Hildesheimer Pokalreise endet in Hannover

PSV Damen müssen sich 96 mit 2:1 geschlagen geben

In einem Spiel auf Augenhöhe brachte Kira Wolter die Gäste zunächst in Führung. Erst in der Schlussphase gelang es den Roten das Spiel durch zwei Treffer von Anna-Lena Füllkrug zu drehen.

 Es war von Beginn an das erwartet schwere Auswärtsspiel für die Hildesheimer Frauen. Vor gut 130 Zuschauern übernahmen die Roten schnell das Kommando und versuchten über kontrollierten Ballbesitz den Oberligisten unter Druck zu setzen. Die Wiese-Elf, die erneut die Viererkette umstellen musste, stand defensiv sicher und ließ zunächst kaum gefährliche Szenen zu. In der Offensive konnten die Gäste allerdings ihrerseits kaum Akzente setzen. So kommt die Führung für den PSV ein wenig aus dem Nichts. Kira Wolter schießt den zu kurz abgewehrten Ball der 96er aus 20 Metern aufs Tor. Der noch leicht abgefälschte Ball schlägt über Hannovers Torhüterin zur Führung ein. Nach dem Treffer gestalten die Hildesheimerinnen das Spiel bis zur Halbzeit gleichwertig und gehen mit der knappen Führung in die Pause.

Im zweiten Durchgang hat Hannover unverändert mehr Ballbesitz, kommt aber ganz vorne nicht entscheidend zum Abschluss. Mit ein wenig Glück und viel Geschick verteidigen die Viererkette und Torfrau Julia Ax die knappe Führung. Eine Viertelstunde vor Schluss setzt sich Sara Raulfs entscheidend gegen die 96er Defensive durch und erzielt das 2:0. Zur Überraschung aller erkennt die Schiedsrichterin den Treffer nicht an. Stattdessen entscheidet sie auf Freistoß für den PSV an der Strafraumgrenze. Warum sie den Vorteil abpfiff, bleibt wie manch andere Entscheidung ihr Geheimnis. Die Roten, damit weiterhin im Spiel, geben nicht auf und erhöhen noch einmal die offensiven Bemühungen. Beim Ausgleich ist Anna-Lena Füllkrug den entscheidenden Moment vor den Hildesheimer Verteidigerinnen am Ball. Als sich viele Zuschauer bereits auf ein Elfmeterschießen einstellen, gelingt Füllkrug der entscheidende Treffer zum 2:1. Dass die Situation eigentlich einfach zu klären gewesen wäre, macht es umso ärgerlicher.

Trainer Wiese ist sich am Ende des Spiels mit 96-Trainer darüber einig, dass es ein intensives, spannendes Spiel war. Auch über die undiskutable Schiedsrichterleistung herrscht Einigkeit.

Wiese bringt es wie folgt auf den Punkt: „Die Schiedsrichterin bringt mein Team heute um den Sieg. Die Aussage macht er an zwei Entscheidungen zu Gunsten der Gastgeber fest. Das Abpfeifen des Vorteils beim 2:0 ist spielentscheidend. Als die gelb vorbelastete Füllkrug den Ball in einer Situation nach dem 1:1 wegschießt, bleibt die gelb-rote Karte aus. Damit ist die Torschützin zum Zeitpunkt des 2:1 eigentlich gar nicht mehr auf dem Platz. Mir ist bewusst, dass dies nach schlechtem Verlierer klingt, aber unabhängig von der starken Leistung des HSV, hilft das Gespann beim Weiterkommen gehörig mit.“