“Taktik hin Taktik her – wir müssen einfach gucken, dass wir die drei Punkte behalten”

Ungewohnte Anstoßzeit im Hildesheimer Friedrich-Ebert-Stadion. Am morgigen Freitag bestreitet Oberligist VfV Borussia 06 Hildesheim sein nächstes Heimspiel. Um 17.30 Uhr ist Aufsteiger VfL Oythe zu Gast.
Nach der klaren Niederlage am vergangenen Wochenende ist die “Domstadtelf” auf einen Abstiegsplatz (Rang 14) abgerutscht.
Der kommende Gegner steht auf Rang sieben und hat acht Punkte auf der Habenseite. Zuletzt schlug der VfL den hochgehandelten SV Atlas Delmenhorst vor heimischer Kulisse mit 2:1.

Beim Tabellenführer in Northeim war trotz defensiver Taktik nichts zu holen, sang- und klanglos verlor man mit 0:4 und war damit noch gut bedient. Torwart und Kapitän Nils Zumbeel glaubt, dass die Mannschaft die Niederlage abgehakt hat:

Die Stimmung ist gut. Ich glaub, dass wir alle mittlerweile die Niederlage vom Wochenende verdaut haben und jetzt auf Wiedergutmachung aus sind.

Verzichten müssen die Borussen auf Wlad Masljakov und Bangin Bakir, die beide nur individuell trainierten, sowie den Langzeitverletzten Christian Oganesian. Ansonsten stehen alle Mann zur Verfügung.
Im Abschlusstraining zeichnete sich ab, dass Trainer Thomas Siegel wohl sein System erneut umstellen wird.
Vor Keeper Nils Zumbeel agierte eine Viererkette um Tristan Heine, Steffen Suckel, Niklas Rauch und Andreas Hinrichsen. Davor scheint Sascha Hingerl auf der “Sechs” die besten Karten zu haben. Sein Nebenmann könnte etweder Edmir Hadzic sein oder aber auch Leon-Malte Schrader. Auf den Außen scheinen Benedict Plaschke und Luis Prior-Bautista die Favoriten zu sein. Im Sturm deutet vieles auf die Doppelspitze Adem Avci und Maurice Mathis hin.
Für Thomas Siegel kommt es gegen Oythe vor allem auf die richtige Einstellung an:

Es wird darauf ankommen, dass wir den Kampf annehmen und uns besser präsentieren als gegen Northeim und dann natürlich, dass wir die drei Punkte holen.

Taktisch wird es nicht wieder eine Dreier- bzw. Fünferkette werden. Es scheint wieder das bewährte 4-4-2 System zu werden. Allerdings will der Trainer wenig an der Ausrichtung ändern:

Wir wollen natürlich gucken, dass wir möglichst schnell zum Abschluss kommen und versuchen hinten stabil zu stehen. Dass ist uns gegen Northeim nicht gelungen, von daher hoffen wir, dass wir morgen möglichst wenig Gegentore kassieren und eins mehr schießen als wir kriegen. Dann hoffe ich dass die drei Punkte bei uns bleiben, denn das steht über allem. Taktik hin, Taktik her – wir müssen einfach gucken, dass wir die drei Punke behalten.