Heimsieg trotz mäßiger Leistung gegen Magdeburg

Auch nach dem siebten Heimspiel bleibt Eintracht Hildesheim in der Volksbank-Arena ohne Punktverlust. Gegen die zweite Mannschaft des SC Magdeburg gelang gestern Nachmittag ein 33:32 Erfolg. Vor 1.189 Zuschauern hatten die Gastgeber zur Halbzeit mit 17:16 vorne gelegen. Insgesamt war es ein etwas glücklicher Sieg nach einer nur mäßigen Vorstellung der Eintracht, die sich damit im Kampf um die Tabellenspitze der Nordstaffel auch weiterhin ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem HC Empor Rostock liefert.

Der Blick auf die Mannschaftsaufstellung machte deutlich, dass es im Vergleich zum Auswärtsspiel letzte Woche in Oranienburg nur eine Veränderung gegeben hatte. Linksaußen Bela Pieles war wieder mit dabei.
Die Hildesheimer mussten bis zur 23. Minute einem Rückstand nachlaufen. In der Abwehr fehlte die Abstimmung, als Magdeburger Angreifer die Deckung immer wieder hinterlaufen konnten, im Angriff fehlte die Genauigkeit im Passspiel und in den Schlussminuten der ersten Hälfte auch die Treffsicherheit. Erst beim 14:13 gelang Eintracht in der 23. Minute die erste Führung. Zwei Würfe über das gesamte Feld hatten zu Toren geführt, als Magdeburg in Unterzahl den Torwart aus dem Tor genommen hatte.  Die Begegnung verlief weiter recht ausgeglichen mit vielen Fehlern auf beiden Seiten. Nach einer mäßigen Leistung ging es mit einer knappen 17:16 Führung unserer Mannschaft in die Kabine.

Auch im zweiten Abschnitt erwischte Magdeburg den besseren Start. Schnell wurde der Halbzeitrückstand in eine eigene 17:18 Führung umgemünzt. In der 34. Minute sah Gästekeeper Phil Döhler die rote Karte, nachdem er Kreisläufer Nikolaos Tzoufras bei einer Abwehraktion mit dem Fuß ins Gesicht getroffen hatte. Tzoufras hatte da den Anschluss zum 19:20 erzielt. Hildesheim tat sich weiter schwer, das sonst so erfolgreiche Umschaltspiel kam kaum zur Entfaltung. Weil auch die Gäste wenig Tempo spielten, sahen die Zuschauer eine zähe Begegnung. Lothar von Hermanni sorgte für den Ausgleich zum 22:22 und für neue Hoffnung auf den Rängen. Bis zur 42. Minute dauerte es, ehe die Mannen von Coach Gerald Oberbeck die Führung wieder an sich zogen.  Kapitän Lothar von Hermanni traf zum 24:23. Als es dann in die Schlussviertelstunde ging, führte Eintracht 26:23. Das Niveau des Spieles insgesamt blieb eher schwach, beide Mannschaften leisteten sich eine Vielzahl von Fehlern. Den Magdeburger Anschlusstreffer verhinderte in der 51. Minute noch die Torlatte, eine Minute später aber hieß es nur noch 27:26. Rene Gruszka sorgte mit seinen Toren in den Schlussminuten dafür, dass die Führung knapp über die Zeit gebracht werden konnte.

Trainer Gerald Oberbeck war denn zwar mit den zwei Punkten, nicht aber mit der Leistung zufrieden:

Wir haben heute das Glück, das man hat, wenn man oben mitspielt, und die Unterstützung der Zuschauer gebraucht. Wir müssen aus diesem Spiel viel, sehr viel lernen.