Dezimierte Eintracht nimmt nächsten Anlauf gegen Dresden

Auch wenn es sportlich im Moment noch nicht klappen will für das Eintracht-Team stehen die Fans hinter ihrer Mannschaft, die als Aufsteiger weiter versucht, in der 2. Handball-Bundesliga die Klasse zu halten. Für das Spiel am Sonntag um 17:00 Uhr gegen den HC Elbflorenz Dresden sind bereits mehr als 1.500 Tickets verkauft.Jetzt will die Mannschaft um Kapitän Robin John dieses Vertrauen zurückzahlen. „Natürlich ist die Lage schwierig, der Druck ist hoch, aber wir wollen endlich wieder einen Sieg“ sagt John. Gleichzeitig weiß der Rückraumspieler um die Schwierigkeit der nächsten Aufgabe. Der große Rivale aus der vergangenen Drittligasaison hat mit seinen finanziellen Möglichkeiten einen großen Schritt nach vorn gemacht und schwimmt derzeit auf einer Erfolgswelle. Die zuletzt verunsicherten Hildesheimer dagegen haben unter der Woche den nächsten schweren Dämpfer hinnehmen müssen.

Es war ein Schockmoment am Montagabend, der vermutlich den nächsten bitteren Ausfall für das Eintracht-Team bringen wird. Chris Meiser sackte bei einer Stoppbewegung mit dem Knie weg und blieb am Boden liegen. Die Untersuchungsergebnisse stehen noch aus, aber der Defensiv-Leader wird hoher Wahrscheinlichkeit am Sonntag gegen den HC Elbflorenz Dresden ausfallen.Im schlimmsten Fall könnte es eine schwerere Verletzung sein, aber daran mag im Hildesheimer Lager niemand denken. Dennoch wird die Personaldecke insbesondere für die Defensivzentrale extrem dünn, nachdem schon die Vorkämpfer Adam Papadopoulos und Andy Simon ausfallen. Auf Fynn Wiebe wird wohl nun noch mehr Verantwortung zukommen.Auch die übrigen Spieler müssen jetzt die entstandenen Lücken schließen. Das Eintracht-Team wird am Sonntag nur über den Kampf und den Teamgeist gegen die vor Selbstvertrauen strotzenden Dresdener ins Spiel kommen. Denn die Sachsen holten aus den letzten sechs Spielen fünf Siege, sodass man auf einem souveränen Platz 12 wohl nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun haben wird.

Nach der letztjährigen Meisterschaft in der 3. Liga Ost und der starken zweiten Saisonhälfte scheint Elbflorenz in der 2. Handball-Bundesliga angekommen. Der Kader des HCE ist mit hoher Qualität besetzt und wird ein schwerer Gegner für Eintracht sein. Julius Dierberg und Tim-Philip Jurgeleit sind die besten und sichersten Schützen in dem ausgeglichenen Aufgebot, in dem mit René Boese auch ein ehemaliger Eintracht-Spieler steht. Bei den Siegen gegen Balingen, in Coburg oder zuletzt gegen den Dessau-Roßlauer HV behielt das Team in knappen Spielen einen kühlen Kopf und holte sich verdient Punkt um Punkt. Trainer Christian Pöhler kann daher eine eingespielte Truppe aufs Feld bringen. Da Dresden noch gegen alle Teams auf den Plätzen 16-20 spielt, kann die Mannschaft auch noch eine wichtige Rolle im Abstiegskampf spielen. Mut machen kann den Hildesheimern das Heimspiel aus der vergangenen Saison, als sie nach einem starken Auftritt einen 26:21-Heimerfolg feiern konnten.

Pressemitteilung Eintracht Hildesheim (vor dem Heimspiel am Sonntag um 17 Uhr).