aus Hildesheim mitnehmen konnte und sprach von einer starken kämpferischen Leistung von beiden Teams.
Die GRIZZLYS müssen allerdings anfangen zu Punkten. Am 15.12 geht es zur SVG aus Lüneburg, eine Woche später kommt der TV Rottenburg in die Volksbank-Arena. Mit einem Punkt liegt das Team weiter auf dem letzten Platz der Tabelle.