Eintracht reist in den Süden

Mit 556 Kilometern steht für die Eintracht das zweitweiteste Auswärtsspiel auf dem Programm. Nicht ganz so weit wie Konstanz, aber doch schon eine ordentliche Belastung für die Spieler wird die Auswärtsfahrt nach Balingen. Der Absteiger aus der ersten Liga wird in dieser Saison wohl nicht mehr aufsteigen können, will aber dennoch weiter Punkte sammeln um am Ende der Saison möglichst weit oben zu stehen.

Es ist wieder eine Mannschaft, die statistisch ohne einen Überflieger auskommt, aber dennoch mehr als ordentlich Handball spielen kann. Der bekannteste Spieler der “Gallier von der Alb” ist Martin Strobel. Der 135-fache deutsche Nationalspieler lenkt mit seiner Erfahrung das Spiel und setzt vor allem seine Außenspieler oft in Szene, denn die beiden Außen der HBW sind auch die besten Torschützen. Trainer Jens Bürkle, der durch seine Vergangenheit beim TSV Hannover Burgdorf die Hildesheimer Spielweise sehr gut kennt hat Respekt vor dem Spiel. Gerade am Kreis hatten die Balinger in der Defensive in dieser Saison immer wieder Probleme und mit Niko Tzoufras steht immerhin einer der besten Kreisläufer der Liga auf dem Parkett, der im Hinspiel 9 Treffer erzielen konnte. Dennoch steht der HBW Balingen-Weilstetten als Favorit da. Nach einer Schwächephase konnten die Württemberger 4 Siege aus den letzten 5 Spielen einfahren und gerade zu Hause ist das Team besonders stark. Ein Zuschauerschnitt von 2.087 bei 2.320 Plätzen zeigt die Begeisterung für Handball in der Region.

Die Hildesheimer reisen wieder ohne ihre Langzeitverletzten Adam Papadopoulos und Jacob Nelson in den Süden. Dafür aber mit viel Selbstvertrauen, denn nach den ordentlichen Leistungen in den letzten Spielen geht die Mannschaft sicherlich auch wenn es nicht immer für Punkte gereicht hat mit einem guten Gefühl auf die lange Reise. Mit einem guten Spiel kann die Eintracht sehr wahrscheinlich wieder mithalten. Ob es dann am Ende mit der langen Busfahrt in den Beinen auch für einen Punktgewinn reicht wird sich zeigen. Ein bisschen Heimspielnostalgie kommt dann noch möglicherweise durch den Namen der Halle auf.

Am Samstag um 19 Uhr ist Anwurf in der Balinger Sparkassen-Arena.