15 Minuten ohne Gegentor bringen die Vorentscheidung – 24:18 Auswärtssieg für Eintracht

Eintracht Hildesheim hat am Donnerstagabend den dritten Auswärtssieg der Saison eingefahren. Bei der HSG Ostsee Neustadt/Grömitz gelang ein sicherer 24:18 Erfolg. Den Grundstein für den Erfolg in der Neustädter Grogenkrog-Halle legte die Mannschaft in der Viertelstunde vor der Pause, als ein 6:7 Rückstand in eine 13:7 Halbzeitführung umgemünzt wurde. Damit bleibt Eintracht die Mannschaft mit den wenigsten Minuspunkten in der Tabelle und hat nach Pluspunkten bis auf einen Zähler zu Spitzenreiter Rostock aufgeschlossen.

Die Hildesheimer traten die Reise an die Ostsee mit zehn Feldspielern an, Fynn Wiebe war nach seiner Fingerverletzung in die Mannschaft zurückgekehrt. Dafür war Maurice Herbold wegen eines Bänderrisses nicht dabei. Zunächst verlief das Spiel ausgeglichen, die Führung wechselte immer wieder von der einen auf die andere Seite. Zu Beginn der zweiten Viertelstunde führte die HSG mit 7:6, nachdem sich einige Fehler in die Angriffsaktionen der Eintracht geschlichen hatten. Beide Teams spielten bis zu diesem Zeitpunkt auf Augenhöhe. Dann aber kam die Wende. Die Defensive hatte sich jetzt bestens auf die Angriffe der Gastgeber eingestellt, nach vorne wurde jetzt Dampf gemacht. Jakub Lefan lieferte eine starke Leistung ab, parierte unter anderem zwei Siebenmeter. Lukas Schieb, der erneut ein starkes Spiel lieferte, traf mit zwei Treffern zum 11:7. Die Mannen von Gerald Oberbeck hatten sich jetzt ein spielerisches Übergewicht erkämpft und präsentierten jetzt Tempohandball in der Konsequenz starker Defensivarbeit. Als es beim 7:13 in die Kabine ging, war der  HSG war bis zur Halbzeitsirene genau 13 Minuten und 20 Sekunden kein Tor gelungen.

Die Torflaute der HSG endete erst in der 33. Minute, als Ben Jarik zum 8:15 verkürzte. Eintracht hatte die Vorentscheidung zu diesem Zeitpunkt geschafft, auch wenn die Gastgeber jetzt zu einigen Treffern kamen. Als die Schlussviertelstunde begann, lagen die Gäste sicher mit 12:19 vorne. Die HSG versuchte in einer Auszeit, den neu aufkommenden Schwung des Gegners einzubremsen. Danach wurde es zwischenzeitlich etwas übersichtlicher auf dem Spielfeld, als Julius Heil und danach in schneller Reihenfolge zwei HSG-Spieler Zeitstrafen absitzen mussten. Als auch Lukas Schieb auf die Strafbank musste, verkürzte die HSG zum 15:20. Grund genug für  Trainer Oberbeck, mit einer Auszeit wieder etwas Ruhe in die Aktionen des Teams zu bringen. Fynn Wiebe beseitigte danach mit dem 15:21 letzte Zweifel am Erfolg. Am Ende stand ein klarer 18:24 Erfolg zu Buche. Trainer Gerald Oberbeck war zwar mit dem Sieg, nicht aber mit dem Spiel der Mannschaft wirklich zufrieden:

Ja klar war das ein sicherer Sieg, aber wir haben noch zu viele Fehler gemacht. Wir müssen weiter viel arbeiten, um Fehler zukünftig möglichst weitgehend zu vermeiden.