GRIZZLYS II weiter punktlos – 1:3 gegen Münster

Auch nach ihrem sechsten Spiel in der 3.Liga West warten die Volleyballer der “Superzweiten” der TSV Giesen Grizzlys weiterhin auf ihren ersten Punkt. Am Sonntagnachmittag gab es in der heimischen Schachtarena eine ärgerliche 1:3-Niederlage gegen die direkte Konkurrenz aus Münster.

Der erste Satz war überhäuft mit Eigenfehlern auf beiden Seiten und mit oft wechselnder Führung bis zum Spielstand von 17:17. Eine Fehlentscheidung des sonst guten Schiedsrichters und mehrere Unkonzentriertheiten auf Giesener Seite sorgten jedoch letztendlich dafür, dass der Satz noch relativ deutlich mit 21:25 an den TSC Gievenbeck ging.
Der zweite Durchgang versprach allerdings schon beim Spielstand von 1:2 deutlich energiegeladener zu werden. Da nahm der Giesener Coach Stefan Drews eine Auszeit und brüllte sein Team an, sodass es auch noch der letzte der knapp 100 Zuschauer in der Halle hören konnte. Lauthals forderte er von seiner Mannschaft bei “Dankebällen” konzentrierter zu agieren und bei jeder Aktion voll fokussiert zu sein. Die Auszeit zeigte Wirkung und es entwickelte sich ein deutlich ansehnlicheres Spiel auf Augenhöhe. Letztendlich waren es zwei Asse der Grizzlys, die den Satz entschieden (28:26).
Nach zehnminütiger Pause, ging es im dritten Satz bis zum Stand von 10:10 ebenso umkämpft weiter. Dann sorgten schwache Angriffe der Giesener Jungs und konsequente Gegenangriffe Gievenbecks allerdings dazu, dass es plötzlich 11:19 stand und somit wurde auch dieser Satz verloren (20:25).
Der vierte Satz des Spiels bot den Zuschauern noch mal engen, heiß umkämpften Volleyball. Zu keinem Zeitpunkt konnte sich eine Mannschaft mehr als zwei Ballpunkte absetzen und es war beim Stand von 24:25, als nach einer Abwehr Giesens der Ball hoch hinter das eigene Spielfeld flog, er noch einmal gerettet werden konnte, aber mit dem dritten Ballkontakt dann nicht mehr seinen Weg übers Netz fand, sondern in ebendiesem hängen blieb. Der TSC Gievenbeck gewann somit gegen die Bundesligareserve der Grizzlys mit 1:3 (21:25, 28:26, 20:25, 24:26). Außenangreifer Jonathan Lehmann fasste nach dem Spiel ernüchternd zusammen:

Schade, das war heute eigentlich kein schlechtes Spiel von uns, aber wir müssen in den entscheidenden Situationen noch konsequenter werden und die Punkte machen, wenn es drauf ankommt.

Die selbsternannte „Superzweite“ muss nun zeigen, dass sie dieses Formtief möglichst schnell überwinden kann und bestenfalls schon diesen Samstag in Dortmund die ersten Punkte einfährt.