Eintracht demontiert Bernburg

Am Ende bleibt die defensiv schwächste Mannschaft der Liga auch weiterhin die defensiv schwächste Mannschaft der Liga. 41 Tore kassiert der SV Anhalt Bernburg von der Eintracht und ist damit tatsächlich noch ganz gut bedient gewesen. Nach einer knappen 17:15 Halbzeitführung drehten die Hildesheimer in der zweiten Halbzeit noch einmal richtig auf und demontierten den SVA.

Bereits zu Beginn stand die Abwehr der Eintracht im Vergleich zu den letzten Spielen gut und ermöglichte auch Paul Twarz direkt die ersten Paraden. Im Angriff war es zu Beginn vor allem Niko Tzoufras, der entweder einen 7-Meter herausholte oder einnetzte. Nach dem kurzen Anfangsspurt der Hildesheimer kamen die Bernburger dann aber langsam in’s Spiel. Florian Link im Tor des SVA bekam dann auch die ersten Bälle zu fassen und der Angriff überwindete die Eintracht-Abwehr immer wieder mit Tempo. Der erarbeitete Vorsprung war wieder weg. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte stellte sich die Eintracht dann aber immer mehr als die bessere Mannschaft heraus. Trotz Fehlern bauten die Hildesheimer ihre Führung kontinuierlich aus auch weil Paul Twarz im Tor einige Bälle hielt. Eintrachts Angriffe wirkten spielerisch einfach auch weil die Bernburger Abwehr kaum Widerstand leistete. Doch zum Ende der ersten Hälfte wurden die Hildesheimer schludrig und vergaben viele Chancen zu leichtfertig. So ging es nur mit einer 17:15 Führung in die Pause.

In der zweiten Hälfte folgte dann die Gala-Vorstellung der Eintracht. Direkt zu Beginn erkämpfte sich die Oberbeck-Truppe viele Bälle in der Abwehr und verwandelte erfolgreich Tempogegenstöße. Auch wie in der ersten Hälfte kassierten die Bernburger mehrere Empty-Net-Tore, da sie ihren Torwart in Unterzahl herausnahmen. Dem SVA fiel immer weniger ein und vor allem die Abwehrleistung brachte Trainer Martin Ostermann nahe an die Verzweiflung. Spätestens als die Eintracht dann mit 31:21 auf einen 10-Tore-Vorsprung wegzog, gab sich der SVA auf und ließ die Hildesheimer Tore werfen. Auch die zweite Garde, die in den letzten 10 Minuten ihre Einsatzzeiten bekam, hörte nicht auf, sodass Fynn Wiebe kurz vor Schluss auch noch das 40. Tor für die Eintracht erzielen konnte. Das Grinsen auf der Bank der Hildesheimer wurde dadurch noch mehr erhöht, denn traditionell bedeutet dies eine Kiste Bier, die sich die Mannschaft der Eintracht nach diesem Spiel auch redlich verdient hat.

1.130 Zuschauer wurden nach der deutlichen Niederlage in Rostock nicht enttäuscht und bekamen ein gutes Spiel der Eintracht zu sehen, die am Ende verdient mit 41:29 gewinnt und dabei noch zahlreiche Chancen liegen ließ. Mit jeweils 10 Toren zeichneten sich vor allem Niko Tzoufras am Kreis und Rene Gruszka von Rechtsaußen oder vom 7-Meter-Punkt aus. Damit sind die Hildesheimer wieder voll mit im Geschäft um die Meisterschaft.