Eintracht siegt in Braunschweig

Lange mussten die mitgereisten Zuschauer aus Hildesheim zittern bevor die Eintracht sich gegen Spielende eindeutig absetzen konnte. Die “Mudrow-Jungs” zeigten eine couragierte und selbstbewusste Leistung, am Ende reichte es dann doch nicht gegen die individuell besser besetzte Mannschaft von Eintracht Hildesheim. 32:37 gewannen die Hildesheimer vor 1120 Zuschauern in ganz anderer Atmosphäre als gewohnt.

Bevor das Spiel begann, schauten die zahlreich angereisten Gästefans, die sonst professionelle Handballhallen gewohnt sind, etwas verdutzt. Als Eintrittskarte diente eine Wertmarke, Getränke wurden selbstverständlich in Glasflaschen verkauft und als sich die Spieler der Eintracht eine halbe Stunde vor Spielbeginn bereits warm machten, ist die andere Spielfeldhälfte noch von spielenden Kindern in Beschlag genommen. An solche Eindrücke müssen sich die Hildesheimer Handballfans wohl in der 3. Liga gewöhnen. Doch nun zum Spiel:

Die ersten Spielminuten blieben lange ausgeglichen. Die MTV’ler überwinden die Abwehr der Eintracht zu Beginn fast ausschließlich mit Hüftwürfen. Während Ex-Hildesheimer Leon Krka die ersten Bälle zu fassen bekommt, sieht Paul Twarz auf der Gegenseite nicht gut aus und wird nach bereits 9 Minuten durch Jakub Lefan ersetzt. Doch dies ändert nichts an der Tatsache, dass beide Mannschaften große Probleme in der Abwehr haben. Bis zur 23. Minute schaut sich Gerald Oberbeck das ganze Torspektakel noch an, nimmt dann aber schließlich doch seine erste Auszeit beim Stand von 14:15. Mit dieser Auszeit rückt dann auch der überraschende Rückkehrer Maurice Herbold in die Mannschaft und trifft direkt im ersten Angriff zum 14:16 nach 1248 Tagen wieder für die Eintracht. Die Braunschweiger zeigten nun auch mehr Spielzüge und die wenigen Fehler, die die “Mudrow-Jungs” im Angriff machten, holte der zwischenzeitlich eingewechselte Ariel Panzer wieder raus. 17:19 zur Pause.

Die Hildesheimer kommen dann zunächst etwas besser aus der Pause, doch die MTV’ler sind hoch motiviert und spielen weiterhin einen wirklich guten Handball, sodass die Eintracht auf nicht mehr als vier Tore wegziehen kann. Die immer hitziger werdende Atmosphäre in der Halle scheint dann auch die Schiedsrichter anzustecken, die sehr leichtfertig mit ihren Strafen umgehen. Die Hildesheimer stehen nur noch mit vier Feldspielern auf dem Platz, die Braunschweiger mit fünf. Es steht nur noch 27:29. Es folgt die Phase der Torhüter. Sowohl Jakub Lefan, als auch Leon Krka halten einige Bälle und pushen ihre Mannschaften. Die Spieler tauschen jetzt immer öfter kleine Nicklichkeiten aus, das Spiel bleibt aber fair. Es sind jetzt immer wieder Rene Gruszka mit Tempo über Außen und Niko Tzoufras auf die sich die Eintracht verlassen kann. Dennoch fühlt sich eine 29:33 Führung in der 55. Minute für die Hildesheimer noch nicht wirklich komfortabel an. In einer spannenden Schlussphase kommen die “Mudrow-Jungs” dann wieder auf 32:34 heran. Drei Minuten vor Schluss geht die Eintracht dann mit 32:35 in Führung und Jakub Lefan hält den nächsten Ball. Damit war das Spiel entschieden.

Am Ende ging den Braunschweigern vielleicht ein wenig die Luft aus, dennoch zeigten sie über lange Zeit wie gut sie mit dem Zweitligaabsteiger mithalten konnten. Philipp Moritz Krause mit 14 (6) und Marko Karaula mit 9 Treffern sorgten dabei quasi mit einer 2-Men-Show dafür. Die gute Offensivleistung der Eintracht stütze sich auf Rene Gruszka mit 10 (2), Niko Tzoufras mit 8 und Maurice Lungela mit 7 Treffern. Trotz des am Ende verdienten Erfolges müssen sich die Hildesheimer aber in der Abwehr steigern um auch gegen stärkere Gegner gewinnen zu können.