Eintracht-Basketballer – Sieg mit bitterem Beigeschmack

Die Hildesheimer Basketballer haben ihr erstes Spiel im neuen Jahr mit 60:66 gewonnen. Am vergangenen Montagabend reiste die Eintracht zum Tabellenschlusslicht nach Mellendorf.

Hildesheim startete gut in die Partie und konnte sich in den ersten zwei Minuten schnell absetzen. Die Einstellung und die Form der Eintracht stimmte, weshalb sich die Gäste bereits nach kürzester Zeit wenig Sorgen darüber machten, wer als Sieger vom Platz gehen würde. Es sollte aber leider anders kommen. Nach drei Minuten knickte Holger de Vries bei einem Richtungswechsel heftig um und musste die Partie unter sichtbar großen Schmerzen beenden. Der Spielfluss war dahin und Hildesheim tat sich trotz Führung schwer mit freiem Kopf zu spielen. Mellendorf kam besser in die Partie und konnte bis zum Viertelende in Schlagdistanz bleiben (12:19). Im zweiten Viertel zeigte sich ein ähnliches Bild. In der Offensive spielte Hildesheim durchwachsen und in der Defensive konnte man sich nur schwer auf die Linie der Schiedsrichter einstellen. Bis zur Halbzeit konnte Mellendorf folglich bis auf zwei Punkte aufschließen (28:30). Zu allem Überfluss hatte Ingo de Vries bereits nach zwanzig Minuten vier Fouls. Die Eintracht war darüber verwundert, dass Ihr Aufbauspieler für gefühlt jeden Kontakt mit einem Foul bestraft wurde und der Gegenspieler fleißig mit dem Ellenbogen voran in die Verteidigung rennen durfte, um dann mit zwei Freiwürfen belohnt zu werden. Warum auf sowas Offensichtliches häufig erst nach mehrfachen Beschwerden konsequent reagiert wird, ist nicht wirklich nachzuvollziehen.

Nach dem Seitenwechsel starteten die Hildesheimer dann gut in den dritten Spielabschnitt. Die Intensität war deutlich höher als noch in der ersten Halbzeit. Hildesheim konnte sich angeführt vom Topscorer der Partie Simon Lüer sowie von Sven Grevesmühl, der einige gute Pässe spielte und auch seine Würfe verwandelte, ein kleines Polster erspielen und mit einer elf Punkte Führung in den Schlussabschnitt gehen (45:56). Die letzten zehn Minuten hatten es dann noch einmal in sich. Die Intensität stimmte weiterhin, nur die Würfe wollten nicht fallen, was Mellendorf erneut ausnutzen konnte, um aufzuschließen. In den letzten Minuten zeigten allerdings Jonathan Semisch und Rafael Niem, dass für Mellendorf unter den Körben nichts zu holen war. Elias Tsitalis und Simon Lüer sorgten im Angriff endlich mit zwei Dreiern für die längst überfällige Entscheidung in einem insgesamt eigenartigen Spiel (60:66).

Wir wünschen Holger De Vries auf diesem Weg eine schnelle Genesung! Die Eintracht belegt momentan den dritten Tabellenplatz in der Bezirksoberliga Hannover. Weiter geht es bereits am kommenden Sonntag beim TuS Bothfeld.

Bericht und Bild: Eintracht Hildesheim Facebook