GRIZZLYS starten gegen den Meister – es geht wieder los!

Fast auf den Tag zehn Jahre ist her. Am 11.10.2008 starteten die Giesener zuletzt in eine Volleyball Erstligasaison. Am kommenden Samstag den 13.10.2018 ist dies wieder der Fall. Nach dem dritten Platz in der vergangenen Saison und dem damit verbundenen Aufstieg, spielen die HELIOS GRIZZLYS Giesen in der Saison 2018/19 wieder in der Volleyball Bundesliga.
Eine Parallele zu 2008 ist, dass es damals wie heute gleich am ersten Spieltag gegen den amtierenden deutschen Meister geht. Vor zehn Jahren war das Friedrichshafen, Samstag werden es die Berlin Recycling Volleys sein.

Mit insgesamt 14 Spielern, die einen Altersdurchschnitt von 26 Jahren haben gehen die GRIZZLYS in die neue Saison. Ingesamt sieben Neuzugänge geben am Samstag ihr Debüt, erst kurzfristig wurde am letzten Wochenende Antwain Aguillard verpflichtet.
Noch zweimal schlafen heißt es für Giesener. Auch bei den Verantwortlichen um Vanessa Persson steigt so langsam die Spannung:

Die Spannung steigt von Stunde zu Stunde und die Vorfreude ist riesig. Alle im Umfeld und das Team selbst haben in den vergangenen Woche hart und viel gearbeitet, dafür wollen wir uns am Samstag belohnen.

Der amtierende deutscher Meister kommt mit einigen Neuerungen im Vergleich zur Meister-Saison nach Hildesheim. Gleich sieben Spieler haben den Verein verlassen, sechs Neuzugänge sind dafür dabei. Die wohl größte Veränderung ist aber die auf der Trainerbank. Die Volleyball-Legende Stelian Moculescu der im Februar 2018 Luke Reynolds abgelöst und die Berliner zur Meisterschaft geführt hatte, hat für den Franzosen Cédric Ènard Platz gemacht.
Ein kleiner Vergleich zeigt, wie groß die Unterschiede womöglich sind. Während der gesamte Giesener Kader auf insgesamt 158 Länderspieleinsätze kommt, schaffen es die Berliner zusammen auf 808 Einsätze. Für den Trainer ist das allerdings Fluch und Segen zugleich, wie er im Saisonmagazin der BR Volleys verrät:

Die Zeit, um als Team zusammenzuwachsen, war und ist kurz. Die Nationalspieler kamen, wie ich, erst sehr spät nach Berlin. Sie standen den Sommer über unter Dauerdruck. In ein bis zwei Monaten lassen Kraft und Konzentration meist ein wenig nach. Dann steigt natürlich auch das Verletzungsrisiko.

Beide Teams können nicht aus dem Vollen schöpfen. Bei den Hausherren fehlt Außenangreifer Maximilian Ströbl, der noch an den Nachwehen seiner Knie-Op laboirert. Aber auch die Gäste müssen auf zwei Akteure verzichten. Moritz Reichert (Doppelter Bänderriss) und Benjamin Patch (Meniskusquetschung) können nicht mitwirken.

Dennoch sind die Gäste und ihr Trainer voller Vorfreude auf den Saisonstart wie er auf der Homepage preisgibt:

Ich bin hochmotiviert für das Auftaktmatch gegen Giesen. Diese Vorfreude ist im Team ebenso spürbar. Mit unserer guten Balance aus Erfahrung und jugendlicher Frische können wir vom ersten Spiel an viel erreichen.

Vor zehn Jahren gegen Friedrichshafen kamen knapp 2.300 Zuschauer in die Halle 39 und erlebten wie der Aufsteiger damals immerhin einen Satz gewinnen konnte. Für diesen Samstag werden es wohl nicht ganz so viele, aber mit über 1.000 Zuschauern rechnet das Management in der Volksbank-Arena schon, wie Vanessa Persson verrät:

Die Nachfrage ist groß auch für das 2. Heimspiel am 13.10.! Wir rechnen mit 1.500 Zuschauern. Aber das ist nur eine grobe Schätzung. Viele Fans besorgen sich die Tickets erfahrungsgemäß an der Abendkasse.

Ab Samstag 19 Uhr zählt´s!