Eintracht will bei den heimstarken Saarländern punkten

Auch wenn das letzte Spiel gegen den ASV Hamm-Westfalen verloren ging, Eintracht Hildesheim fährt mit breiter Brust zum Auswärtsspiel bei der HG Saarlouis. Nach dem Negativerlebnis von Hagen hat das Team zwei kämpferische Auftritte in eigener Halle gezeigt und sich nach dem Sieg gegen Coburg im Spiel gegen Hamm eigentlich selbst um die Punkte gebracht. Doch die mangelnde Chancenauswertung soll nun auch noch besser werden. Das wird allerdings auch nötig sein, denn der kommende Gegner wird den Hildesheimern nichts schenken. „Das wird sicherlich ein Kampfspiel“ sagt Eintracht-Trainer Gerald Oberbeck. „Saarlouis wird uns in eigener Halle nichts schenken.“ Tatsächlich ist bei den heimstarken Saarländern einiges passiert in letzter Zeit und vor allem in den letzten Heimspielen hatten sie immer die Nase vorn. Eintracht tritt am Samstagabend um 19:30 Uhr in der Stadtgartenhalle beim Tabellennachbarn an und spielt um wichtige Punkte für den Klassenerhalt.

Ebenso wie Eintracht Hildesheim hat die HG Saarlouis das klare Ziel des Klassenerhalts und hat nach dem unbefriedigenden Saisonstart Anfang November schon reagiert. Der bisherige Trainer Jörg Bohrmann wurde von seinen Aufgaben entbunden, an seine Stelle trat der bisherige Co-Trainer Philipp Kessler. Der schaffte auch gleich mit einem 33:24-Sieg gegen den HC Elbflorenz einen traumhaften Einstand. Auch gegen den bis dahin in zehn Spielen ungeschlagenen Dessau-Roßlauer HV holte die HGS einen Sieg in eigener Halle. Auswärts verlor man allerdings gegen die Aufsteiger Rhein Vikings und Hagen. Daraus wird aber auch die besondere Heimstärke der HG Saarlouis deutlich. Vor allem in eigener Halle ist die Mannschaft um die ehemaligen Eintracht-Spieler Patrick Schulz und Martin Murawski sehr schwer zu schlagen. Die bisher geholten neun Punkte des Tabellenfünfzehnten wurden allesamt in der heimischen Stadtgartenhalle eingefahren. Darunter auch der beeindruckende 25:17-Erfolg gegen den VfL Lübeck-Schwartau, der aktuell auf einem Aufstiegsplatz rangiert.

Trainer Gerald Oberbeck will auf Besonnenheit bei seinem Team setzen: „Wir müssen vor allem Ruhe bewahren und dürfen uns auch von der Atmosphäre und dem Auftreten der HG Saarlouis in ihrer Halle nicht beeindrucken lassen.“ Der hohe kämpferische Einsatz der letzten Spiele wird auch im Saarland nötig sein, um zu bestehen. Die Mannschaft hat sich durch die beiden Heimauftritte im Prinzip selbst wieder in Form gekämpft. Nur die Chancenauswertung im Spiel gegen Hamm war ungenügend, um Zweitligapunkte zu holen. So gilt es für die Hildesheimer, mit hoher Konzentration zu agieren. Die zuletzt gute Deckung wird sich dann wohl vor allem auf Lars Weissgerber und Jerome Müller konzentrieren. Beide sind die mit Abstand besten Torschützen der HG Saarlouis. Fehlen wird dem Eintracht-Team weiter Nikos Passias, der mit einer Bauchmuskelzerrung noch pausieren muss. Der übrige Kader wird aller Voraussicht nach aber mitwirken können. Dabei setzt man bei Eintracht für die weite Auswärtsreise erneut auf die Übernachtung in Darmstadt, die schon beim Sieg in Konstanz geholfen hat. Die über 500 Kilometer lange Fahrt soll auf dem Rückweg dann noch mit zwei Big Points im Gepäck absolviert werden.


Vorbericht: Steffen Kumme, Eintracht Hildesheim Handball, Pressesprecher