BAV empfängt HSC mit ehemaligen Hildesheimern

In der Landesliga Hannover kommt es am Samstag zu einem spannenden Duell: Der SV Bavenstedt trifft zu Hause auf den HSC Hannover. Wir haben vor dem Spiel mit zwei Spielern beider Mannschaften gesprochen. Die Spieler Niklas Kiene und Jonas Jürgens vom HSC sind bekannte Gesichter im Hildesheimer Raum. Auf der anderen Seite haben wir mit dem Torjäger Jan Laumann und dem Kapitän vom SVB Marcel Schrader gesprochen.

 

Niklas Kiene, HSC Hannover

Sportnews Hildesheim (folglich SH): Nach 12 Spieltagen steht ihr als Absteiger aus der Oberliga auf dem zweiten Tabellenplatz. Zuletzt gab es drei Unentschieden in vier Spielen. Wie bewertest du den bisherigen Saisonverlauf?

Kiene: Wir konnten von den letzten vier Spielen nur ein Spiel gewinnen und das stellt uns natürlich alles andere als zufrieden. Dennoch haben wir grad gegen Ramlingen (1:1) und auch in Bückeburg (2:1) gezeigt, wo wir trotz 60-minütiger Unterzahl die bessere Mannschaft waren, was wir fußballerisch drauf haben. Dennoch müssen wir am Samstag den nächsten Dreier einfahren, um unser Saisonziel mit dem direkten Wiederaufstieg zu erreichen. Alles andere wäre aufgrund unserer Mannschaftsstärke mit sehr viel Ober- und Regionalligaerfahrung eine riesen Enttäuschung.

SH: Am Samstag geht es gegen den SV Bavenstedt, der letzte Saison knapp den Aufstieg verpasst hatte. Als ehemaliger VfV-Spieler sicherlich ein besonderes und zugleich richtungsweisendes Spiel, da ihr mit einem Sieg auf sechs Punkte wegziehen könnt. Wie bereitest du dich auf das Spiel vor?

Kiene: Natürlich ist es als alter VfV’er ein Spiel, auf das man sich freut. Die Vorbereitung läuft aber ab wie vor jedem Spiel. Auf dem Platz gibt es trotz vieler Bekannter keine Freunde und wir wollen mit einem Sieg zumindest über Nacht wieder die Tabelle anführen.

SH: Wie lautet dein Tipp?

Kiene: Mein Wunschergebnis ist ein 2:0 Erfolg für uns!

 

Marcel Schrader, SV Bavenstedt

SH: Nach zwölf Spieltagen steht ihr mit 22 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz. Wie bewertest du den bisherigen Saisonverlauf?

Schrader: Die Beurteilung des bisherigen Saisonverlaufs fällt gemischt aus. Wir sind mit weißer Weste (drei Siege zum Auftakt) in die Saison gestartet und haben dann aus den nächsten sieben Spielen nur noch einen Sieg eingefahren, bei vier Unentschieden und zwei Niederlagen. Beide Niederlagen (in Steimbke und gegen RSE) waren unter’m Strich auch verdient, weil wir nicht an unser Leistungsniveau vom Saisonbeginn anknüpfen konnten. Alles in allem ist die Spitze der Landesliga in diesem Jahr wieder extrem eng beieinander, der Heeßeler SV ist bisher, genauso wie Ramlingen, ohne Niederlage durch die Saison gekommen und hat Stand jetzt die besten Karten im Rennen um den Meistertitel. Sie sind sehr stabil in ihrem Spiel und auch in den Ergebnissen, auch wenn wir in Heeßel lange Zeit das Spiel bestimmt haben und erst in der Nachspielzeit den Ausgleichstreffer zum 1:1 haben hinnehmen müssen. Mit 22 Punkten nach zwölf Spielen können wir nicht ganz zufrieden sein. Zwei Punkte im Schnitt sollten es für eine Mannschaft, die den Anspruch hat, bis zum Ende der Saison um die Tabellenspitze zu kämpfen, schon sein. Was die Punktausbeute angeht, hinken wir unseren Zielen aufgrund der zwischenzeitlichen Schwächephase also noch hinterher.

SH: Nachdem dein Team etwas in der Kritik stand gab es in den letzten zwei Spielen innerhalb von drei Tagen zwei Siege! Ist ein Aufwärtstrend zu sehen und wie wichtig ist das Spiel am Wochenende gegen den HSC Hannover?

