Feiertag in der Volksbank-Arena – GRIZZLYS sichern sich Punkt und schaffen fast die Sensation

Was für ein Feiertag in der Volksbank-Arena – 2.113 Zuschauer, dazu sichern sich die Helios GRIZZLYS Giesen den ersten Punkt der Volleyball-Bundesliga-Saison und schaffen fast die Sensation den deutschen Rekordmeister VfB Friedrichshafen zu besiegen.

Der frisch gebackene Supercup-Sieger ist ganz knapp einer Blamage entgangen. Wobei man sagen muss, es wäre keine Blamage bei diesen GRIZZLYS zu verlieren oder einen Punkt zu lassen. Von Beginn zeigten die Mannen von Trainer Itamar Stein absolut Willen, ganz viel Leidenschaft und Kampfgeist und boten dem dem Team vom Bodensee ganz lange Paroli.
Satz eins begann wie gemalt für die Gastgeber. Die Giesener starteten mit einer 3:0 und 4:1 Führung. Doch die “Häfler” ließen sich nicht abschütteln, kämpften sich auf 7:7 wieder heran. Es blieb spannend und umkämpft, doch die GRIZZLYS hatten immer wieder leichte Vorteile. Beim Stand von 24:21 wehrte Friedrichshafen noch einen Satzball ab, aber der nächste saß. Kapitän Hauke Wagner verwandelte zur 1:0 Satzführung.

Dann folgten zwei Sätze, in denen die Gäste jeweils das bessere Ende für sich hatten, doch die Giesener enttäuschten dabei keineswegs. Vielmehr waren es die VFB-Spieler, die nun stärker wurden und öfter ihre ganze Klasse aufblitzen ließen. Satz zwei endete 22:25 aus Sicht der GRIZZLYS, Satz drei war deutlich enger und ging nur knapp mit 24:26 an die Friedrichshafener.
Für den ersten Punkt der Saison mussten die GRIZZLYS nun Satz vier gewinnen. Angetrieben von frenetisch feiernden Zuschauern ließen sie nicht locker. Immer wieder waren Mayaula, Jerome Clére und Filip Plagut im Block zur Stelle. Im Angriff sorgte der Eingewechselte Michal Krisko für einige Punkte, ebenso wie der bärenstarke Clére. Wie schon Satz eins sicherten sich die Hausherren den Satz mit 25:22, nachdem ein VFB-Angriff am Block von Mayaula scheiterte. Damit war der erste Punkt der Saison geschafft, doch jetzt wollten die GRIZZLYS auch das Spiel gewinnen.

Auch in Satz fünf blieb es zunächst eng. Bis zum 6:6 deutete es sich nicht an, dass sich eine Mannschaft absetzen konnte. Doch dann brachten individuelle Fehler der GRIZZLYS den VFB Friedrichshafen in Front. Über 6:10 sicherten sich die Mannen von Trainer Vital Heynen den Satz mit 12:15 und damit auch das Spiel mit 2:3.
MVP auf Seiten der GRIZZLYS wurde bereits zum dritten Mal der Franzose Jerome Clére. Der Friedrichshafener MVP hieß David Sossenheimer.

Friedrichshafens Trainer Vital Heynen zeigte sich nach dem Spiel beeindruckt:

In einer Meisterschaft hat man manchmal einfachere und manchmal schwerer Spiele. Die GRIZZLYS haben super gespielt, sie hat um jeden Ball gekämpft. Als wir den ersten Satz abgegeben haben, wussten wir, das wird ein wirklich schweres Spiel.
Wir waren nicht so gut, vielleicht lag der Fokus zu sehr auf dem Supercup. Wir sind schwierig rausgekommen, ein 3:2 für die Giesener wäre auch möglich gewesen.
Ich hoffe das Volleyball-Leben bleibt hier, ihr verdient das und darum bin ich auch ein Stück froh. Wenn wir irgendwo einen Punkt verlieren, dann kann das gerne hier sein.

Giesens Trainer Itamar Stein war erfreut über den ersten Punkt, wollte am Ende aber eigentlich den Sieg:

Es ist eine Mischung von Gefühlen, natürlich sind wir froh einen Punkt von Friedrichshafen zu holen, aber bei 2:2 sind wir auch ein wenig enttäuscht, dass Spiel nicht zu gewinnen. Bei einem kurzen Satz wie dem Fünften denkst du nur an den Sieg.
Trotzdem war es ein sehr gutes Spiel von uns, das war eine tolle Leistung. Auch die Spieler, die von der Bank gekommen sind haben überzeugt. Ein geiler Abend auch mit dem Publikum, die Unterstützung war riesig. Ich kann mich nicht erinnern, dass es mal so laut war in der Halle.