Drittes Derby für Eintracht

Drei Wochen nach dem Erfolg im Pokal empfangen die Handballer der Eintracht erneut das Team von Handball Hannover Burgwedel zum Derby. In der Zwischenzeit hat sich allerdings einiges geändert. Der  neue Trainer Claas Wittenberg hatte nach dem plötzlichen Weggang von Jürgen Bätjer nun mehr Zeit seine Mannschaft auf die Saison vorzubereiten. Zusätzlich ist überraschend der stärkste Spieler der Hannoveraner Maurice Herbold zurück in’s Eintracht-Trikot gewechselt. Die letzten beiden Spiele der Burgwedler hatten jeweils ein unglückliches Ende. 24:23 in Oranienburg und 25:26 gegen den HSV Hannover verloren die HHB’ler jeweils nur knapp. Hauptgrund des neuen Aufschwungs in der Landeshauptstadt ist Nenad Bilbija, der aus der ersten Liga vom GWD Minden wechselte. Der 49-fache slowenische Nationalspieler und Champions League Sieger erzielte bereits 10 Tore in seinen ersten beiden Spielen und wird auch in Hildesheim der Spieler sein, auf den sich die Abwehr einstellen muss.

Ob die drei Wochen für die Hannoveraner schon gereicht haben um sich zusammen gerauft zu haben und damit die Favoriten von der Eintracht ärgern zu können ist ungewiss. Sicher wird jedoch sein, dass die Burgwedler trotz klarer Rollenverteilung keine Punkte verschenken werden. Dies sieht Coach Claas Wittenberg ähnlich:

„Im Spiel bei Eintracht Hildesheim sind wir klarer Außenseiter. Wir können ohne Druck in die Partie gehen und wollen die 60 Minuten zum weiteren Einspielen nutzen. Hildesheim ist deutlich besser besetzt und wird ein gehöriges Wort bei der Vergabe der Meisterschaft mitreden. Für uns beginnt die Saison eigentlich erst in der Woche danach mit den beiden Heimspielen gegen Berlin und Braunschweig. Trotzdem reisen wir nicht nach Hildesheim um die Punkte kampflos in der Domstadt zu lassen. Schon im Pokal konnten wir einen Rückstand aufholen und das Spiel lange offen gestalten. Hinten raus sind uns dann die Körner ausgegangen und die Niederlage war zu deutlich. Inzwischen sind wir konditionell und spielerisch aber ein kleines Stück besser und wollen mal sehen, was bei der Eintracht möglich ist. Wir haben nichts zu verlieren, wollen unser Herz in die Hand nehmen und uns über 60 Minuten zerreißen.“

 

Bei der Eintracht hingegen muss man mit einem schmerzlichen Verlust rechnen. Der bisher sehr auffällige und abschlusssichere Niko Tzoufras, der bereits 15 Tore auf der Habenseite verbuchen konnte, hat sich im Training eine leichte Verletzung zugezogen und droht für das Spiel am Sonntag auszufallen. Damit hätten die Hildesheimer nur Youngster Norman Kordas auf der Kreis-Position im Kader. Gerald Oberbeck, Trainer der Eintracht, ist dennoch zuversichtlich:

“Wir werden in jedem Fall eine starke Truppe aufbieten können und wollen in eigener Halle den dritten Sieg einfahren”

 

Zum dritten Derby im dritten Spiel wird am Sonntag um 17:00 Uhr in der Volksbank-Arena angepfiffen. Auch für dieses Spiel verlief der Vorverkauf für Drittligaverhältnisse bisher sehr ordentlich, sodass wieder mit einer gut gefüllten Halle zu rechnen ist.