Schrader: Wie nun auch schon an die Öffentlichkeit gedrungen ist, gab es eine teaminterne Aussprache, gemeinsam mit unserem Trainer und Sportdirektor. Es sind von allen Seiten alle Punkte auf den Tisch gekommen, die in der schwächeren Phase dazu geführt haben, dass wir zum einen schlecht gespielt und zum anderen zu wenig gepunktet haben. Ein Aufwärtstrend ist allerdings in den letzten beiden Spielen gegen gute Mannschaften (Krähenwinkel/Kaltenweide und Bückeburg) definitiv zu erkennen gewesen. Wir waren sehr stabil in unserem Spiel und in der Arbeit gegen den Ball. Dazu haben wir wieder die richtige Balance zwischen Defensive und Offensive gefunden und unser Umschaltspiel verbessert. Auch die Spielweise kommt wieder dem näher, wie wir spielen können und was wir spielen wollen. Wir hatten einige schöne Spielzüge dabei und beide Spiele auch verdient gewonnen. Das Spiel gegen den HSC am kommenden Wochenende ist für beide Teams von großer Bedeutung. Wir wollen den Anschluss nicht verlieren, der HSC möchte den Abstand zu uns vergrößern. Gewinnen wir, sind wir mit 25 Punkten aus jeweils 13 Spielen punktgleich. Verlieren wir, sind wir sechs Punkte weg. Wir wollen unbedingt wieder zurück in die Spitzengruppe und bis zur Winterpause noch so viele Punkte sammeln wie möglich, um in Schlagdistanz zu bleiben.

SH: Wie lautet dein Tipp?

Schrader: Mein Tipp lautet: Bavenstedt schlägt den HSC am Ende eines guten und kampfbetonten Spiels knapp mit 2:1 und setzt seinen Aufwärtstrend der letzten Tage/Woche fort!

 

Jonas Jürgens, HSC Hannover

SH: Nach einem tollen persönlichen Saisonstart (drei Spiele, zwei Tore und zwei Vorlagen) bist du nun seit Längerem verletzt. Wann kann der HSC wieder mit dir rechnen?

Jürgens: Da ich leider nächste Woche erst operiert werde, falle ich noch bis Januar wegen einer Meniskusverletzung aus. Den Start in die Rückrunde werde ich aber definitiv nicht verpassen!

SH: Erst im Sommer bist du vom SVB zum HSC gewechselt. Du kennst die Mannschaft, in der du vier Jahre gespielt hast in und auswendig. Was hast du deinem Trainer für Tipps gegeben?

Jürgens: Ja, die Zeit in Bavenstedt war wirklich schön und ich habe immer noch sehr viele Freunde dort. Es wird ein schweres Spiel gegen seine sehr gute Mannschaft. Ich denke, wenn wir präsent im Zentrum sind, werden wir das Spiel gewinnen. BAV hat ein starkes Umschaltspiel und mit El Saleh und Laumann sehr gute Konterspieler. Der Ausfall von Abwehrchef Zimmermann könnte uns in die Karten spielen.

SH: Wie lautet dein Tipp?

Jürgens: Bav-HSC 1:3

 

Jan Laumann, SV Bavenstedt

SH: In dieser Saison hast du schon nach elf Spielen mehr Treffer (sieben Tore) als in der kompletten letzten Saison (insgesamt sechs Tore). Woran liegt das?

Laumann: Ich bin allgemein fitter und bin bis jetzt zum Glück vom Verletzungspech verschont geblieben. Außerdem profitiere ich von dem neuen System.

SH: Um Anschluss an die Spitzengruppe zu halten, wäre ein Sieg am Wochenende gegen den HSC wichtig. Wie hat euch euer Trainer Pietsch auf die Partie vorbereitet? Bist du selbst nach drei Treffern in zwei Spielen in Topform?

Laumann: Wir haben erst am Donnerstag wieder Training. Aber unser Trainer hat uns in den letzten zwei Wochen etwas härter rangenommen, was dazu beigetragen hat, dass jeder wieder zehn Prozent mehr gibt. In Topform würde ich noch nicht ganz sagen, aber schon ganz gut drauf. Mal gehen die Dinger vorne rein und mal gibt es einen schlechten Lauf. Man darf weder auf Wolke sieben schweben, noch an sich zweifeln.

SH: Wie lautet dein Tipp?

Laumann: Wir spielen zu Hause und haben Selbstvertrauen getankt. Es wird ein ganz enges Spiel zweier starker Mannschaften mit dem besseren Ende für uns. 3:2 Heimsieg!

 

An dieser Stelle auch nochmal vielen Dank für eure Zeit! Wir freuen uns auf das Spiel!