Spielabbruch in der 1.Kreisklasse – SV Algermissen verliert die Nerven

In der 1. Kreisklasse gab es am gestrigen Sonntag beim Spiel zwischen dem SV Algermissen und dem SV RW Wohldenberg einen Spielabbruch. Wir berichten darüber mit der Hoffnung, dass die betroffene Mannschaft daraus lernt und alle anderen Mannschaften im Kreis Hildesheim weiterhin Respekt zeigt gegenüber dem Schiedsrichter, denn Fußball ist und bleibt ein Hobby!

Das Spiel der beiden Mannschaften verlief zunächst ruhig und torreich. Eine gelbe Karte in der ersten Halbzeit sowie eine 2:1 Führung für die Gäste aus Wohldenberg gab es zu verzeichnen. In der zweiten Halbzeit erhöhte Wohldenberg auf 3:1, doch Algermissen konnte drei Minuten später auf 3:2 rankommen. Die entscheidende Szene spielte sich in der 64. Minute ab: Patryk Bajerski sah zunächst nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte. Die Algermissener Spieler waren mit dieser Entscheidung des Schiedsrichters nicht einverstanden, Spieler Arbnor Leshko bekam die Rote Karte, nachdem er abfällig den Schiri beklatschte. Doch damit nicht genug. Torwart Patrick Hartmann machte seinen Ärger Luft und hatte auch noch ein paar Worte für den Schiedsrichter übrig. Die nächste Rote Karte! Letztlich brach der Schiedsrichter Jürgen Hilse das Spiel ab, da er sich beleidigt und bedroht gefühlt hat. Das Spiel wird nun vor dem Sportgericht entschieden.

Sportnews – Statement:

Wir waren nicht live vor Ort und können nicht beurteilen, ob die Gelb-Rote Karte oder die Roten Karten angebracht waren. Doch das ist auch egal, denn wenn der Schiedsrichter, der genauso ein Amateur-Sportler ist wie die Spieler, pfeift und eine Entscheidung fällt, dann haben die Spieler diese zu akzeptieren. Wir können froh sein, dass es genug Schiedsrichter im Kreis Hildesheim gibt, denn eins ist Fakt: einfach haben die es nicht! Das Verhalten der Algermissener Spieler ist inakzeptabel und respektlos. Wenn sich schließlich der Schiedsrichter bedroht und beleidigt fühlt, gibt er einen tiefen Einblick ist seine aktuelle Gefühlslage. Wir hoffen, dass vor allem die SV-Spieler in Zukunft dem Schiedsrichter den Respekt zeigen, den er verdient hat.