35:32 Heimsieg – Söhre beweist große Moral in einem echten Krimi!

Die Sportfreunde Söhre haben am gestrigen Samstagabend einen wahren Krimi in der heimischen Steinberghalle für sich entschieden.
Zu Gast war der bisherige Fünftplatzierte MTV Vorsfelde, mit den starken Shootern Bert Hartfiel, Sascha Kühlbauch und Pascal Bock. Aber die Söhrer Offensive um die Ihmann-Brüder, Maximilian Kolditz und Jan-Phillip Naß muss sich davor nicht verstecken. Und so entwickelte sich ein packendes und sehr offensives Duell. Die ersten Minuten gehörten den Gastgebern, die sich eine Führung erspielen konnten, über 3:2, 5:3 und 9:6 sah es kurzzeitig aus, als könnten sich die Söhrer absetzen. Insbesondere Mittelmann Maximilian Kolditz fand immer wieder Lücken in der Vorsfelder Deckung. Danach steigerte sich aber Christian Rüger im MTV-Tor und auch einige leichtsinnige Fehler schlichen sich bei den Hausherren ein. So waren es Sascha Kühlbauch und Pascal Bock mit je zwei schnellen Treffern, die die Partie auf 9:10 drehten.
Die Söhrer Torhüter Lennart Gees und Jan Koob erwischten keinen guten Tag und bekamen beide kaum Bälle zu fassen. Womöglich hätte die Partie klarer ausgehen können, wenn einer der beiden Torhüter ein paar Paraden hätte zeigen können. Trainer Sven Lakenmacher versuchte früh auf die Torhüter, aber auch seine Mannen mit einer Auszeit und Wechseln einzuwirken. “Wir sind super ins Spiel gekommen im Angriff, aber in der Deckung hat leider wenig geklappt, deshalb hat Vorsfelde einige leichte Tore gemacht”, fasste Maximilian Kolditz die erste Hälfte zusammen.

Die Vorsfelder waren in dieser Phase einfach abgezockter, immer wieder fanden die Würfe von Bert Hartfiel oder Sascha Kühlbauch den Weg ins Tor, zudem war am Kreis Pascal Bock kaum zu stoppen. Dennoch blieben die Sportfreunde dran und machten aus einem 11:15 Rückstand nach 23 Minuten zur Halbzeit immerhin noch ein 17:18.

Auch in Durchgang zwei blieben zunächst die Vorsfelder tonangebend. Die Söhrer Deckung, fand selten ein Mittel gegen die starken Hartfiel, Kühlbauch oder Bock. “Defensiv haben wir seit Wochen schon Schwächen, es gibt selten Spiele in denen wir weniger als 30 Tore kassieren”, fand Trainer Sven Lakenmacher kritische Worte. Aber die Moral stimmte, dass Team gab sich zu keinem Zeitpunkt auf, auch weil vorne fast immer ein Tor heraussprang. Zwar verhinderten einige Unkonzentriertheiten einen früheren Ausgleich, aber nach 48 Minuten war es beim 28:28 soweit, Fabian Schweiger traf von Außen. Schweiger kam bereits früh für den glücklosen Jan-Phillip Naß und zeigte eine starke Partie mit fünf Treffern. Schweiger war es auch, der sechs Minuten vor dem Ende die erste Führung im 2.Durchgang zum 32:31 erzielte. Danach war es der starke Kolditz, der die Entscheidungen traf, die Angriffe gut vorbereite und somit spielentscheidend für den Söhrer Sieg war. Zunächst sah der Vorsfelder Pascal Bock allerdings die rote Karte für seine dritte Zwei-Minuten-Strafe, er fehlte immens in Abwehr und Angriff und plötzlich zeigte auch der zuvor sichere Bert Hartfiel Nerven. Am Ende waren es Schweiger, Sebastian Froböse und Niklas Ihmann, die den 35:32 Heimsieg herauswarfen. Niklas Ihmann war mit insgesamt zehn Toren bester Söhrer Werfer. Auch stark, Yannik Ihmann und Maximilian Kolditz mit jeweils sieben Treffern. Bei den Gästen erzielten Pascal Bock mit elf und Bert Hartfiel mit zehn Treffern die meisten.

“Wir haben uns in der Halbzeit geschworen, keine 18 Gegentore nochmal zu bekommen. Von der Moral und Einstellung war das in der 2.Hälfte überragend”, beschrieb Kolditz die Ereignisse in der Pause und Durchgang zwei und fügte zudem noch an: “Wir können im Angriff eine der besten Mannschaften sein.”

Trainer Sven Lakenmacher lobte im Anschluss noch einmal die Einstellung: “Die Einstellung der Mannschaft, die Bereitschaft alles zu geben, die war absolut da. Die Jungs haben alles aus sich herausgeholt und dann kann man auch Berge versetzen.”