Söhre schlägt sich selbst – Knappe 25:26 Niederlage in Vorsfelde

Da war mehr drin! Acht Minuten vor dem Ende führten die Sportfreunde Söhre gestern Abend beim MTV Vorsfelde mit 24:21, doch nach den 60 Minuten hieß es 25:26 für die Vorsfelder.

Im Duell beim Tabellenzweiten konnte Söhres Trainer Sven Lakenmacher erstmals wieder auf Kapitän Maximilian Kolditz zurückgreifen. Nach vier Wochen Verletzungs-Pause hatte er zwar gegen Ende etwas Probleme mit der Luft, aber er biss sich durch.
Wie schon gegen den VFL Hameln in der Vorwoche starteten die Sportfreunde gut, standen in der Deckung sicher und auch die Torwartleistung von Eric Prützel war in Ordnung. Die Vorsfelder kamen nur schwer zu Toren. Es war ein sehr umkämpftes Spiel, indem bis zur Pause meist die Hausherren in Front lagen, weil die Söhrer Offensive auch nicht so richtig ins Laufen kam. Maxi Kolditz bemängelte die Unkonzentriertheit:

Wir haben es defensiv echt gut gemacht, Vorsfelde kam nur schwer zu Toren. Aber leider haben wir im Angriff ab und an nicht konzentriert genug agiert und dem MTV so ermöglicht im Spiel zu bleiben.

Zwischenzeitlich konnte Philip Klein zum 9:9 ausgleichen, dennoch ging der MTV mit einer 12:10 Pausenführung in die Halbzeit. Nach der Pause blieb das Spiel knapp sieben, acht Minuten Spitz auf Knopf. Auf Tor Söhre folgte Tor Vorsfelde und andersrum.
Beim Stand von 14:14 brachten Maximilian Kolditz und Niklas Ihmann die Sportfreunde mit 14:16 in Front. Es gelang sogar die Führung auszubauen auf 16:19 und 20:23.
Acht Minuten vor dem Ende brachte Kapitän Kolditz seine Mannen mit 21:24 in Front. Doch nach einer Zeitstrafe gegen Fabian Schweiger verkürzte Yannik Schilling per Siebenmeter auf 22:24. Dann kam Aluminium-Pech dazu. Bei gleich drei Angriffen scheiterten Kolditz und Niklas Ihmann an Pfosten und Latte. Vorsfelde konnte nach Toren von Lars Hoffmann, Marius Thiele und Darwin Helmsing 25:24 in Führung gehen. Schweiger glich noch einmal aus zum 25:25, doch Helmsing konterte erneut mit dem 26:25. Den letzten Angriff von Niklas Ihmann konnte MTV-Keeper Thomas Krüger entschärfen, der nach seiner Einwechselung zehn Minuten vor dem Ende zum Matchwinner mit vier, fünf guten Paraden wurde.

Kapitän Kolditz zog nach Abpfiff ein enttäuschtes Fazit:

Wir belohnen uns am Ende leider nicht für einen wirklichen guten Auftritt. Wir waren über 60 Minuten die spielerisch bessere Mannschaft, haben am Ende etwas Pech und machen eins zwei Fehler zu viel. So ein Spiel dürfen wir nicht aus der Hand geben.