Später Ausgleich verhindert Fehlstart – Franziska Aue trifft diesmal als Joker 

Auf schwierigem Untergrund zeigen sich die Gäste aus Hastenbeck als der erwartet schwere Gegner. Mit ihrer den Platzverhältnissen angepassten einfachen Spielanlage sind die Gäste von Beginn an das tonangebende Team. Den Hildesheimerinnen merkt man die viermonatige Wettkampfpause deutlich an. Für die Führung der Gäste bedarf es dann einer Standardsituation. Beim Freistoß passt die Zuordnung in der PSV-Abwehr nicht und so köpft Rüscher zur verdienten Führung der Gäste ein. In der weiteren Spielzeit verpasst es der SV Hastenbeck den zweiten wohl vorentscheidenden Treffer zu erzielen. Die Gastgeber geben das Spiel bis zuletzt nicht verloren, übernehmen in der Schlußphase das Kommando und belohnen sich durch den Ausgleichstreffer in der 89. Minute durch Franziska Aue.


Durch die Ausfälle von Catarina Haberstroh und Anne Arzbach muss Wiese sein Team umbauen. So rückt Sofia Reinicke in die ungewohnte Sturmspitze, Aileen Hellmann steht nach langer Verletzungspause zum ersten Mal in dieser Saison auf dem Platz und Tomke Heeren debütiert für den PSV. Die Hildesheimerinnen finden in der ersten Halbzeit nur schwer ins Spiel. Die fehlende Spielpraxis macht sich bemerkbar. Hastenbeck agiert zielstrebig und hat nach knapp 30 Minuten die größte Chance auf den Führungstreffer. Rüschers Kopfball wehren die Grün-Weißen mit vereinten Kräften noch auf der Linie ab. Sieben Minuten später ist Rüscher nach einem Freistoß dann mit dem Kopf erfolgreich. Mit der knappen aber verdienten Führung der Gäste endet die erste Halbzeit.
In der zweiten Halbzeit bleibt Hastenbeck zunächst spielbestimmend und hat durch Spielertrainerin Lity nach einer Stunde die Entscheidung auf dem Fuß. Nach einem glänzenden Solo trifft Lity aber nur den Pfosten. Der PSV ist weiterhin im Spiel und Trainer Wiese stellt auf Dreierkette um. Franziska Aue soll für mehr offensive Aktionen sorgen. Für sie muss aus taktischen Gründen Mareike Schaffert nach guter Leistung den Platz verlassen. Die Rechnung geht auf – mit zunehmender Spieldauer kommen die Gastgeber besser ins Spiel. In der 75. Minute wird Tomke Heeren im 16er gestoßen, prallt mit Torhüterin Kilian zusammen und muss anschließend verletzt durch Jacqueline Dickhut ersetzt werden. In der 83. Minute wirft Wiese nun alles nach vorne. Für die stark agierende Verteidigerin Annabell Möker folgt mit Jonna Bögershausen eine weitere offensive Ausrichtung. Die PSV-Frauen zeigen Moral und belohnen sich mit einem Last-Minute-Treffer. Franziska Aue erzielt mit ihrem platzierten 20-Meter-Schuss ins linke untere Eck den umjubelten Ausgleichstreffer. In den letzten Sekunden des Spiels haben die Hildesheimerinnen sogar noch die Chance auf den Siegtreffer. Das wäre aber am heutigen Tag des Guten zu viel gewesen.
Trainer Wiese zum Spiel: „Wir wissen, dass wir uns steigern müssen, wollen wir oben noch ein Wort mitsprechen. Ich habe heute viel Positives gesehen. Jede Spielerin hat sich heute in den Dienst der Mannschaft gestellt und mit Leistungsbereitschaft und Moral haben wir einen Punkt gewonnen. An der Abstimmung werden wir weiter arbeiten und mit zunehmender Spielpraxis auch wieder mehr spielerische Akzente setzen können. Die nächste Gelegenheit dazu haben wir am Ostermontag auf der Marienburger Höhe gegen den VfB Fallersleben.“

Bericht und Fotos: PSV G-W Hildesheim