Eintracht will den Auftrieb mit nach Dessau nehmen

Man könnte fast meinen, der Jubel über den ersten Sieg nach zwölf sieglosen Spielen am vergangenen Sonntag war in Anbetracht der Tabellensituation etwas überschwänglich, doch das sieht Kapitän Robin John anders: “Wir haben uns riesig gefreut und brauchten einfach mal dieses Zeichen, dass wir noch gewinnen können, das gibt uns trotz der Tabellensituation ein gutes Gefühl für die nächsten Spiele.” Tatsächlich schien sowohl bei den Fans in der Arena als auch bei der Mannschaft eine große Last abzufallen, zumal die Partie nach der Sechs-Tore-Führung am Ende noch zu kippen drohte. Doch schon seit Montag liegt der Fokus auf dem kommenden Wochenende. “Wir haben einen schweren Doppelspieltag vor uns mit zwei unangenehmen Gegnern, die wir aber schlagen können” sagt Trainer Gerald Oberbeck. Mit seiner Mannschaft spielt er am Freitagabend beim Dessau-Roßlauer HV und am Sonntag erneut in eigener Halle gegen den VfL Eintracht Hagen. Die Teams liegen derzeit punktgleich mit jeweils 26:34 Punkten auf Rang 11 und 12 in der 2. Handball-Bundesliga.

Für den Dessau-Roßlauer HV sind nach einem sehr erfolgreichen Jahr 2017 inzwischen schwere Zeiten angebrochen. In den bisherigen elf Rückrundenspielen gelang der Mannschaft von Trainer Uwe Jungandreas bislang erst ein einziger Sieg bei zehn Niederlagen. Im Prinzip die erste schwere Phase für Jungandreas, der seit 2016 das Team führt und nach dem Zweitligaaufstieg und einem guten ersten Jahr fast nur gute Zeiten hatte. Die aktuelle Phase bedeutete nach einer Platzierung im oberen Tabellendrittel nach der Hinrunde einen ziemlichen Absturz. Inzwischen scheint die Mannschaft auch etwas verunsichert zu sein, denn der Coach bemängelte in letzter Zeit zu viele technische Fehler und eine schlechte Chancenauswertung. Um so mehr wird der DRHV aber gerade gegen die im Abstiegskampf steckenden Hildesheimer die Trendwende einleiten wollen. “In Dessau ist es immer schwer zu spielen, die Mannschaft hat viel Qualität, da brauchen wir über 60 Minute eine so starke Leistung, wie wir sie am Sonntag über weite Strecken des Spiels hatten” sagt Eintracht-Coach Gerald Oberbeck.

Der beste Werfer in seiner Mannschaft ist bislang aber Vincent Sohmann. Er kam aus dem Magdeburger Nachwuchs und ist ein hochintelligenter Spieler in der Rückraummitte, der auch als sicherer Siebenmeterschütze glänzt. Mit Johannes Wasielewski steht im rechten Rückraum zudem ein variabler Schütze bereit, der bereits 102 Feldtore erzielt hat. Beide waren auch bei der Hildesheimer Hinspielniederlage (23:26) erfolgreiche Werfer. Schließlich steht zwischen den Pfosten mit Philipp Ambrosius ein zuverlässiger Rückhalt parat. Ebenfalls im Kader ist der ehemalige Hildesheimer Jakub Strýc, der zu Saisonbeginn aus dem Eintracht-Team zum Dessau-Roßlauer HV wechselte. Für Eintracht-Trainer Gerald Oberbeck kommt es wieder darauf an, dass die Deckungsformation um Fynn Wiebe gut steht. “Wir haben die Ausfälle von Andy Simon, Adam Papadopoulos und Chris Meiser dort gut kompensieren können, daran müssen wir anknüpfen” sagt der Chef an der Seitenlinie. Die drei Langzeitverletzten werden auch in Dessau fehlen. Dafür wird Jacob Nelson, der zuletzt gegen Dresden doch schon eingreifen konnte und eine große Hilfe im Angriff war, auch am Doppelspieltag bereit stehen.

Quelle: Eintracht Hildesheim Handball Pressemitteilung