Eintracht erhält Zweitligalizenz – aber ist die überhaupt nötig?

Lizenz wäre da, aber…

Am Freitagmittag kurz vor der Abreise nach Dessau erhielten die Eintracht-Verantwortlichen noch gute Nachrichten von der Handball-Bundesliga. Ebenso wie alle anderen Erst- und Zweitligisten erhielt Eintracht Hildesheim die Lizenz zur Teilnahme am Spielbetrieb der kommenden Zweitligasaison. Diese Entscheidung hat die Lizenzierungskommission der Handball-Bundesliga unter Vorsitz von Rolf Nottmeier vorbehaltlich der jeweiligen sportlichen Qualifikation getroffen.

Abwehrleistung verhindert Punktgewinn in Dessau

Auftrieb gab es allerdings nicht – denn im Spiel haben sich die aktuellen Ausfälle dann doch recht deutlich bemerkbar gemacht. Bei der 33:30-Niederlage beim Dessau-Roßlauer HV waren es insbesondere Defizite im Abwehrverhalten, die das direkte Nachlegen von Punkten nach dem Sieg gegen Dresden verhinderten.

Das Fehlen von Papadopoulos, Simon und Meiser wiegte für diese Partie dann doch zu schwer, zudem war Jacob Nelson noch erkrankt. Dennoch spielten die Hildesheimer bei eigenen Angriffen recht ordentlich, in den knappen Phasen schlichen sich aber wieder einige technische Fehler ein. Der negative Höhepunkt des Abends war eine Disziplinlosigkeit von Torjäger Savvas Savvas, der in der 48. Minute nach drei Zeitstrafen in kurzer Zeit disqualifiziert wurde. Der DRHV verschaffte sich nach vielen Niederlagen in den vergangenen Wochen wieder ein Erfolgserlebnis, Eintracht dagegen steht vor dem Sonntagsspiel gegen Hagen durch die Siege der Konkurrenz weiter unter Druck.

Die Hagener Eintracht nimmt beide Punkte mit

Auchb Teil zwei des Doppelspieltags verlief ernüchternd – In dem so wichtigen Spiel gegen den VfL Eintracht Hagen konnte das ersatzgeschwächte Hildesheimer Team die wichtigen Punkte für den Klassenerhalt nicht sammeln. Gegen den Mitaufsteiger verlor die Mannschaft mit 24:30 und hat in der Tabelle nach dem Sieg des EHV Aue nun sechs Punkte Rückstand zum rettenden Ufer. Zwar war die Partie zunächst ausgeglichen, doch vor allem nach der Halbzeit häuften sich beim Eintracht-Team die technischen Fehler und überhasteten Abschlüsse. Hagen wusste diese Situationen für sich zu nutzen und erzeugte eine Vielzahl von Konterchancen. Auf Hildesheimer Seite vereitelte ein erneut starker Paul Twarz im Tor zwar viele Gelegenheiten, doch das reichte letztlich nicht. Im Angriff war Radek Doležel ein Aktivposten und mit sieben Toren aus dem Feld bester Torschütze für Eintracht.