Wahnsinns-Leistung der GRIZZLYS – Am Ende feiern dennoch beide Teams!

Die Kulisse stimmte, über 1000 Zuschauer kamen in die Volksbank-Arena. Das Rahmenprogramm stimmte, der GLEITZ-Spieltag war perfekt organisiert und Hallensprecher Mike Münkel heizte der Halle ordentlich ein. Fehlte also nur noch das perfekte Volleyballspiel. Dazu waren die HELIOS GRIZZLYS Giesen und CV Mitteldeutschland da.

Trainer Itamar Stein überraschte bereits vor dem Spiel, indem er in seiner Startsechs Zuspieler Marcin Kapusniak und Luis Vega aufbot, statt der eigentlich gesetzten Stefan Thiel und Milan Hrinak. Zu Kapusniak und Vega gesellten sich außerdem Hauke Wagner, Marius Appel, Gjoko Josifov, Robert Schramm und Libero Marcel Fode. Die Taktik zeigte sich sofort effektiv, die GRIZZLYS starteten mit einem 7:0-Lauf in die Partie. Vega hatte einmal stark geblockt, Appel einen Angriff gekonnt versenkt, Schramm ein Ass geschlagen, sowie einen Netzroller, den die Gäste nicht mehr über das Netz bekamen. Sofort versetze es die Halle in frenetischen Jubel. Beim Stand von 8:1 ging es in die technische Auszeit.
“Wir hatten eine extrem gute Annahme und haben super aufgeschlagen, dass hat es uns deutlich leichter gemacht als Mitteldeutschland”, fand Marius Appel lobende Worte für die Leistung des eigenen Teams. Erst beim Stand von 11:5 kamen die Gäste besser ins Spiel. Aber die Führung blieb konstant, mit 16:7 ging es in die nächste technische Auszeit. Danach schenkten sich beide Teams nichts mehr, jeder Ball war hart umkämpft, es gab teilweise lange Ballwechsel, die am Ende frenetisch bejubelt wurden. Nach einem weiteren Ass von Hauke Wagner, einem Block von Gjoko Josifov hatten die Giesener Satzball. Direkt der erste wurde zum 25:16 verwandelt.

In Durchgang zwei starteten die Piraten vom CVM besser. Beim Stand von 1:4 nahm Trainer Stein die erste Auszeit. Es entwickelte sich ein umkämpfter Satz, die GRIZZLYS kamen immer mal wieder heran, aber genauso setzte sich der CVM immer wieder ab. In dieser Phase waren es immer wieder Stefan Ristic und Kevin Soo, die im Angriff und Block die Giesener zurückwiesen. Beim 14:15 verwerte Marcin Kapusniak bereits seinen zweiten Angriffsschlag am Abend. Aber erneut setzten sich die Mitteldeutschländer ab. Über 15:17, 18:21 und 20:23 lag man zurück. Aber mit dieser unfassbaren Unterstützung gaben die Mannen um Kapitän Hauke Wagner alles und kämpften sich zurück. Zwei Blöcke von Josifov, ein Aufstellungsfehler des CVM sorgten für den 23:23 Ausgleich. Auch die nächsten beiden Punkte gingen an Giesen, 25:23 und das damit verbundene 2:0. “Nach dem 20:23 Rückstand haben wir ganz viel Herz bewiesen, dass hat das Spiel auch etwas für uns entschieden”, befand Trainer Itamar Stein eine besondere Wichtigkeit in dieser Aufholjagd.

Auch im dritten Satz lagen die Hausherren zunächst zurück, beim Stand von 2:6 nahm Trainer Stein früh die erste Auszeit. Anschließend folgten zwei Hinterfeldangriffe vom starken Luis Vega und drei Punkte in Folge von Marius Appel, die zum 9:9 Ausgleich führten. Danach war es einmal Robert Schramm allein im Block, danach gemeinsam mit Hauke Wagner, die für die 12:9 Führung sorgten. Beim 13:9 kam Vega noch dazu, der Dreierblock war nicht zu überwinden. Die Gastgeber zeigten am gestrigen Abend einen überragenden Willen und großen Kampfgeist, kein Ball wurde verloren gegeben. Über 16:11 und 20:15 setzten sich die GRIZZLYS ab. Um 21.35 Uhr war es Kapitän Hauke Wagner, der den zweiten Matchball zum 25:21 verwandelte. “Wir haben heute wirklich gut gespielt, aber ich hatte das Gefühl Mitteldeutschland hat nicht mit der letzten Konsequenz gespielt, weil sie ja lediglich einen Satz brauchten”, fasste Kapitän Wagner nach dem Spiel zusammen.

Nach dem Matchball feierten aber auch die Piraten, denn Konkurrent Schüttorf hatte zeitgleich mit 0:3 gegen Lindow-Gransee verloren. Dadurch ist der CVM nicht mehr einholbar und feierte trotz der Niederlage in Giesen die Meisterschaft. “Das hätte heute gar nicht besser laufen können”, zeigte sich auch Manager Kucera sehr erfreut.

Bei der MVP Wahl bekam Marius Appel die goldene Medaille für eine ganz starke Leistung. “Durch die Schüttorfer Niederlage ist der Sieg vielleicht sogar noch mehr Wert”, gab der MVP im Anschluss zu Protokoll.