1:3 Niederlage – GRIZZLYS zahlen Lehrgeld in Herrsching!

Wie schon gegen Berlin sind die Helios GRIZZLYS Giesen im Duell bei den WWK Volleys Herrsching nicht schlechter. Allerdings gehen die Punkte in den wichtigen Momenten an die Gegner, sodass auch im zweiten Saisonspiel keine Punkte zu Buche stehen. Die Gastgeber siegen am Ende 3:1.

Der erste Durchgang verlief sehr spannend und eng. Trainer Itamar Stein bot zunächst fast die gleiche Startsechs auf wie gegen Berlin. Dabei waren Kapitän Hauke Wagner, Jerome Clere, Milan Hrinak, Filip Palgut und Mayaula Magloire. Der letzte Neuzugang Antwain Aguillard ersetzte Robert Schramm und als Libero spielte erneut Urban Toman.
Vor knapp 1.000 Zuschauern in Herrsching am Ammersee war die Partie ähnlich wie gegen Berlin zunächst sehr umkämpft. Keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen. Eine weitere Parallele zum Berlin-Spiel war, dass sich die Giesener in der entscheidenden Phase nicht belohnten. Bis zum 20:20 waren beide Teams maximal mit einem Punkt vorn, dann machten die WWK Volleys allerdings zwei Punkte in Folge und legten den Grundstein für den Satzgewinn. Schlussendlich stand es 25:23.

Das Bild veränderte sich in Durchgang zwei nicht, wieder war es umkämpft. Allerdings konnten sich die GRIZZLYS zwei Mal im Verlauf des Satzes eine zwei Punkte-Vorsprung-Führung erarbeiten. Dies war beim 13:15 und beim 14:16 für die Giesener der Fall. Aber die Herrschinger kamen immer wieder zurück, profitierten dabei von vielen Giesener Fehlern. Hauke Wagner schlug einen Angriff ins Netz, ein Stellungsversuch von Filip Palgut misslang und eine Annahme von Milan Hrinak sprang an die Hallendecke. Trainer Stein versuchte mit Wechseln das Ruder herumzureißen, brachte zunächst Robert Schramm für Aguillard erfolglos und anschließend beim 24:21 Michal Krisko für Hauke Wagner. Krisko schlug seinen Aufschlag zum 25:21 ins Netz.

In Durchgang drei lief es plötzlich besser, schnell konnten sich die GRIZZLYS eine Führung erarbeiten. Über 0:2 ergab sich beim Stand von 6:9 sogar die erste drei Punkte Führung. Kurz darauf waren es sogar mal vier Punkte (9:13). Hauke Wagner gelang mit Antwain Aguillard ein doppelter Block, ein wichtiger Punktgewinnt zum 10:15. Auch Jerome Clere punktete mehrmals wichtig. Kurz darauf wechselte Trainer Stein munter durch. Schramm kam für Wagner, Krisko für Hrinak und André Illmer, der normalerweise Libero spielt, als Annahmespieler für Mayaula. Alle Wechsel wurden aber nach nur ein oder zwei Punkten schnell zurück gewechselt. Herrsching lag 18:24 zurück, konnte immerhin zwei Satzbälle abwehren, aber dann folgte ein Aufschlag ins Netz – 20:25, die Giesener verkürzten auf 1:2.

Statt Auftrieb zu bekommen, lähmte der Satzgewinn wohl etwas oder war ein Weckruf für die Herrschinger. Bis zum 13:13 war es erneut eng umkämpft und ging Spitz auf Knopf. Dann gab es allerdings vier schnelle Punkte zum 17:13 für die Gastgeber. Diese waren entscheidend. Die Mannen von Trainer Stein kamen nicht mehr heran und verloren letztlich Satz vier mit 25:20 und das Spiel mit 3:1. Jerome Clere erhielt die silberne MVP-Medaille.
Wie schon gegen Berlin, sind die Giesener lange Zeit ebenbürtig, aber eben nicht die volle Distanz. Sie müssen es als Lehrgeld betrachten, dass sie anfangs zahlen und daraus lernen. Sie können auf jeden Fall mithalten in dieser Liga.