Eintracht startet in Drittligasaison

Nach dem Abstieg aus der Zweiten Handball Bundesliga muss die Eintracht in dieser Saison wieder in der Dritten Liga an den Start gehen und das zu einem Zeitpunkt der viel günstiger gar nicht sein könnte. In der Zweiten Liga steigen in dieser Saison fünf Mannschaften ab und dabei sind namenhafte Mannschaften aus der Dritten Liga aufgestiegen. Selbst bei noch ein bis zwei guten Verpflichtungen wäre der Abstieg bereits vor Saisonbeginn so gut wie besiegelt gewesen. In der Dritten Liga haben die Einträchtler nun die Chance eine junge Mannschaft aufzubauen und die Hinrunde auch noch ohne die Langzeitverletzten Robin John, Chris Meiser und Adam Papadopoulos gut zu überstehen. In dieser Saison sind es auch noch drei Mannschaften, die den Weg in die Zweite Handball Bundesliga antreten und die Konkurrenz recht überschaubar. In der nächsten Saison hingegen steigen die besagten fünf Teams aus der Zweiten Liga ab, wodurch sich das Niveau spürbar erhöhen sollte und es werden nach Relegation nur noch Zwei Mannschaften aufsteigen können. Dafür steigen dann aber auch nur noch zwei aus der Zweiten Liga ab. Zusammengefasst ist es also die perfekte Chance für die Eintracht in dieser Saison wieder aufzusteigen und langfristig die Klasse halten zu können.

Solange die Langzeitverletzten noch fehlen liegt die Verantwortung vor allem im Rückraum bei den jungen Spielern Maurice Lungela, Lukas Schieb und Mattheo Ehlers (Foto). Dadurch und durch den Verzicht auf den Spezialistenwechsel spielen die Handballer deutlich schneller als in der letzten Saison und beziehen dadurch auch immer mehr die Außenspieler ein. Mit Rückkehrer und Kapitän Lothar von Hermanni sowie dem erstligaerfahrenen René Gruszka stehen auf diesen Positionen auch zwei gute Spieler zur Verfügung. Am Kreis sorgt auch weiterhin Niko Tzoufras als vermutlich bester Kreisläufer der Liga für Tore. Auch im Tor kann die Eintracht weiterhin auf Jakub Lefan und Paul Twarz zählen, die ein exzellentes Torhüterduo bilden.

Dennoch wird der erste Gegner der Eintracht am Sonntag in der Volksbank-Arena zu keinem Selbstläufer. Gastieren wird die zweite Mannschaft des TSV Hannover Burgdorf gegen die sich die Hildesheimer in den vergangenen Spielen immer schwer getan haben. Es wird allerdings auch viel darauf ankommen in welcher Besetzung diese Mannschaft aufläuft. Traditionell tritt die Bundesligareserve in einer Mischung aus A-Jugend-Spielern und weiteren jungen Spielern, die sich für die erste Mannschaft bewerben wollen, an. Auch Trainer Heidmar Felixson sieht seine Mannschaft trotz ungewohnter Kulisse nicht chancenlos:

„Eintracht hat einen Umbruch zu bewältigen. Die müssen sich erst finden und vielleicht eröffnet genau das eine Möglichkeit für uns.“

Für die Eintracht werden neben den Langzeitverletzten auch noch Julius Heil und Neuzugang Ole Zakrzewski verletzungsbedingt fehlen. Die Eintracht zeigte in den Testspielen und im Pokal gute Ansätze. Jetzt gilt es das über 60 Minuten zu zeigen um einen erfolgreichen Saisonauftakt feiern zu können. Wer sich am Sonntag um 17:00 den Saisonauftakt nicht entgehen lassen möchte, sollte um langes Anstehen zu vermeiden bereits Online oder im Vorverkauf Tickets erwerben. Auch wird eine frühzeitige Anreise wegen der Parksituation um die Arena empfohlen.