Eintracht will Hinspielerfolg gegen Coburg wiederholen

Im Eintracht-Lager macht man sich nichts vor, die Ausgangslage im Kampf um den Klassenerhalt ist mittlerweile ziemlich schlecht. Doch Kapitän Robin John will trotzdem noch lange nicht das Handtuch werfen:

Wir werden bis zuletzt alles versuchen, egal wie die Tabellensituation ist.

Mut macht Eintrachts Nummer 11 dabei der Blick zurück auf das Hinspiel gegen den HSC 2000 Coburg. Ende November gewannen die Hildesheimer in eigener Halle gegen den Erstligaabsteiger mit 22:20. Mit einer starken Deckungsleistung stand am Ende der erste Heimsieg in dieser Spielzeit zu Buche. Ob es zu einer Wiederholung des damaligen Erfolges kommt, ist bei Betrachtung der aktuellen Situation im Zweitligaklassement erstmal nicht wahrscheinlich. Coburg hat sich inzwischen auf den vierten Platz geschoben und kann noch auf Rang drei rutschen. Dennoch gab es zuletzt gerade in eigener Halle manch unangenehme Überraschung.

Gleich zwei Niederlagen gegen schlechter platzierte Teams musste der HSC 2000 Coburg zuletzt in eigener Halle hinnehmen. Gegen den HC Elbflorenz Dresden und im letzten Heimspiel gegen den ThSV Eisenach gab es lange Gesichter in der HUK-Coburg-Arena. Zuletzt erkämpfte man sich aber auswärts immerhin einen 31:34-Erfolg bei der HSG Konstanz. Die Spiele in der Fremde scheinen den Coburger ohnehin manchmal besser zu liegen. Besonderes Augenmerk wird man im Eintracht-Lager auf Florian Billek legen müssen. Der Rechtsaußen ist ein sicherer Vollstrecker und auch von der Siebenmeterlinie meist erfolgreich. Von seinen 208 Toren hat er 98 mal per Strafwurf getroffen. Die erfahrenen Rückraumspieler Tobias Varvne und Stefan Lex sorgen vor allem aus dem Spiel heraus für viel Druck aufs gegnerische Tor. Varvne machte zuletzt am Doppelspieltag in zwei Spielen ganze 15 Tore. Mit Jan Kulhanek und Oliver Krechel stehen zudem gleich zwei Keeper bereit, auf die sich Trainer Jan Gorr jederzeit verlassen kann.

Eine sichere Bank sind dann meist auch die Zuschauer. Im Schnitt kommen 2.166 Fans in die Coburger Arena, im letzten Heimspiel waren sogar mehr als 3.200 Anhänger in der Halle. Für die ersatzgeschwächte Eintracht-Mannschaft also eine sehr schwere Aufgabe. Letztlich kann die Mannschaft aber frei aufspielen, denn zu verlieren haben die Hildesheimer bei dem klaren Favoriten sicher nichts mehr. Trainer Gerald Oberbeck hofft dabei auf die Rückkehr von Jacob Nelson in den Kader. Ansonsten will der Coach sein Team in den letzten Einheiten gut vorbereiten.

”Wir haben uns die letzten Spiele der Coburger intensiv angeschaut und das Training darauf ausgerichtet” :sagt der Trainer.