Eintracht Hildesheim nächste Saison wieder in der 2. Liga?

Eintracht Hildesheim ist der zweitgrößte Sportverein Niedersachsens und besonders bekannt für die Handballabteilung. Über Hildesheim hinaus versucht der Verein sich einen Namen im Handball zu machen, aber musste in der Saison 2017/18 durch den Abstieg aus der 2. Liga wieder in die 3. Liga zurück. Dabei spielte Eintracht sogar schon viermal in der Bundesliga, zuletzt in der Saison 2011/12. Das Potenzial nach oben ist damit definitiv vorhanden, doch wie sehr nutzt Eintracht Hildesheim dieses bislang und können Vorhersagen über einen möglichen Wiederaufstieg getroffen werden?

Eintracht Hildesheim ist ein Verein der Aufs und Abs, was es schwer macht den Verlauf einer Saison vorhersagen zu können. Als erster Ansatz wäre eine statistische Wahrscheinlichkeitsberechnung sicherlich hilfreich. Buchmacher übernehmen traditionell die Rolle diese Quoten zu berechnen und Fans eine Übersicht geben zu können. Dies findet im Zuge der Sportwetten statt, die so alt wie der Sport selber sind und sich dementsprechend auch einer großen Beliebtheit erfreuen. Auf großen Wettmärkten können Sportfans die Quoten von allen möglichen Mannschaften beobachten und dementsprechend ihre Wetteinsätze abgeben. Dargestellt werden diese Quoten entweder in Dezimalform, fraktionell oder amerikanisch, unterscheiden sich aber nur durch die Form der Darstellung. Je höher der Wert dabei ist, desto niedriger liegen die Gewinnchancen der betroffenen Mannschaften. Wer die Handball-Bundesliga verfolgt, wird sich so also immer einen Einblick verschaffen können.

Da Hildesheim jedoch nicht in der Bundesliga vertreten ist, gibt es den Luxus der Quoten nicht, da die 3. Liga kommerziell viel weniger Aufmerksamkeit erhält. Doch man kann auch manuell Einschätzungen treffen. Bei der Erstellung der Quoten wird die aktuelle Leistung einer Mannschaft immer mit einberechnet. Auf dieser Basis kann man ansetzen. So wurde das letzte Spiel der Eintracht gegen HC Empor Rostock schon im Vorfeld mit großer Spannung erwartet. Schließlich hatte das Match auch eine Art Symbolkraft, da die Eintracht in der Stadthalle Rostock damals ihren Aufstieg in die Bundesliga feiern konnte. Allerdings konnte sich die Eintracht nicht gegen Empor durchsetzen und verloren mit 21:31 klar gegen die Gastgeber. Dabei kann bei der Partie von einem ersten Schlüsselspiel für die Eintracht gesprochen werden. So gilt Rostock als einer der Favoriten und wird im Laufe der Saison sicherlich im oben Tabellenbereich landen. Die Eintracht hatte die Chance in dem Spiel einen wichtigen Akzent zu setzen, muss sich nun auf andere Ziele konzentrieren.

Trotz der Niederlagen kann Eintracht Hildesheim jedoch ebenfalls als einer der Favoriten für den Aufstieg gehandelt werden. Dies liegt an dem radikalen Wandel im Leistungsprofil der Mannschaft, die es in den ersten drei Spielen schaffte nur Siege einzufahren. Nach der desaströsen Saison 2017/18 konnte die Eintracht beweisen sich gefangen zu haben und einen guten Neustart hinzulegen. Trotz des Sieges im dritten Spiel gegen Burgwedel strauchelte die Mannschaft längere Zeit und musste in eine Aufholjagd übergehen, um die Partie doch noch gewinnen zu können. Die Leidenschaft der Eintrachter Mannschaft war dabei sehr löblich und wird ein wichtiger Faktor für die Aufstiegschancen spielen. Doch Hildesheim muss auf lange Sicht die technischen Fehler im Spielfluss beheben. Bisherige Anpassungen waren schon ein erster Schritt in die richtige Richtung, doch muss dies als sich ein entwickelnder Prozess verstanden werden.