Schreckmoment kurz vor Schluss trübt die Niederlage umso mehr!

Endstation Viertelfinale im DVV-Pokal für die Helios GRIZZLYS Giesen. Beinahe rückte das Ergebnis aber völlig in den Hintergrund, denn beim Stand von 18:24 im vierten Satz verletzte sich Giesens Mittelblocker Mayaula nach einem Block ohne Fremdeinwirkung am Fuß. Sofort eilten Physiotherapeutin Katharina Schmidt, sowie die Sanitäter und die medizinische Abteilung der Gäste zu ihm und versorgten ihn. Allerdings gab es kurz nach Ende des Spiels leichte Entwarnung. Nach dem der Spieler zunächst auf einer Trage in die Kabine gebracht wurde, konnte er wenig später schon wieder mit dick bandagiertem Fuß laufen.

Im Duell mit den SWD Powervolley Düren zogen die GRIZZLYS vor 837 Zuschauern mit 1:3 den Kürzeren. Erneut war es ein umkämpftes Spiel, was die Gastgeber hätten nicht verlieren müssen. Den Beginn verschliefen die Mannen von Trainer Itamar Stein allerdings total, schnell stand es 0:3. Beim Stand von 1:5 nahm Stein die erste Auszeit. Besserung war keine in Sicht, über 1:7 ging es mit 2:8 in die erste technische Auszeit. Diese zeigte Wirkung, denn nach einer Aufschlagserie von Michal Krisko kämpften sich die GRIZZLYS zurück. Über 5:9 und 9:12 schrumpfte der Rückstand. Doch Düren, um den ehemaligen Giesener Michael Andrei, schaffte es zumindest einen 11:16 Vorsprung in die zweite technische Auszeit mitzunehmen. Über 14:16, 15:19 blieb der Satz hart umkämpft. Beim Stand von 23:23 gelang Jerome Clére der Ausgleich. Die Giesener erspielten sich einen ersten Satzball, den die Gäste noch abwehren konnte, der zweite saß. 26:24 endete Durchgang eins für die Hausherren.

Der zweite Satz begann umkämpft, kein Team konnte sich zunächst absetzen. Erst nach der ersten technischen Asuzeit setzten sich die GRIZZLYS mit drei Punkten (9:6) ab. Erneut war es eine harte Aufschlagsserie von Krisko, die den Giesenern Vorteile schaffte. Über 10:6 und 14:10 ging es bei 16:12 in die nächste technische Auszeit. Dann folgte ein kleiner Bruch, Düren konnte bei 18:18 ausgleichen und lag kurz darauf mit 18:21 in Front. Die Powervolleys hatten mal eben eine kleine Serie hingelegt und den Satz gedreht. Am Ende machten sie aus einem vier Punkte Rückstand fünf Punkte Vorsprung. 20:25 hieß es für Düren. Für Trainer Itamar Stein war das ein kleiner Knackpunkt:

Ich bin ein bisschen enttäuscht, weil wir hätten den zweiten Satz eigentlich gewinnen können. Wir dominieren ihn über lange Zeit, aber ein guter Lauf der Dürener hat uns das ein bisschen kaputt gemacht. Statt mit 2:0 in die Pause zu gehen steht es 1:1. Am Ende ist es die gleiche Geschichte wie in den Wochen zuvor, so ist das Leben.

Unverändertes Bild im dritten Durchgang. Beim 2:1 gelang dem erneut starken Jerome Clére ein ganzer starker Einzelblock. Doch Düren nutzte die individuellen Fehler der Giesener konsequent aus. Über 6:8 zur technischen Auszeit bauten sie den Vorsprung auf 6:10 aus. 12:16 stand es bei der zweiten technischen Auszeit. Beim Stand von 16:21 durfte Kapitän Hauke Wagner erstmals das Feld betreten. Er kommt aktuell nicht wirklich an Michal Krisko vorbei. Denn sein Auftritt war nur kurz. Der Satz ging 19:25 an Düren und im vierten Satz spielte wieder Krisko.

Woran es den GRIZZLYS aktuell fehlt, sah man im vierten Durchgang deutlich. Beim 7:8 stand Milan Hrinak bereits im Aus, sah das selbst offenbar aber nicht und nahm den Ball trotzdem noch an. Statt Punkt für Giesen, rutschte ihm der Ball über die Hand und Düren lag in Front. Die eigene Fehlerquote ist zu hoch, Gegner wie Düren, Haching oder Friedrichshafen bestrafen das dann eiskalt. Sicherlich ist eine Mannschaft wie die Powervolleys, die zu den etablierten der Bundesliga gehört keine Laufkundschaft, aber hier war mehr drin.
Beim Stand von 18:24 ereignete sich die oben beschrieben Verletzung von Mayaula. Am Ende siegten die Dürener auch in diesem Satz (19:25) und brachten den 1:3 Auswärtssieg unter Dach und Fach.
Der ehemalige Giesener Michael Andrei zeigte sich froh und erfreut über den Sieg:

Immer schön hier zu gewinnen. Ich finde gut, dass hier etwas gutes passiert und man sieht, Giesen wird sich in der Bundesliga etablieren, umso glücklicher sind wir über den Einzug ins Pokal-Halbfinale.

GRIZZLY-Manager Sascha Kucera war betrübt über die Niederlage und die Verletzung, gab aber bereits leichte Entwarnung:

Insgesamt ist es bitter, einmal Mayaula verloren und dann auch noch das Spiel. Ich glaube zwar, es ist nichts schweres, es ist nicht angeschwollen.
Wir geben den zweiten Satz dumm ab, da war eindeutig mehr drin. Wir haben uns heute mal wieder nicht belohnt, wie schon in den ersten vier fünf Spielen.