Eintracht gewinnt auch drittes Derby

Lange sah es nicht so aus, als ob die Eintracht auch im dritten Derby siegreich vom Platz gehen könnte. Die Hildesheimer erwischten einen klassischen Fehlstart und konnten nur durch eine übermotivierte Aktion von Maurice Herbold, einen treffsicheren Maurice Lungela und einen überragenden Paul Twarz im Tor einen 5-Tore- Rückstand aufholen und am Ende noch 34:26 gewinnen.

Die Premiere in den neuen Heimtrikots begann enttäuschend für die 1502 Zuschauer in der Hildesheimer Volksbank-Arena. Nenad Bilbija war der Mann der ersten Minute. Der von der GWD Minden gekommene Hüne auf Seiten der Burgwedler erzielte von den ersten fünf Toren der HHB vier Stück. Viel zu einfach stieg Bilbija immer wieder hoch und netzte souverän ein. Die Abwehr wirkte überfordert und im Angriff machte die Eintracht einige Fehler, sodass Burgwedel nach 9 Minuten bereits mit 4:8 in Führung ging. Gerald Oberbeck musste bereits so früh agieren und nahm seine erste Auszeit. Der neue Mittelblock bestehend aus Herbold und Wiebe, sowie das Einwechseln von Paul Twarz in’s Tor zeigten zunächst noch nicht den erwarteten Erfolg. In der 13. Minute kam es dann zu einer möglicherweise spielentscheidenden Situation. Maurice Herbold räumte beim Kampf um einen Abpraller am Kreis Nenad Bilbija am Rande der Sportlichkeit so sehr ab, dass dieser zunächst nicht weiterspielen konnte. Die Eintracht schaffte es allerdings noch nicht die deutliche Schwächung der Burgwedler auszunutzen. Weiterhin standen die Hildesheimer nicht stabil genug in der Abwehr und leisteten sich zu viele Fehler im Angriff, Gerald Oberbeck war dazu gezwungen nach 22 Minuten seine zweite Auszeit zu nehmen. Nach einigen fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen, kam die Halle dann richtig in Wallungen und brachte die Eintracht zurück auf Spur. In den letzten 10 Minuten der ersten Hälfte bekam die Eintracht in der Abwehr dann immer mehr Zugriff und Paul Twarz bekam die ersten Bälle zu fassen. Auch die Einwechslung nach langer Behandlung von Nenad Bilbija, der angeschlagen weit hinter seiner Leistung aus den ersten Minuten blieb, konnte den Lauf der Hildesheimer nicht stoppen. Die HHB wurde so dazu getrieben auch ihre zweite Auszeit bereits in der 27. Minute zu ziehen. Doch auch dies blieb folgenlos. Die Eintracht kam immer weiter in Fahrt und drehte das Spiel. Mit einer 16:15 Führung ging es dann in die Pause.

In der zweiten Hälfte waren die Hildesheimer dann das deutliche bessere Team, auch weil Nenad Bilbija nicht mehr sinnvoll eingesetzt werden konnte. Die Eintracht-Mannen entwickelten angetrieben von den Zuschauern immer mehr Körpersprache und Siegeswillen. Vor allem Maurice Lungela konnte in dieser Phase sowohl in der Abwehr als auch im Angriff besonders glänzen. Kam dann doch ein Spieler der HHB an der Abwehr vorbei, stand dann da noch ein großartiger Paul Twarz, der Ball für Ball halten konnte. Die Burgwedler haderten immer mehr mit ihrer eigenen Leistung und der Schiedsrichterleistung, die auf beiden Seiten nicht besonders gut war, allerdings nicht spielentscheidend wurde. Durch viele Paraden von Paul Twarz baute die Eintracht so langsam aber sicher ihre mittlerweile verdiente Führung weiter aus. Die HHB’ler wurden wie bereits im Pokalspiel immer mehr von ihren Kräften verlassen und konnten so am Ende nur noch Ergebniskosmetik betreiben. Die Eintracht gewinnt so deutlich mit 34:26.

Am Ende war es das Spiel von Maurice Lungela mit 14 Toren und Paul Twarz mit unzähligen Paraden. Ob die Eintracht das Spiel auch mit einem unverletzten Nenad Bilbija so hätte drehen können, ist natürlich rein spekulativ. So konnte die Eintracht den nächsten Sieg einfahren und steht gemeinsam mit dem TSV Altenholz ungeschlagen an der Tabellenspitze.