Schlechte Chancenauswertung verhindert erneute Punkte

Vor 1.651 Zuschauern in der Volksbank-Arena lieferte das Eintracht-Team eine gute kämpferische Einstellung gegen den ASV Hamm-Westfalen ab. Das machte sich insbesondere in der Defensive bemerkbar, denn das Team ließ am Ende nur 23 Gegentreffer zu. Die Gründe für die 20:23-Heimniederlage lagen eher im Angriffsspiel, insbesondere der Chancenauswertung. Drei vergebene Siebenmeter und mehrere ausgelassene freie Wurfchancen verhinderten einen Punktgewinn für die Hildesheimer. Hamm dagegen blieb souverän und konnte in dem Duell der starken Abwehrreihen und starken Torhüterleistungen ein Kippen der Partie verhindern. Im zweiten Durchgang konnte Eintracht nach einem 8:10-Halbzeitstand die Chancen zum Ausgleich in den entscheidenden Phasen nicht nutzen. “Ich hatte gehofft, dass wir nach dem Sieg vom Mittwoch heute nochmal einen drauf legen, aber die hohe Zahl vergebenen Torgelegenheiten hat uns um die Siegchance gebracht” sagt Trainer Gerald Oberbeck nach dem Spiel. Sein Team bleibt jetzt weiter auf Rang 16 der Zweitligatabelle und spielt in der nächsten Woche bei der HG Saarlouis.

Im Spiel war schon erkennbar, dass der ASV Hamm-Westfalen eine starke Truppe hat, die in diesem Jahr auch weiterhin oben mitspielen wird. Aber Eintracht hatte am Mittwoch Selbstvertrauen getankt und zeigte von Beginn, dass man wieder gegen einen Favoriten gewinnen will. Die Hildesheimer stellten wieder eine gute Deckung und Jakub Lefan sollte mal wieder einen richtig guten Tag zu haben. So blieb die erste Hälfte lange ausgeglichen, allerdings wurden schon jetzt einige Chancen liegen gelassen. Insbesondere in Überzahlsituationen konnte Eintracht den personellen Vorteil erneut nicht entscheiden nutzen. Eintracht-Trainer Gerald Oberbeck stellte gegen Ende der zweiten Hälfte und meist für den weiteren Verlauf der Partie auf zwei Kreisläufer um, um so die Gästeabwehr vor mehr Aufgaben zu stellen. Als Savvas Savvas beim Stand von 8:9 die Chance hatte, per Siebenmeter auszugleichen, hielt Gästekeeper Gregor Lorger den ersten seiner drei parierten Siebenmeter. Zuvor hatte sein Kollege Felix Storbeck mehrfach gut gegen die Eintracht-Werfer pariert. So waren es dann auch die Gäste, die noch auf den 8:10-Pausenstand erhöhen konnten.

Nach der Pause zeigte sich bei Eintracht erst einmal keine Besserung, sodass Hamm mit 9:13 in Führung gehen konnte. Doch wie schon am Mittwoch kämpften sich die Hildesheimer wieder in die Partie. Lothar von Hermanni, Chris Meiser und Savvas Savvas verkürzten dann aber auf 12:13 und Eintracht war wieder im Spiel. So verlief dann auch die zweite Hälfte weiter ausgeglichen. Aber im Vergleich zum Spiel gegen Coburg schaffte Eintracht jetzt nie den Ausgleich. Zwar gab es lautstarke Unterstützung von den Rängen, aber wahrscheinlich wäre es dann richtig laut geworden, wenn das Team egalisiert hätte. Als Robin John in Unterzahl zum 19:21 traf, wäre wieder einmal alles möglich gewesen. Allerdings trafen die Gäste im Gegenzug und die Schiedsrichter zeigten Chris Meiser für ein zu hartes Einsteigen die rote Karte. Am Ende konnte der ASV Hamm-Westfalen dann einen verdienten Sieg in Hildesheim feiern. ASV-Trainer Kay Rothenpieler: “Hildesheim hat es gegen Coburg gut gemacht und auch heute mit dem Spiel über den Kreis gut gespielt, aber ich bin froh dass wir das gut lösen konnten und hier einen wichtigen Auswärtssieg geholt haben.”

 

Paul Twarz, Jakub Lefan – Lukas Schieb (1), Andy Simon, Jacob Nelson, Robin John (2), Chris Meiser (2), Maurice Lungela (1), Dimitri Ignatow, Niko Tzoufras (2), Fynn Wiebe, Dennis Weit, Lothar von Hermanni (3/1), Fin Backs, Adam Papadopoulos (2), Savvas Savvas (7/3)

Bericht von Pressesprecher Steffen Kummer, Eintracht Hildesheim Handball.