Eintracht muss fünf Monate auf von Hermanni verzichten!

Die Zweitliga-Handballer von Eintracht Hildesheim müssen in den kommenden fünf Monaten auf Linksaußen Lothar von Hermanni verzichten. Das Hildesheimer Eigengewächs wechselt in die 3.Liga zum Northeimer HC. Allerdings nur bis zum 30. Juni diesen Jahres, anschließend wechselt er zurück zur Eintracht.
Von Hermanni soll beim Drittligisten Spielpraxis auf der Rückraummitte-Position erhalten, seiner eigentlichen Position zu Jugendzeiten.

„Auf Lothar kann man sich stets verlassen, sein Einsatz und Ehrgeiz ist absolut vorbildlich. Ausschließlich weil er so viel für unseren Verein getan hat, haben wir seinem Wunsch zugestimmt”, wird Trainermanager Gerald Oberbeck in der Pressemitteilung zitiert.

Die Identifikationsfigur betont allerdings, dass es nur ein Wechsel auf Zeit ist: „Für mich kam ein Wechsel eigentlich nicht in Betracht, aber mit der Perspektive, in der 3. Liga eine tragende Rolle im Spiel einzunehmen, sehe ich auch eine Chance mich weiterzuentwickeln.”

Lothar von Hermanni war bereits in der letzten Erstligasaison 2011/2012 für Eintracht am Ball und hat vor gut einem Jahr seinen Vertrag bis zum 30.06.2020 verlängert. Das Arbeitspapier wird auch ab diesem Sommer weiter seine Gültigkeit haben. Für die kommenden fünf Monate steht von Hermanni aber in Diensten des Northeimer HC, aktuell Tabellenzehnter der 3. Liga Ost. Die Northeimer stiegen in der vergangenen Saison aus der Oberliga in die 3. Liga auf und wollen sich dort nun behaupten, was bislang auch ganz gut gelingt. Dabei helfen auch einige Spieler aus dem Hildesheimer Handball-Internat sowie der derzeit nach Northeim ausgeliehene Max Berthold.
Die Eintracht-Fans müssen nun allerdings für die restliche Saison auf einen ihrer Lieblinge verzichten. Der 25-jährige hat sich mit seinen Toren und seiner mitreißenden Spielweise viele Sympathien erarbeitet und soll auch ab dem Sommer wieder eine feste Größe sein: „Lothar hat sich hier vom Jugendspieler zu einer festen Größe der 1. Herren entwickelt, darum planen wir auch für die neue Saison fest mit ihm.“ Seine angestammte Linksaußenposition teilte sich von Hermanni in diesem Jahr mit Fin Backs und Lukas Schieb, zuletzt wurde noch der Schweizer Jost Brücker für das Zweitligateam verpflichtet. Doch vor Konkurrenz ist Eintrachts Nummer 34 in den letzten Jahren noch nie geflüchtet, stattdessen hat er sich stets behauptet und von der 3. bis zur 1. Liga seinen Platz im Team erkämpft.