Eintracht verliert in Emsdetten

Wenn die erste Halbzeit nicht gewesen wäre, wäre es richtig spannend geworden in der Ems-Halle am gestrigen Abend. Hätte wenn und aber bringen aber nichts und so muss sich die Eintracht mit der Erkenntnis noch gut Handball spielen zu können und einer nur 3-Tore-Niederlage zufrieden stellen und das ganz ohne den Top-Torschützen Savvas Savvas.

Bereits nach 11 Minuten geriet die Eintracht schon mit 6:3 zurück, obwohl Jakub Lefan, der in den letzten Spielen nicht besonders viel zu fassen bekam, eine ordentliche Partie zeigte. Durch eine frühe 2-Minuten-Strafe von Julius Heil brachten sich die Hildesheimer selbst in die missliche Lage., Radek Dolezel durfte zum ersten Mal von Beginn an ran und machte einen guten Eindruck. Nach 12 Minutenwird dann die erste Auszeit von Emsdetten beim Stand von 6:4 genommen. Danach machte der junge Tscheche seinen guten Eindruck wieder zu nichte. Durch einen Fehlpass und einen schlechtes Abschluss gerät der TVE wieder in Ballbesitz. Insgesamt ist die Eintracht-Abwehr auch nicht konsequent genug und lässt viele freie Würfe aus dem Rückraum zu.Gerald Oberbeck reagiert und nimmt seine erste Auszeit in der 14. Minute nach zwei Toren von Emsdetten in Folge. Eintracht macht im Angriff weiter Fehler durch zu viel Tempo oder ihnen wird passives Spiel unterstellt. Auch der Torwart Konstantin Madert macht eine sehr gute Partie. Eintracht gerät so verdient in hohen Rückstand. Nach einigen Wechseln zeigte dann Andy Simon, der in den letzten Spielen kaum Einsatzzeiten bekam, vor allem in der Abwehr eine sehr ordentliche Leistung und ärgert als vorgezogener Abwehrspieler den Rückraum des Heimteams. Insgesamt geht 17:11 Rückstand zur Pause auch in dieser Höhe vollkommen in Ordnung.

In der zweiten Hälfte startet die Eintracht dann eine Aufholjagd auch weil der TV Emsdetten angesichts des Doppelspieltags einen Gang herunter schaltete. Auf der Hildesheimer Seite standen vor allem zwei Spieler im Mittelpunkt. Jakub Lefan, der wiederholt einige Würfe entschärft und Niko Tzoufras, der sich am Kreis abackert und mit seinen Gegenspielern eher an Ringen als an Handball erinnert. Der temperamentvolle Grieche schafft es allerdings nicht eine Strafe herauszuholen, kassiert stattdessen selbst eine wegen eines Frustfouls. Und plötzlich kommt dann bei der Eintracht noch einer von der Bank, der seine Mannschaft noch einmal richtig heranbrachte. Der bisher sehr blass gebliebene Jacob Nelson wuchs richtig aus sich heraus und feuerte einen Wurf nach dem anderen in’s Tor der Münsterländer. Bis auf 24:21 ist die Mannschaft um Kapitän Robin John nun wieder herangekommen, Emsdetten reagiert mit einer Auszeit. Kurz danach sieht Yannick Dräger, der bisher dato ein gutes Spiel machte, seine dritte 2-Minuten-Strafe. Noch einmal die Chance für Eintracht das Spiel zu drehen? Fast. Nach 56 Minuten könnte Finn Backs das 27:26 machen, aber verfehlt und der TVE trifft. Auch der nächste Eintracht Angriff geht überhastet daneben. Es zeigte sich, dass man dann doch gegen Konstanz spielt und nicht gegen Konstanz. Kurz vor Ende gerieten dann noch einmal Niko Tzoufras und Merten Krings aneinander und holten sich beide ihre dritte 2-Minuten-Strafe ab. Am Endergebnis von 29:26 änderte das nichts mehr.

“Wenn wir Savvas Savvas in den Griff bekommen bleiben die zwei Punkte hier” hieß es im Programmheft der Halle. Und so kam es auch. Emsdetten spielte einfach zu sicher und war die bessere Mannschaft. Herauszuheben sind Merten Krings mit 6 Toren und 5 Assists, sowie Torhüter Konstantin Madert mit starken 40% gehaltenen Bällen. Eintracht zeigte vor allem in der zweiten Hälfte ein ordentliches Spiel, doch der Gegner war einfach eine Nummer zu groß.